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Rendite zehnjähriger Bundesanleihe erstmals negativ
14.06.16 12:55
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Den 14. Juni 2016 werden Anleihe-Investoren im Gedächtnis behalten, so die Experten von "FONDS professionell".
Grund: Die Rendite der viel beachteten zehnjährigen Bundesanleihe sei erstmals unter null Prozent gefallen. Für Börsianer sei das ein historischer Schritt.
So sehe Anlagenotstand aus: Seit Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), die Leitzinsen auf Sturzkurs geschickt habe, würden auch die Anleiherenditen fallen. Unwägbare Ereignisse wie die Sitzungen der US-Notenbank und der Bank of Japan in dieser Woche sowie das Brexit-Referendum in der kommenden Woche würden zurzeit noch mehr Anleger in Anleihen erstklasiger Staatsschuldner treiben als sonst. Folge: Dort würden die Kurse steigen, im Gegenzug würden die Renditen sinken.
Diese Entwicklung habe nun einen neuen vorläufigen Höhepunkt erreicht: Die Rendite der deutschen Bundesanleihe mit zehn Jahren Laufzeit sei am Dienstagmorgen kurz vor 9:30 Uhr erstmals in ihrer Geschichte unter null Prozent gefallen. Die zehnjährige Bundesanleihe gelte seit gefühlten Ewigkeiten als die entscheidende Benchmark für die langfristigen Kapitalmarktzinsen im Euro-Raum. Außerdem beziehe sich der wichtigste europäische Anleiheterminkontrakt - der Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) - auf diese Bundesanleihe. Deshalb sorge deren Rekordtief für Aufsehen bei Investoren - auch wenn schon länger Bundesanleihen mit einer Laufzeit von bis zu neun Jahren im negativen Bereich rentieren würden. Die Spanne reiche dabei von minus 0,4 Prozent für zweijährige bis minus 0,1 Prozent für neunjährige Papiere.
Gründe für die steigenden Kurse und fallenden Renditen gebe es viele. Allen voran sei es die Politik der Europäischen Zentralbank. "Die EZB heizt die Rally an", meine Harvinder Sian, Zinsstratege bei der US-Bank Citi, gegenüber dem Handdelsblatt. Im April habe die EZB ihr seit März 2015 laufendes Anleihekaufprogramm um monatlich 20 Milliarden auf 80 Milliarden Euro erhöht. Dabei kaufe die EZB vor allem Staatsanleihen. Seit dem 8. Juni greife sie auch bei Schuldtiteln von Unternehmen zu. Zudem habe sie den Leitzins auf null Prozent gesenkt und dazu den Einlagenzins auf minus 0,4 Prozent heruntergesetzt. Banken, die über Nacht Geld bei der Notenbank anlegen würden, würden somit eine Strafgebühr zahlen. (14.06.2016/alc/n/a)
Grund: Die Rendite der viel beachteten zehnjährigen Bundesanleihe sei erstmals unter null Prozent gefallen. Für Börsianer sei das ein historischer Schritt.
Diese Entwicklung habe nun einen neuen vorläufigen Höhepunkt erreicht: Die Rendite der deutschen Bundesanleihe mit zehn Jahren Laufzeit sei am Dienstagmorgen kurz vor 9:30 Uhr erstmals in ihrer Geschichte unter null Prozent gefallen. Die zehnjährige Bundesanleihe gelte seit gefühlten Ewigkeiten als die entscheidende Benchmark für die langfristigen Kapitalmarktzinsen im Euro-Raum. Außerdem beziehe sich der wichtigste europäische Anleiheterminkontrakt - der Bund-Future (ISIN DE0009652644/ WKN 965264) - auf diese Bundesanleihe. Deshalb sorge deren Rekordtief für Aufsehen bei Investoren - auch wenn schon länger Bundesanleihen mit einer Laufzeit von bis zu neun Jahren im negativen Bereich rentieren würden. Die Spanne reiche dabei von minus 0,4 Prozent für zweijährige bis minus 0,1 Prozent für neunjährige Papiere.
Gründe für die steigenden Kurse und fallenden Renditen gebe es viele. Allen voran sei es die Politik der Europäischen Zentralbank. "Die EZB heizt die Rally an", meine Harvinder Sian, Zinsstratege bei der US-Bank Citi, gegenüber dem Handdelsblatt. Im April habe die EZB ihr seit März 2015 laufendes Anleihekaufprogramm um monatlich 20 Milliarden auf 80 Milliarden Euro erhöht. Dabei kaufe die EZB vor allem Staatsanleihen. Seit dem 8. Juni greife sie auch bei Schuldtiteln von Unternehmen zu. Zudem habe sie den Leitzins auf null Prozent gesenkt und dazu den Einlagenzins auf minus 0,4 Prozent heruntergesetzt. Banken, die über Nacht Geld bei der Notenbank anlegen würden, würden somit eine Strafgebühr zahlen. (14.06.2016/alc/n/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,6225 € | 125,371 € | 0,2515 € | +0,20% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 132,00 € | 124,26 € | |
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie


