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XXL-Bonds: Österreich überlegt 70-jährige Staatsanleihen
09.01.13 14:31
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Laut einem Medienbericht zieht Österreich aufgrund der starken Nachfrage nach Staatsanleihen ultralange Bonds mit einer Laufzeit von bis zu 70 Jahren in Betracht, so die Experten von "FONDS professionell".
Laut Martha Oberndorfer, Chefin von Österreichs Schuldenagentur OeBFA, habe man derzeit zwar noch keine konkreten Pläne dafür, aber "wir werden uns diese Möglichkeiten im Lauf des Jahres genauer anschauen und wenn alle Nachfrage- und Angebotsfaktoren stimmen, dann werden wir das in Betracht ziehen", so die rotweißrote Schuldenchefin im Gespräch mit Reuters.
Österreich habe bereits mit den bestehenden 50-jährigen Anleihen bislang gute Erfahrungen gemacht - so sei auch am Dienstag eine Auktion, bei der ein Bond mit Laufzeit bis 2062 um 500 Millionen Euro aufgestockt worden sei, mehr als zweifach überzeichnet gewesen. Nach Ansicht von Oberndorfer sei dies auch auf das sinkende Angebot an AAA-Anleihen zurückzuführen.
Zum einen seien die Kassen der AAA-Staaten bereits gut gefüllt und diese Länder würden daher weniger Anleihen begeben. Zum anderen würden in den kommenden Jahren viele AAA-Anleihen auslaufen und nicht ersetzt. "Das sind hunderte Milliarden innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre, die ein sehr starker Nachfragefaktor sind, was auch Österreich zugute kommt", so Oberndorfer zu Reuters.
Die Alpenrepublik habe bei der US-Ratingagentur Standard & Poor's zwar die Bestnote AAA vor rund einem Jahr, beim Konkurrenten Moody's verfüge das Land aber immer noch über das Top-Rating. Versicherungen und Pensionsfonds würden im Zuge der Schuldenkrise teils sogar negative Renditen in Kauf nehmen, um in solche als sicher geltende Anlagen zu investieren.
Die Zinsen für die österreichische Anleihe mit einer Laufzeit bis 2022 seien am Dienstag zum ersten Mal seit knapp einem Jahr wieder gestiegen und hätten durchschnittlich bei 1,838 Prozent nach 1,7 Prozent im vergangenen Dezember gelegen. (09.01.2013/alc/n/a)
Laut Martha Oberndorfer, Chefin von Österreichs Schuldenagentur OeBFA, habe man derzeit zwar noch keine konkreten Pläne dafür, aber "wir werden uns diese Möglichkeiten im Lauf des Jahres genauer anschauen und wenn alle Nachfrage- und Angebotsfaktoren stimmen, dann werden wir das in Betracht ziehen", so die rotweißrote Schuldenchefin im Gespräch mit Reuters.
Zum einen seien die Kassen der AAA-Staaten bereits gut gefüllt und diese Länder würden daher weniger Anleihen begeben. Zum anderen würden in den kommenden Jahren viele AAA-Anleihen auslaufen und nicht ersetzt. "Das sind hunderte Milliarden innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre, die ein sehr starker Nachfragefaktor sind, was auch Österreich zugute kommt", so Oberndorfer zu Reuters.
Die Alpenrepublik habe bei der US-Ratingagentur Standard & Poor's zwar die Bestnote AAA vor rund einem Jahr, beim Konkurrenten Moody's verfüge das Land aber immer noch über das Top-Rating. Versicherungen und Pensionsfonds würden im Zuge der Schuldenkrise teils sogar negative Renditen in Kauf nehmen, um in solche als sicher geltende Anlagen zu investieren.
Die Zinsen für die österreichische Anleihe mit einer Laufzeit bis 2022 seien am Dienstag zum ersten Mal seit knapp einem Jahr wieder gestiegen und hätten durchschnittlich bei 1,838 Prozent nach 1,7 Prozent im vergangenen Dezember gelegen. (09.01.2013/alc/n/a)


