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Schatz-Auktion wenig Rendite, hohe Nachfrage?
18.01.12 09:47
BayernLB
München (anleihencheck.de) - Die gestrige 6M Bill Auktion der EFSF verlief erfolgreich mit einer nahezu unveränderten bid/cover ratio von 3,1, so die Analysten der BayernLB.
Der durchschnittliche Zins habe bei 0,266% gelegen. Die Auktion sei gemeinhin als erster Test gesehen worden, nachdem die EFSF am Montag ihr Top-Rating bei S&P verloren habe. Allerdings dürfe nicht übersehen werden, dass das Kurzfrist-Rating bei allen drei Rating-Agenturen immer noch die Höchstnote besitze. Weitere Geldmarktauktionen von Spanien, Belgien und Griechenland seien ebenfalls zufrieden stellend verlaufen.
Zudem hätten die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland einen überraschend deutlichen Anstieg um 32,2 auf -21,6 Punkte verzeichnet. Allerdings sollte der gestrige Anstieg eher als eine Normalisierung der zuvor übermäßig pessimistischen Einschätzungen gesehen werden. Papademos habe mit einem Gesetz für einen Forderungsverzicht gedroht, sollte mit den Banken nicht bald eine Einigung über eine Verlustbeteiligung erfolgen. Er glaube aber an eine baldige Einigung. Die Weltbank habe ihren Wachstumsausblick für 2012 und 2013 deutlich auf 2,5% (zuvor: 3,6%) bzw. 3,1% gesenkt. Einer der Hauptgründe sei die europäische Schuldenkrise. Die Analysten würden die Märkte in Wartestellung bezüglich Ratifizierung der Gipfelbeschlüsse und Fortschritte der PSI-Verhandlungen in Griechenland sehen.
Die Industrieproduktion dürfte von einer spürbaren Ausweitung im Verarbeitenden Gewerbe profitiert haben. Im November hätten die Überflutungen in Thailand zu einer Knappheit bei Zulieferteilen geführt, was vor allem in der Auto- und Elektroindustrie Produktionsausfälle zur Folge gehabt habe. Für Dezember zeige der Anstieg der geleisteten Arbeitsstunden einen Gegeneffekt an. Allerdings sei die Witterung ungewöhnlich mild gewesen, was zu einem geringeren Heizbedarf und damit wohl zu einem Rückgang der Energieproduktion um gut 2% gegenüber Vormonat geführt habe. (18.01.2012/alc/m/a)
Der durchschnittliche Zins habe bei 0,266% gelegen. Die Auktion sei gemeinhin als erster Test gesehen worden, nachdem die EFSF am Montag ihr Top-Rating bei S&P verloren habe. Allerdings dürfe nicht übersehen werden, dass das Kurzfrist-Rating bei allen drei Rating-Agenturen immer noch die Höchstnote besitze. Weitere Geldmarktauktionen von Spanien, Belgien und Griechenland seien ebenfalls zufrieden stellend verlaufen.
Zudem hätten die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland einen überraschend deutlichen Anstieg um 32,2 auf -21,6 Punkte verzeichnet. Allerdings sollte der gestrige Anstieg eher als eine Normalisierung der zuvor übermäßig pessimistischen Einschätzungen gesehen werden. Papademos habe mit einem Gesetz für einen Forderungsverzicht gedroht, sollte mit den Banken nicht bald eine Einigung über eine Verlustbeteiligung erfolgen. Er glaube aber an eine baldige Einigung. Die Weltbank habe ihren Wachstumsausblick für 2012 und 2013 deutlich auf 2,5% (zuvor: 3,6%) bzw. 3,1% gesenkt. Einer der Hauptgründe sei die europäische Schuldenkrise. Die Analysten würden die Märkte in Wartestellung bezüglich Ratifizierung der Gipfelbeschlüsse und Fortschritte der PSI-Verhandlungen in Griechenland sehen.
Die Industrieproduktion dürfte von einer spürbaren Ausweitung im Verarbeitenden Gewerbe profitiert haben. Im November hätten die Überflutungen in Thailand zu einer Knappheit bei Zulieferteilen geführt, was vor allem in der Auto- und Elektroindustrie Produktionsausfälle zur Folge gehabt habe. Für Dezember zeige der Anstieg der geleisteten Arbeitsstunden einen Gegeneffekt an. Allerdings sei die Witterung ungewöhnlich mild gewesen, was zu einem geringeren Heizbedarf und damit wohl zu einem Rückgang der Energieproduktion um gut 2% gegenüber Vormonat geführt habe. (18.01.2012/alc/m/a)


