Erweiterte Funktionen

US-Anleihen verzeichnen Abschläge


03.11.11 15:15
anleihencheck.de

New York (anleihencheck.de) - US-Staatsanleihen zeigen am heutigen Donnerstag kurz nach Börseneröffnung schwächere Tendenzen.

Die Krise in Griechenland spitzt sich zu. So wird inzwischen über einen Rücktritt von Ministerpräsident Papandreou und eine neue Regierung spekuliert, sowie darüber, dass Athen die umstrittene Volksabstimmung gar nicht durchführen kann.

Fünfjährige Staatsanleihen rentieren aktuell mit 0,93 Prozent über dem Vortagesniveau (0,88 Prozent). Bei zehnjährigen US-Staatsanleihen liegt die Rendite derzeit bei 2,06 Prozent und damit ebenfalls über dem Vortagesniveau (1,98 Prozent). Bei den viel beachteten 30-jährigen Staatsanleihen liegt die Rendite bei 3,11 Prozent, im Vergleich zu 3,01 Prozent am Vortag.

Die US-Produktivität hat sich im dritten Quartal 2011 erhöht. Demnach kletterte die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 3,1 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Anstieg um 2,8 Prozent prognostiziert, nachdem im zweiten Quartal 2011 ein Minus von revidiert 0,1 (vorläufig: -0,7) Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten sanken im Vorquartalsvergleich um 2,4 Prozent, gegenüber einem Zuwachs um revidiert 2,8 (vorläufig: 3,3) Prozent im zweiten Quartal.

Daneben hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 29. Oktober 2011 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 9.000 auf 397.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 401.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 402.000 auf 406.000 nach oben korrigiert.

In den USA werden heute noch die Industrieaufträge und der ISM-Dienstleistungsindex erwartet. Gute Konjunkturmeldungen lösen an den Rentenmärkten in der Regel bei steigenden Renditen fallende Kurse aus. (03.11.2011/alc/m/a)