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Union Investment stellt "5-Punkte-Programm" für Anleihe-Investoren vor - Anleihenews
13.03.17 12:13
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Anleiheinvestoren sind verwöhnt, denn über 30 Jahre lang gingen die Renditen beständig zurück, so die Experten von "FONDS professionell".
Nun habe dieser Langfristtrend gedreht, der Rentenmarkt werde schwieriger. Gleichzeitig biete die Anlageklasse weiter Chancen - wenn man ein paar Dinge beachte, meine Stephan Hirschbrich, Leiter Rates bei Union Investment.
Hier seien die fünf Tipps von Union-Investment-Experte Stephan Hirschbrich:
1. Renditen steigen - Duration short
Der Bullenmarkt bei Renten gehe zu Ende, 2017 werde das Jahr der endgültigen Trendwende. Erste Schritte hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik sowie das in allen wichtigen Wirtschaftsräumen gleichzeitig anziehende Wachstum seien die Basis dafür. Deshalb steht uns nicht gleich ein scharfer Zinsanstieg ins Haus, so die Experten von "FONDS professionell". Die Experten würden zum Jahresende ein Renditeniveau von 2,8 Prozent bei zehnjährigen US-Treasuries erwarten, bei Bundesanleihen sollte der Wert auf 0,8 Prozent klettern. Renteninvestoren sollten daher ihre Zinssensitivität eher zurückfahren, in der Tendenz also "short duration" positioniert sein.
2. Inflationssorgen übertrieben - Inflationsschutz uninteressant
Die Inflation im Euroraum sei auf 2,0 Prozent gestiegen. Nun sei die Aufregung groß. Oft werde Anlegern der Kauf von Inflationsschutz über an die Teuerung gekoppelte Anleihen, sogenannte "inflation-linked bonds" empfohlen. Allerdings sei die Messe hier längst gelesen, zumindest in Europa. In den nächsten Monaten werde die Inflation eher abnehmen, da der aktuelle Anstieg vor allem in statistischen Basiseffekten begründet liege. Die Experten würden mit einer Inflation in der Eurozone von 1,3 Prozent für 2017 rechnen. Auf diesem Niveau seien "Linker" aktuell nicht interessant.
3. EZB tapere eher früher als später - Vorsicht in der Peripherie
Derzeit kaufe die Europäischen Zentralbank (EZB) Monat für Monat Anleihen über 60 Milliarden Euro auf. Darunter seien in erheblichem Maße Staatsanleihen aus den Ländern der Euro-Peripherie, die davon stark profitieren würden. Bei dem aktuellen Ankauftempo reiße die EZB aber spätestens Mitte 2018 die Schwellen, die der Europäische Gerichtshof ihr gesetzt habe. Dann wären die Käufe Staatsfinanzierung. Daher werde sie eher früher als später ihre Ankäufe drosseln. Politisch problembeladene Peripherieanleihen wären die großen Verlierer.
4. Dollarstärke halte nicht ewig - Zurückhaltung in der zweiten Jahreshälfte
Die hohe Zinsdifferenz zwischen den USA und dem Euroraum spreche aktuell für den US-Dollar. Auch die hohen politischen Unwägbarkeiten auf dem "alten Kontinent" - Stichwort Wahlen - würden auf der Gemeinschaftswährung lasten. Allerdings sollten beide Effekte im Jahresverlauf an Kraft verlieren. Nach einer anhaltenden Schwächephase im ersten Halbjahr könnte es dann in der zweiten Jahreshälfte zu einem Comeback des Euro kommen.
5. Alternativen gesucht - Nachrang- und Schwellenländeranleihen attraktiv
Hohe Renditeaufschläge würden in diesem Umfeld eines moderat anziehenden Zinsniveaus den besten Schutz vor Ertragslosigkeit und Substanzverlust bieten. Carry sei also King. Allerdings seien in den klassischen Spread-Segmenten die Risikoprämien verschwindend gering. Alternativen gebe es etwa im Nachrangbereich. Bei soliden Emittenten biete das untere Ende der Kapitalstruktur eine gute Mischung aus Sicherheit und Ertrag. Auch in den Emerging Markets könne man bei der Suche nach Rendite fündig werden. Gute Fundamentaldaten und die stabilen Rohstoffpreise würden den Sektor stützen. So lange der US-Dollar nicht durch die Decke gehe und in China kein Wachstumsunfall geschehe, dürfte den Emerging Markets ein erfolgreiches 2017 bevorstehen. (13.03.2017/alc/n/a)
Nun habe dieser Langfristtrend gedreht, der Rentenmarkt werde schwieriger. Gleichzeitig biete die Anlageklasse weiter Chancen - wenn man ein paar Dinge beachte, meine Stephan Hirschbrich, Leiter Rates bei Union Investment.
Hier seien die fünf Tipps von Union-Investment-Experte Stephan Hirschbrich:
1. Renditen steigen - Duration short
Der Bullenmarkt bei Renten gehe zu Ende, 2017 werde das Jahr der endgültigen Trendwende. Erste Schritte hin zu einer Normalisierung der Geldpolitik sowie das in allen wichtigen Wirtschaftsräumen gleichzeitig anziehende Wachstum seien die Basis dafür. Deshalb steht uns nicht gleich ein scharfer Zinsanstieg ins Haus, so die Experten von "FONDS professionell". Die Experten würden zum Jahresende ein Renditeniveau von 2,8 Prozent bei zehnjährigen US-Treasuries erwarten, bei Bundesanleihen sollte der Wert auf 0,8 Prozent klettern. Renteninvestoren sollten daher ihre Zinssensitivität eher zurückfahren, in der Tendenz also "short duration" positioniert sein.
2. Inflationssorgen übertrieben - Inflationsschutz uninteressant
3. EZB tapere eher früher als später - Vorsicht in der Peripherie
Derzeit kaufe die Europäischen Zentralbank (EZB) Monat für Monat Anleihen über 60 Milliarden Euro auf. Darunter seien in erheblichem Maße Staatsanleihen aus den Ländern der Euro-Peripherie, die davon stark profitieren würden. Bei dem aktuellen Ankauftempo reiße die EZB aber spätestens Mitte 2018 die Schwellen, die der Europäische Gerichtshof ihr gesetzt habe. Dann wären die Käufe Staatsfinanzierung. Daher werde sie eher früher als später ihre Ankäufe drosseln. Politisch problembeladene Peripherieanleihen wären die großen Verlierer.
4. Dollarstärke halte nicht ewig - Zurückhaltung in der zweiten Jahreshälfte
Die hohe Zinsdifferenz zwischen den USA und dem Euroraum spreche aktuell für den US-Dollar. Auch die hohen politischen Unwägbarkeiten auf dem "alten Kontinent" - Stichwort Wahlen - würden auf der Gemeinschaftswährung lasten. Allerdings sollten beide Effekte im Jahresverlauf an Kraft verlieren. Nach einer anhaltenden Schwächephase im ersten Halbjahr könnte es dann in der zweiten Jahreshälfte zu einem Comeback des Euro kommen.
5. Alternativen gesucht - Nachrang- und Schwellenländeranleihen attraktiv
Hohe Renditeaufschläge würden in diesem Umfeld eines moderat anziehenden Zinsniveaus den besten Schutz vor Ertragslosigkeit und Substanzverlust bieten. Carry sei also King. Allerdings seien in den klassischen Spread-Segmenten die Risikoprämien verschwindend gering. Alternativen gebe es etwa im Nachrangbereich. Bei soliden Emittenten biete das untere Ende der Kapitalstruktur eine gute Mischung aus Sicherheit und Ertrag. Auch in den Emerging Markets könne man bei der Suche nach Rendite fündig werden. Gute Fundamentaldaten und die stabilen Rohstoffpreise würden den Sektor stützen. So lange der US-Dollar nicht durch die Decke gehe und in China kein Wachstumsunfall geschehe, dürfte den Emerging Markets ein erfolgreiches 2017 bevorstehen. (13.03.2017/alc/n/a)


