smava: EZB-Leitzinsbeschluss - Nicht jede Bank wird Kreditzinsen erhöhen


02.02.23 11:26
anleihencheck.de

Bad Marienberg (www.anleihencheck.de) - Zahlen der Deutschen Bundesbank zeigen: Konsumentenkredite kosteten 2022 im Bundesdurchschnitt rund 6 Prozent Zinsen (2021: 5,54%), so smava in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Im ersten Quartal 2022 waren sie so günstig wie in keinem anderen Quartal seit 2003. Seit April 2022 sind Konsumentenkredite laut Bundesbank jedoch kontinuierlich teurer geworden. Im November 2022 lag der von der Bundesbank zuletzt veröffentlichte effektive Jahreszinssatz im Bundesdurchschnitt bei 6,81 Prozent.

Der Zinsanstieg könnte sich innerhalb der nächsten 3 Monate abschwächen und die Zinsunterschiede zwischen Banken könnten größer werden. Das deuten die Ergebnisse einer vom Kreditvergleichsportal smava.de durchgeführten Umfrage unter Banken in Deutschland an.

Zinsanstieg könnte sich in den kommenden 3 Monaten abschwächen - Zinsunterschiede zwischen Banken könnten größer werden

"Die Ergebnisse von smavas Banken-Umfrage deuten Veränderungen sowohl im gesamten Kreditmarkt als auch bei den Banken selbst an. 60 Prozent der befragten Banken rechnen damit, dass Konsumentenkredite im Markt insgesamt in den nächsten 3 Monaten teurer werden. 33 Prozent gehen jedoch davon aus, dass der Zinssatz insgesamt im Markt konstant bleiben wird. 7 Prozent halten sogar eine Zinssenkung für möglich. Der kontinuierliche Zinsanstieg der letzten Monate könnte sich also zumindest abschwächen. Denn 50 Prozent der befragten Banken gehen davon aus, dass der Zinssatz ihrer Konsumentenkredite in den nächsten 3 Monaten im Schnitt konstant bleibt, 7 Prozent halten sogar einen sinkenden Zinssatz für möglich", sagt Alexander Artopé, CEO des Kreditvergleichsportals smava.de.

Parallel gehen 43 Prozent der befragten Banken jedoch davon aus, dass der Zinssatz ihrer Konsumentenkredite innerhalb der nächsten 3 Monate im Schnitt steigen wird. Die ohnehin bestehenden Zinsunterschiede zwischen Banken könnten folglich größer werden. "Wir haben im Januar 2023 im Kreditvergleich von smava.de bereits festgestellt, dass von Zinssenkungen bis hin zu Erhöhungen alles dabei war. Blindes Vertrauen auf ein einzelnes Kreditangebot etwa von der Hausbank kann einen also teuer zu stehen kommen", sagt Alexander Artopé.

Zinsunterschiede zwischen Banken sind in der Regel entscheidender als Zinsentwicklung im Markt

Banken haben schon immer unterschiedlich hohe Zinssätze für den gleichen Kredit verlangt. Nun kommt noch hinzu, dass sie die Zinssätze unterschiedlich oft und stark anpassen. 50 Prozent der befragten Banken gehen davon aus, dass der Kreditzinssatz ihrer Bank innerhalb der nächsten 3 Monate im Schnitt voraussichtlich konstant bleibt. 7 Prozent gehen sogar von einem sinkenden Zinssatz aus. 43 Prozent hingegen gehen von einem voraussichtlich steigenden Zinssatz aus.

"Für alle, die demnächst einen Kredit aufnehmen möchten, wird es noch schwerer, sich alleine einen Überblick über die Zinsanpassungen der Banken zu verschaffen. Im Zweifel zahlen sie deshalb zu viel für ihren Kredit. Wer etwa einen 10.000-Euro-Kredit über 84 Monate mit einem Zinssatz von 8 Prozent statt 5 Prozent bei einer anderen Bank abschließt, zahlt unter dem Strich mehr als 1.000 Euro zu viel", erklärt Alexander Artopé. Ein solcher Zinsunterschied zwischen Banken ist für diejenigen, die einen Kredit aufnehmen möchten, in der Regel deutlich relevanter als die Zinsentwicklung im Markt insgesamt, denn Zinsunterschiede lassen sich mithilfe von Kreditvergleichsportalen gut erkennen und für sich nutzen. (02.02.2023/alc/n/a)





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