Umsatzstark: Nachrangiger Bond der Deutschen Bank - Anleihenews


09.05.16 08:30
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Nachdem die Geschäfte bei der Deutschen Bank im Januar und Februar so schlecht wie lange nicht mehr gelaufen waren, hatten alle einen Verlust für das erste Quartal erwartet, so die Börse Stuttgart.

Überraschend habe das Bankhaus aber einen Gewinn von 236 Millionen Euro erwirtschaftet. Analysten hätten im Mittel mit einem Verlust von 300 Millionen Euro gerechnet. Der tiefere Blick in die Bilanz zeige, dass es wirklich schlecht gelaufen sei und die Turbulenzen an den Kapitalmärkten ihre Spuren hinterlassen hätten. Der Gewinn sei um 58 Prozent gefallen. Die gesamten Einnahmen seien weggebrochen, insbesondere wegen des schwachen Investmentbankings.

Die Erträge seien um 22 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro gesunken, was den schwierigen Finanzmärkten geschuldet sei. Durch Drehen an der Kostenschraube habe das schwache Geschäft teilweise ausgeglichen werden können. So habe die Bank deutlich weniger Rückstellungen für Rechtsrisiken oder neuerliche Abschreibungen gebildet. Die Kosten für Rechtsstreitigkeiten seien in den ersten drei Monaten des Jahres 1,4 Milliarden Euro niedriger als im ersten Quartal 2015 gewesen. Daher seien die Aufwendungen insgesamt um 17 Prozent zurückgegangen.

Die bis Februar 2025 laufende Tieranleihe (ISIN DE000DB7XJJ2 / WKN DB7XJJ) der Deutschen Bank habe mit dem überraschenden Quartalsgewinn zunächst einen Kursanstieg auf 94,90 Prozent verzeichnet. In der Handelswoche sei es im Sog der schwachen Commerzbank-Bilanz mit dem Kurs bergab gegangen. Aktuell notiere der mit einem Kupon von 2,75 Prozent ausgestattete Bond bei 93,0 Prozent, was einer Rendite von 3,58 Prozent entspreche und führe die Liste der häufigsten Trades bei Unternehmensanleihen an der Börse Stuttgart an. (Ausgabe 17 vom 06.05.2016) (09.05.2016/alc/n/a)