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friedola Gebr Holzapfel-Anleihe: Scope stuft Rating von friedola auf B herab


10.03.14 13:33
Scope Analysis

Berlin (www.anleihencheck.de) - Scope stuft das Corporate Rating der friedola Gebr. Holzapfel GmbH (Teilkonzern) von BB auf B herab, so die Analysten von Scope Analysis.

Der Ausblick sei stabil. Hauptgrund für die Herabstufung sei die negative Geschäftsentwicklung und die damit verbundenen schwachen Bilanz- und Ergebniszahlen des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 per 31. Juli 2013.

Die friedola Gebr. Holzapfel GmbH (Teilkonzern - nachfolgend friedola) habe im vergangenen Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von 70,1 Mio. EUR erwirtschaftet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode bedeute dies einen Umsatzrückgang von 6,9%. Der Umsatzrückgang sei im Wesentlichen durch die wetterbedingt schwächere Nachfrage im Sport- und Freizeitsegment und im Bereich der Garten- und Campingtextilien sowie durch die Insolvenz von zwei Großkunden begründet. Das Geschäftsjahr sei meteorologisch durch einen langen Winter sowie einen verregneten Frühling gezeichnet gewesen. Die Wetter- und Saisonabhängigkeit der friedola-Artikel in Verbindung mit der Insolvenz von Praktiker und Max Bahr hätten sich in gesunkenen Umsätzen niedergeschlagen.

Vor Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft Derin-Holzapfel GmbH & Co. Grundbesitz und Beteiligungs KG sei das Ergebnis nach Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 auf -3,2 Mio. EUR gesunken. Im Geschäftsjahr 2011/2012 habe friedola noch einen Nachsteuer-Gewinn vor Gewinnabführung in Höhe von 0,7 Mio. EUR ausweisen können. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens (wirtschaftliches Eigenkapital) sei aufgrund der Neuverschuldung und der damit verbundenen Bilanzverlängerung auf etwa 32% (Geschäftsjahr 2011/2012: ca. 34%) gesunken. Der operative Cash Flow habe, wie im Geschäftsjahr 2011/2012, weiterhin im negativen Bereich gelegen.

Positiv beurteile Scope die von der Unternehmensführung eingeleiteten Effizienzprojekte in den Bereichen der Personalkostenreduzierung, Logistikoptimierung, Internationalisierung und Energieeffizienz. Diese Maßnahmen hätten im vergangenen Geschäftsjahr zu einmaligen Aufwendungen geführt und würden nach Unternehmensangaben das Ergebnis auch im aktuellen Geschäftsjahr 2013/2014 mit weiteren Einmalaufwendungen noch negativ beeinflussen, andererseits sollten Projekterfolge bereits positive Beiträge zum Unternehmenserfolg leisten. Scope gehe mittelfristig von einem insgesamt positiven Ergebniseffekt der getroffenen Maßnahmen aus.

In der unterjährigen Geschäftsentwicklung 2013/2014 liege friedolas Ergebnis zum 31. Dezember 2013 leicht über dem Plan- und über dem Vorjahreswert. Scope rechne mit einer Stabilisierung der Umsatz- und Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr 2013/2014 und vergebe daher einen stabilen Ausblick. (10.03.2014/alc/n/a)