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Mittelstandsanleihen: German Pellets ist pleite - Anleihenews
12.02.16 08:50
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Die massiv über Privatanleger finanzierte German Pellets GmbH hat Insolvenz angemeldet, so die Experten von "FONDS professionell".
Der Gang zum zuständigen Amtsgericht komme für die Investoren nicht überraschend. Denn das in Wismar ansässige Unternehmen könne, wie schon länger bekannt sei, eine in wenigen Wochen fällige Anleihe nicht zurückzahlen. Eine für 10. Februar angesetzte Gläubigerversammlung habe German Pellets am Tag davor ohne Angabe von Gründen kurzfristig abgesagt.
German Pellets sei ein Brennstoff-Hersteller (Holzpellets und Holzhackschnitzel), der in den Jahren 2011, 2013 und 2014 jeweils fünf Jahre laufende Anleihen ausgegeben habe. Die Schuldverschreibungen seien ebenso wie zwei Genussrechte und ein Genussschein stark über den freien Finanzvertrieb abgesetzt worden. Die Laufzeit der Anleihe 2011/2016 ende am 31. März 2016. Das Volumen dieser Anleihe betrage nach Unternehmensangaben 80 Millionen Euro. Zum 30. Juni 2015 habe German Pellets insgesamt Verbindlichkeiten aus Anleihen in Höhe von 226,4 Millionen Euro gehabt.
Die börsengelisteten Anleihen seien in kleiner Stückelung á 1.000 Euro und mit einem Kupon von 7,25 Prozent verkauft worden. German Pellets habe die Laufzeit der Anleihe 2011/2016 um zwei Jahre verlängern und den Zins auf 5,25 Prozent senken wollen. Dieses Zugeständnis der Gläubiger sollte mit einer erstrangigen Besicherung durch 50 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Schuldnerin, der German Pellets GmbH, abgesichert werden.
Das Unternehmen habe die auslaufende Anleihe durch die Anleihe 2014/2019 und einen im vorigen Herbst emittierten Genussschein refinanzieren wollen. German Pellets habe nach eigenen Angaben die Verbindlichkeiten aus der 2011er Anleihe bis Ende 2015 auf 52 Millionen Euro reduzieren können. Außerdem habe German Pellets im Sommer vorigen Jahres Genussrechte aufgelegt, deren Vertrieb vor kurzem eingestellt worden sei. Das Emissionsvolumen habe zehn bis maximal 15 Millionen Euro betragen, wobei die Mindestbeteiligung diesmal bei 3.000 Euro gelegen habe.
Das norddeutsche Unternehmen habe bereits 2010 eine Genussrechtstranche platziert. Damals hätten nach Angaben von German Pellets über 3.000 Anleger Genussrechte im Volumen von 42 Millionen Euro gezeichnet. Die Laufzeit habe fünf Jahre betragen und demzufolge im vorigen Jahr geendet. Ob die Anleger das Genussrechtkapital zurückerhalten würden und überdies die versprochenen Zinsen gezahlt worden seien, sei derzeit nicht bekannt. Von 30. Juni 2015 bis 30. September 2015 sei das in der Bilanz eingestellte Genussrechtskapital der German Pellets Gruppe von 37,7 auf 44 Millionen Euro gestiegen. (News vom 10.02.2016) (12.02.2016/alc/n/a)
Der Gang zum zuständigen Amtsgericht komme für die Investoren nicht überraschend. Denn das in Wismar ansässige Unternehmen könne, wie schon länger bekannt sei, eine in wenigen Wochen fällige Anleihe nicht zurückzahlen. Eine für 10. Februar angesetzte Gläubigerversammlung habe German Pellets am Tag davor ohne Angabe von Gründen kurzfristig abgesagt.
Die börsengelisteten Anleihen seien in kleiner Stückelung á 1.000 Euro und mit einem Kupon von 7,25 Prozent verkauft worden. German Pellets habe die Laufzeit der Anleihe 2011/2016 um zwei Jahre verlängern und den Zins auf 5,25 Prozent senken wollen. Dieses Zugeständnis der Gläubiger sollte mit einer erstrangigen Besicherung durch 50 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Schuldnerin, der German Pellets GmbH, abgesichert werden.
Das Unternehmen habe die auslaufende Anleihe durch die Anleihe 2014/2019 und einen im vorigen Herbst emittierten Genussschein refinanzieren wollen. German Pellets habe nach eigenen Angaben die Verbindlichkeiten aus der 2011er Anleihe bis Ende 2015 auf 52 Millionen Euro reduzieren können. Außerdem habe German Pellets im Sommer vorigen Jahres Genussrechte aufgelegt, deren Vertrieb vor kurzem eingestellt worden sei. Das Emissionsvolumen habe zehn bis maximal 15 Millionen Euro betragen, wobei die Mindestbeteiligung diesmal bei 3.000 Euro gelegen habe.
Das norddeutsche Unternehmen habe bereits 2010 eine Genussrechtstranche platziert. Damals hätten nach Angaben von German Pellets über 3.000 Anleger Genussrechte im Volumen von 42 Millionen Euro gezeichnet. Die Laufzeit habe fünf Jahre betragen und demzufolge im vorigen Jahr geendet. Ob die Anleger das Genussrechtkapital zurückerhalten würden und überdies die versprochenen Zinsen gezahlt worden seien, sei derzeit nicht bekannt. Von 30. Juni 2015 bis 30. September 2015 sei das in der Bilanz eingestellte Genussrechtskapital der German Pellets Gruppe von 37,7 auf 44 Millionen Euro gestiegen. (News vom 10.02.2016) (12.02.2016/alc/n/a)


