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Solaranbieter HEP leidet unter schlechter Marktstimmung - Anleihenews


02.07.25 11:30
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - Der schwäbische Anbieter von Solarinvestments HEP Global meldet, dass mehrere Projektverkäufe, die für 2024 vorgesehen waren, in dieses Jahr verschoben werden mussten, so die Experten von "FONDS professionell".

Das habe empfindliche Auswirkungen auf die Gesamtleistung des Konzerns gehabt, die sich von 91 Millionen Euro im Vorjahr auf 46,5 im Jahr 2024 nahezu halbiert habe. Entsprechend sei das Konzernjahresergebnis von 1,8 auf minus 9,1 Millionen Euro geschrumpft.

Das Marktumfeld sei insgesamt anspruchsvoller geworden, begründe der New-Energy-Spezialist den Ergebnisrückgang. In den USA, wo HEP neben Deutschland, Kanada und Japan aktiv sei, habe die Präsidentschaftswahl für gestiegene Unsicherheiten gesorgt. Teile der Anleihe HEP Opportunity I seien bereits Ende 2023 zur Rückzahlung fällig gewesen, HEP habe aber eine Verlängerungsoption um ein Jahr gehabt.

Seit Ende 2024 stehe die Rückzahlung samt aufgelaufener Verzinsung allerdings aus. HEP habe vergangene Woche die Anleger auf die zweite Jahreshälfte 2026 vertröstet. Bereits am 18. Mai 2026 sei eine 2021 begebene Unternehmensanleihe über 25 Millionen Euro zur Rückzahlung fällig, 2028 ein zweiter "Green Bond" mit einem Volumen von rund 22 Millionen Euro. Für Anfang Juli dieses Jahres habe HEP den Vertriebsstart eines European Long-Term Investment Fund (ELTIF) angekündigt.

Für das laufende Jahr erwarte HEP eine Besserung der Verhältnisse. Durch die Verschiebung von Projektverkäufen komme es zum einen zu Aufholeffekten, zum anderen legten strategische Maßnahmen wie die stärkere Fokussierung auf die HEP-Zielmärkte außerhalb der USA und eine Verschiebung von Projektentwicklung zu Bestandshaltung zu einer Ergebnissteigerung.

"Die Verwerfungen in den USA durch die Wahl und neue Administration haben uns alle auf eine harte Probe gestellt – nicht zuletzt auch unsere Investoren", erkläre HEP-Finanzchef Thomas Tschirf. "Aber erstens erwarten wir mittelfristig eine klare Normalisierung und sind sehr optimistisch, die Projektverkäufe sukzessive nachholen zu können. Zweitens bleibt es unsere feste Überzeugung, dass die USA auch langfristig eine wichtige Säule in unserer Wachstumsstrategie sein wird", sage Tschirf. (News vom 01.07.2025) (02.07.2025/alc/n/a)