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Rudolf Wöhrl: Schutzschirmverfahren! Drohende Insolvenz soll abgewendet werden
07.09.16 08:50
Anleihen Finder
Brechen (www.anleihencheck.de) - Keine guten Nachrichten aus Nürnberg! Die Rudolf Wöhrl AG wird nach eigenen Angaben unverzüglich den Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens beim Amtsgericht Nürnberg stellen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Durch diesen Schritt sollten die laufende Restrukturierung und Neuausrichtung des Textilhandelsunternehmens im Rahmen der Eigenverwaltung verstärkt und beschleunigt werden, berichte das Modehaus.
Das Schutzschirmverfahren sei kein Insolvenzantrag. Der Schutzschirm biete dem Unternehmen die Möglichkeit, innerhalb von drei Monaten die Sanierung der Gruppe über einen Sanierungsplan vorzubereiten. In dieser Phase sei Wöhrl vor Zwangsmaßnahmen der Gläubiger geschützt und weiterhin voll handlungsfähig. Der Vorstand bleibe im Amt und führe die Sanierung in Eigenverwaltung durch. Allerdings werde ein vom Gericht bestimmter Sachwalter die Einhaltung der insolvenzrechtlichen Vorschriften in dem Verfahren überwachen.
Noch im Juli habe das Unternehmen nach einem starken Kurseinbruch der Anleihe gegenüber der Anleihen Finder Redaktion von "nicht existenzgefährdeten Sachverhalten" gesprochen. Das sehe nun allerdings anders aus.
Andreas E. Mach neuer CEO
Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Andreas E. Mach sei mit sofortiger Wirkung zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft bestellt worden. "Unser Ziel ist es, die Gruppe als Ganzes zu erhalten", so Mach. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Olivier Wöhrl werde im Vorstand in der neu geschaffenen Funktion des Chief Strategic Officer unverändert verantwortlich für die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells bleiben.
Zudem sei Rechtsanwalt Dr. Christian Gerloff, Partner der Kanzlei Gerloff Liebler Rechtsanwälte in München, zum Vorstandsmitglied und Chief Restructuring Officer (CRO) ernannt worden: "Durch die vorausschauende Nutzung des Schutzschirms kann Wöhrl die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen nun wesentlich schneller und konsequenter umsetzen, um dadurch so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Traditionsunternehmen mit schlanken Strukturen und einem wieder klaren Profil eine feste Größe im deutschen Modehandel bleiben wird."
Sanierungsplan
Eine Vielzahl von Maßnahmen zur Kostenreduktion sowie zur Umsatz- und Ertragssteigerung sollten nun identifiziert werden, die während der bis zu dreimonatigen Schutzschirmphase konkretisiert und teilweise bereits umgesetzt werden sollten. Ziel sei es, die Wöhrl Gruppe zu erhalten und nachhaltig in die Profitabilität zurückzuführen.
Hinweis: Außer für die Rudolf Wöhrl AG als Obergesellschaft der Wöhrl Gruppe werde auch für die 100-prozentige Tochtergesellschaft Rudolf Wöhrl, das Haus der Markenkleidung GmbH & Co. KG, Nürnberg, die Eröffnung des Schutzschirmverfahrens beantragt.
Investorensuche
Zur erforderlichen weiteren Stärkung der Kapitalbasis laufe für die Rudolf Wöhrl AG derzeit eine strukturierte Investorensuche. Auch die Eigentümerfamilie Gerhard Wöhrl habe in diesem Zusammenhang ihre Bereitschaft zu einer unternehmerischen Partnerschaft erklärt, gegebenenfalls auch als Minderheitsgesellschafter, berichte das Unternehmen.
INFO: Es sei geplant, dass die operativen Geschäfte in den 34 Modehäusern der Gruppe ohne Einschränkungen während des Schutzschirmverfahrens weiterlaufen würden.
Wöhrl-Anleihe rutsche ab
Nach Bekanntgabe der Meldung in der Nacht zu Dienstag sei der Kurswert der Wöhrl-Anleihe rapide gefallen. Die Anleihe habe gestern noch bei 78 Prozent notiert, liege nun aber nur noch bei 40 Prozent (Stand: 06.09.2016, 10 Uhr), Tendenz weiter fallend.
ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe 2013/18 der Rudolf Wöhrl AG habe ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro und sei mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 6,50 Prozent ausgestattet. Der in Frankfurt gelistete Minibond werde im Februar 2018 fällig.
Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 06.09.2016) (07.09.2016/alc/n/a)
Durch diesen Schritt sollten die laufende Restrukturierung und Neuausrichtung des Textilhandelsunternehmens im Rahmen der Eigenverwaltung verstärkt und beschleunigt werden, berichte das Modehaus.
Das Schutzschirmverfahren sei kein Insolvenzantrag. Der Schutzschirm biete dem Unternehmen die Möglichkeit, innerhalb von drei Monaten die Sanierung der Gruppe über einen Sanierungsplan vorzubereiten. In dieser Phase sei Wöhrl vor Zwangsmaßnahmen der Gläubiger geschützt und weiterhin voll handlungsfähig. Der Vorstand bleibe im Amt und führe die Sanierung in Eigenverwaltung durch. Allerdings werde ein vom Gericht bestimmter Sachwalter die Einhaltung der insolvenzrechtlichen Vorschriften in dem Verfahren überwachen.
Noch im Juli habe das Unternehmen nach einem starken Kurseinbruch der Anleihe gegenüber der Anleihen Finder Redaktion von "nicht existenzgefährdeten Sachverhalten" gesprochen. Das sehe nun allerdings anders aus.
Andreas E. Mach neuer CEO
Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Andreas E. Mach sei mit sofortiger Wirkung zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft bestellt worden. "Unser Ziel ist es, die Gruppe als Ganzes zu erhalten", so Mach. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Olivier Wöhrl werde im Vorstand in der neu geschaffenen Funktion des Chief Strategic Officer unverändert verantwortlich für die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells bleiben.
Zudem sei Rechtsanwalt Dr. Christian Gerloff, Partner der Kanzlei Gerloff Liebler Rechtsanwälte in München, zum Vorstandsmitglied und Chief Restructuring Officer (CRO) ernannt worden: "Durch die vorausschauende Nutzung des Schutzschirms kann Wöhrl die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen nun wesentlich schneller und konsequenter umsetzen, um dadurch so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Traditionsunternehmen mit schlanken Strukturen und einem wieder klaren Profil eine feste Größe im deutschen Modehandel bleiben wird."
Sanierungsplan
Hinweis: Außer für die Rudolf Wöhrl AG als Obergesellschaft der Wöhrl Gruppe werde auch für die 100-prozentige Tochtergesellschaft Rudolf Wöhrl, das Haus der Markenkleidung GmbH & Co. KG, Nürnberg, die Eröffnung des Schutzschirmverfahrens beantragt.
Investorensuche
Zur erforderlichen weiteren Stärkung der Kapitalbasis laufe für die Rudolf Wöhrl AG derzeit eine strukturierte Investorensuche. Auch die Eigentümerfamilie Gerhard Wöhrl habe in diesem Zusammenhang ihre Bereitschaft zu einer unternehmerischen Partnerschaft erklärt, gegebenenfalls auch als Minderheitsgesellschafter, berichte das Unternehmen.
INFO: Es sei geplant, dass die operativen Geschäfte in den 34 Modehäusern der Gruppe ohne Einschränkungen während des Schutzschirmverfahrens weiterlaufen würden.
Wöhrl-Anleihe rutsche ab
Nach Bekanntgabe der Meldung in der Nacht zu Dienstag sei der Kurswert der Wöhrl-Anleihe rapide gefallen. Die Anleihe habe gestern noch bei 78 Prozent notiert, liege nun aber nur noch bei 40 Prozent (Stand: 06.09.2016, 10 Uhr), Tendenz weiter fallend.
ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe 2013/18 der Rudolf Wöhrl AG habe ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro und sei mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 6,50 Prozent ausgestattet. Der in Frankfurt gelistete Minibond werde im Februar 2018 fällig.
Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 06.09.2016) (07.09.2016/alc/n/a)


