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LBBW bringt Bonitätsanleihen in neuer Verpackung - Anleihenews


20.03.17 12:18
FONDS professionell

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bietet die ersten Bonitätsanleihen an, die nach einem neuen branchenweiten Standard emittiert werden, so die Experten von "FONDS professionell".

Die jetzt zur Zeichnung angebotenen Zertifikate würden sich daher "Bonitätsabhängige Schuldverschreibungen" nennen. Sie würden sich auf die Kreditwürdigkeit von DAX-Konzernen wie Allianz, BASF und Daimler beziehen und bei Laufzeiten von fünf oder sieben Jahren eine Verzinsung zwischen 0,5 und 1,0 Prozent pro Jahr bieten, wie "Die Welt" berichte.

Die Namensänderung hänge mit der Selbstverpflichtung der Emittenten auf verschärfte Regeln für den Verkauf der umstrittenen Papiere zusammen. Hintergrund: Die Finanzaufsicht BaFin habe vergangenen Sommer gedroht, Bonitätsanleihen mit einem generellen Vertriebsverbot zu belegen. Dem sei die Branche zuvorgekommen.

Diese in diesem Zusammenhang aufgestellten zehn Grundsätze sähen zum einen neue Namen für die Papiere vor. Die BaFin habe kritisiert, dass der Namensbestandteil "Anleihe" Sicherheit vorgaukele, obwohl die Papiere hoch riskant seien. Das so genannte Kreditereignis, von dessen Nicht- Eintritt die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals abhänge, beziehe sich nicht nur auf eine Insolvenz des zugrunde liegenden Unternehmens. Auch Restrukturierungen von Verbindlichkeiten würden dazu zählen, was das Risiko eines Kapitalverlustes enorm erhöhe.

Weiter sollten die Zertifikate nur noch an vermögendere, risikobereite und vor allem gut informierte Anleger verkauft werden, die die Mechanismen der Produkte verstünden. All diese Verpflichtungen zusammengenommen dürften den Absatzmarkt für diese Papiere stark schrumpfen lassen. (20.03.2017/alc/n/a)