Karlsberg mit deutlichen Umsatzeinbußen im ersten Halbjahr 2017 - Anleihe 2016/21 notiert bei 107,5 Prozent


23.08.17 12:00
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Die Karlsberg Brauerei GmbH hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatzrückgang von 19,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zu beklagen, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

So hätten die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Berichtszeitraum lediglich bei 64,8 Millionen Euro gelegen. Der Rückgang resultiere im Wesentlichen aus dem strategisch forcierten Abbau ertragsschwacher Handelsmarkengeschäfte im europäischen Ausland (insgesamt minus 17,7 Millionen Euro). Hinzu sei ein außerplanmäßiger Rückgang der Export-Umsätze außerhalb Europas um 3,4 Millionen Euro gekommen, insbesondere aufgrund eines beeinträchtigten Asien-Geschäfts infolge von temporären Containerengpässen und erhöhten Frachtraten, berichte Karlsberg.

Periodenergebnis schrumpfe auf 0,1 Millionen Euro

Das Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern (EBITDA) sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hätten mit 7,1 Millionen Euro respektive 2,3 Millionen Euro im Berichtszeitraum ebenfalls unter Vorjahresniveau gelegen (8,6 Millionen Euro bzw. 4,1 Millionen Euro). Begründet sei das insbesondere durch die Umstellungseffekte nach dem gezielten Mengenverzicht und dem beeinträchtigten Asien-Geschäft. Der Periodenüberschuss zum Halbjahr sei entsprechend von 1,7 auf 0,1 Millionen Euro gesunken. Die EBITDA-Marge sei hingegen von 10,2 auf 10,9% gestiegen.

Ausblick Gesamtjahr 2017

Das Karlsberg-Management gehe von einer stabilen Ertragsentwicklung im Markengeschäft mit zusätzlichen Chancen durch Produktneueinführungen und Preiserhöhungen im zweiten Halbjahr aus. Auch eine leichte Erholung des Export-Geschäfts werde erwartet. Der Mengenabbau des ertragsschwachen Handelsmarkengeschäfts sei weitestgehend umgesetzt, wobei sich die Kostenmaßnahmen im zweiten Halbjahr zunehmend positiv auswirken würden.

Für das Gesamtjahr 2017 werde neben einem deutlich reduzierten Umsatz aufgrund der beschriebenen Sonderfaktoren auch ein rückläufiges EBITDA und EBIT erwartet. Die EBIT-Marge werde noch unter dem Vorjahreswert liegen, womit die Prognose nach unten angepasst werde. Allerdings werde nach wie vor eine verbesserte EBITDA-Marge erwartet.

"Unsere Strategie zur nachhaltigen Verbesserung der Ertragskraft unserer Brauerei werden wir weiter konsequent fortsetzen. Wir haben bereits große Fortschritte bei der Umsetzung erzielt und werden in der zweiten Jahreshälfte von weiteren Kosteneinsparungen profitieren", so Christian Weber, Generalbevollmächtigter der Karlsberg Brauerei KG Weber.

Anleihe notiere bei 107,5 Prozent

ANLEIHE CHECK: Im April 2016 sei die zweite Anleihe 2016/21 der Karlsberg Brauerei GmbH begeben worden. Gleich am ersten Tag der Zeichnungsphase habe das maximale Volumen von 40 Millionen Euro platziert werden können. Der jährliche Zinskupon des Bonds liege bei 5,25 Prozent. Aktuell notiere die Anleihe bei 107,50 Prozent (Stand: 23. August 2017).

INFO: Die Karlsberg Brauerei, eine der größten deutschen Brauereigruppen in Familienbesitz, sei neben dem klassischen Biersegment auch in den Segmenten alkoholfreie Biere und Biermischgetränke sehr gut aufgestellt. Die strategischen Marken Karlsberg, Gründel's alkoholfrei und Mixery seien in ihren Absatzgebieten Marktführer.

Den kompletten Beitrag zusammen mit dem vollständigen Halbjahresabschluss der Karlsberg Brauerei finden Sie hier. (23.08.2017/alc/n/a)