Erweiterte Funktionen
KFM-Unternehmens-Barometer: PCC SE als "attraktiv (positiver Ausblick)" bewertet - Anleihenews
02.04.19 12:30
KFM Deutsche Mittelstand AG
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Unternehmens-Barometer zu der PCC SE kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, das Unternehmen weiterhin als "attraktiv (positiver Ausblick)" (4,5 von 5 möglichen Sternen) einzustufen.
PCC sei eine international tätige Unternehmensgruppe mit Sitz in Duisburg, die in drei Sparten tätig sei: Chemie, Energie und Logistik. In 18 Ländern beschäftige die PCC heute mehr als 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung der PCC-Gruppe im Jahr 1993 habe sich das Unternehmen vom Rohstoffhändler zu einem der führenden Chemieproduzenten in Polen entwickelt.
Hauptumsatzträger der PCC-Gruppe sei mit ihren fünf Segmenten die Chemiesparte mit einem Umsatzanteil von rund 85% im Jahr 2018. Die wesentliche Beteiligung sei die an der Warschauer Börse gelistete PCC Rokita S.A., an der die PCC SE weiterhin mit einem Anteil von etwa 85% beteiligt sei. Die PCC Rokita SA betreibe in der Nähe von Wrocław (Breslau) eines der größten Chemiewerke Polens. Es würden Polyole, Chlor und Kunststoffadditive produziert, die unter anderem in der Automobil-, Möbel- und Kunststoffindustrie eingesetzt würden. Die weitere Beteiligung PCC Exol SA stelle Tenside her, die unter anderem in Haushalts- und Industriechemikalien, in der Textil-, Kunststoff- und Industriereinigung sowie der Metallverarbeitung Anwendung finden würden.
Im Energiesektor konzentriere sich die PCC auf den Betrieb von Kraftwerken. Nach Abschluss der Entwicklungs- und Bauphase würden über den langjährigen Betrieb der Werke nachhaltig stabile Erträge generiert. Das Anlagenportfolio umfasse im Wesentlichen Industrie-KWK-Anlagen, die der Versorgung der eigenen Chemiewerke dienen und so die Wertschöpfungstiefe der PCC-Gruppe erhöhen würden. Darüber hinaus würden im geringeren Umfang Kleinwasserkraftwerke im südosteuropäischen Raum betrieben.
Im Segment Logistik würden der intermodale Containertransport, Straßentransport und die Waggonvermietung zusammengefasst. Hauptumsatzträger sei die PCC Intermodal S.A., die zu Polens führenden Anbietern von intermodalen Containertransporten zähle und fünf eigene Containerterminals, u.a. am Standort des Chemiewerks der PCC Rokita S.A., betreibe.
Das Segment Chlor habe dank der erfreulichen Absatzmengen und der hohen Preise für das Folgeprodukt Natronlauge einen Umsatzanstieg von 56% verzeichnen können (157,1 Mio. Euro / 2017: 100,9 Mio. Euro). Die Ende 2016 in Betrieb gegangene Produktionsanlage für hochreine Monochloressigsäure (MCAA) habe ebenfalls einen positiven Beitrag dazu liefern können. Die Anlage verlängere die Wertschöpfungskette im Chlor-Bereich und diene gleichzeitig als Ausgangsstoff für den Tenside-Bereich.
Der Regelbetrieb der Siliziummetall-Produktionsanlage in Island, deren Bau im September 2015 begonnen habe, solle nun im zweiten Quartal 2019 aufgenommen werden. Die Anlage werde seit Start der Inbetriebnahme Ende April 2018 mit Quarzit aus dem konzerneigenen Steinbruch in Polen versorgt. Der Reduktionsprozess zu Siliziummetall sei sehr energieaufwendig. Somit rechne sich der Transport wegen der überaus günstigen Strompreise in Island. Der Logistikaufwand werde auch bzgl. der CO2-Emissionen weit überkompensiert, denn die Anlage werde umweltfreundlich zu 100% durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Geothermie versorgt. Die Endabnahme der Anlage habe sich teils wetterbedingt und u.a. auch aufgrund von Schwierigkeiten bei der Rohstoffzuführung und der Kommissionierung und Verpackung der Fertigprodukte verzögert. Zur Finanzierung des Projektes seien sowohl die KfW IPEX-Bank als auch isländische Pensionsfonds sowie eine isländische Bank gewonnen worden.
Die PCC SE sei mit einem Anteil von 86,5% an der Projektgesellschaft und Anlagenbetreiberin PCC BakkiSilicon hf beteiligt. Bereits vor Baubeginn sei die Jahresproduktion von über 32.000 t bereits größtenteils an drei namhafte deutsche Adressen mit langlaufenden Lieferverträgen verkauft gewesen. Somit seien die unternehmerischen Risiken auf der Einkaufs- und Absatzseite begrenzt. Siliziummetall werde in der chemischen Industrie verwendet etwa zur Herstellung von Silikonen oder Aluminiumlegierungen. Es werde zudem für die Produktion von Photovoltaikmodulen eingesetzt.
Im Rahmen eines 50/50-Joint-Ventures mit einem russischen Kooperationspartner sei etwa 180 km südlich von Moskau ein Werk zur Produktion von hochreinem Dimethylether (DME) in Aerosol-Qualität errichtet worden. Die Anlage habe Mitte Dezember 2018 erfolgreich in Betrieb genommen werden können.
Daneben seien weitere Investitionen in Prozesse und Maschinen erfolgt, um die Kapazitäten in allen Segmenten auszubauen bzw. zu optimieren. Wenngleich die Investitionsprojekte nicht im Einzelnen benannt würden, würden diese sowohl zum kontinuierlichen Wachstum und Erfolg der PCC aus finanzieller Sicht als auch unter Nachhaltigkeitskriterien beitragen.
Im Jahr 2018 habe der PCC-Konzern seine Rentabilität nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich steigern können. Die EBITDA-Marge habe auf ca. 13% (Vj.: ca. 11%) erhöht werden können. Das Konzern-EBITDA für das Jahr 2018 sei um 33,8% von 73,8 Mio. Euro auf 98,8 Mio. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen. Der Umsatz habe trotz Schwankungen an den Rohstoffmärkten und internationalen Handelskonflikten im Gesamtjahr 2018 auf 781,3 Mio. Euro (Vorjahr: 683,2 Mio. Euro) gesteigert werden können. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) habe sich mit 40,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (13,6 Mio.Euro) verdreifacht.
Die Investitionen hätten sich von 101,4 Mio. Euro auf 168,8 Mio. Euro im Jahr 2018 erhöht und neben Fremdfinanzierung zu einem Teil aus dem Cashflow des operativen Geschäftes finanziert werden können.
Die Nettoverschuldungsquote des PCC-Konzerns in Bezug zum EBITDA habe sich auf den Faktor 7,7 (Vj: 8,6) verringert. Mittelfristiges Ziel der PCC-Gruppe sei es, den Verschuldungsgrad weiter zu reduzieren und damit die Kapitalstruktur in der Zukunft deutlich zu verbessern.
Trotz erhöhter Bilanzsumme sei die Eigenkapitalquote mit rund 13% nahezu unverändert (Eigenkapital 31.12.2018: 152,1 Mio. Euro / 31.12.2017: 139,1 Mio. Euro). Es sei allerdings zu berücksichtigen, dass die PCC-Gruppe über große stille Reserven verfüge. Diese würden sich aus der Bewertung ihrer Beteiligungen (zum Teil börsennotiert wie die polnische Tocher PCC Rokita SA) ergeben, die aufgrund der Vollkonsolidierung nicht im Konzernabschluss, sondern lediglich im Einzelabschluss der PCC SE transparent seien.
Auf aktueller Kursbasis würden sich allein bei den börsennotierten Beteiligungen stille Reserven im dreistelligen Millionen-Bereich ergeben. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Investitionen und der Reduzierung des Fremdkapitals dürfte sich die ausgewiesene Eigenkapitalquote in den kommenden Jahren signifikant bessern. Bei der PCC SE, die als langfristig orientierter Investor auch in den kommenden Jahren eine intensive Investitionstätigkeit plane, werde diese Kennzahl daher allerdings auch künftig Schwankungen unterlegen sein.
Mit Fertigstellung und Inbetriebnahme der Siliziummetall-Anlage in Island und mit der Inbetriebnahme der DME-Produktionsanlage in Russland seien unter anderem gute Voraussetzungen für eine weiterhin positive Ergebnisentwickung für das Jahr 2019 geschaffen worden.
Insgesamt werde das Geschäftsmodell der PCC konsequent weiterentwickelt und die Ertragskraft verbessert. Die PCC-Gruppe werde nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG in den kommenden Jahren die Eigenkapitalquote steigern und damit die Bonität weiterhin verbessern.
Aufgrund der hohen Solidität durch die vorhandenen stillen Reserven sowie der konsequenten Weiterentwicklung der PCC und der damit einhergehenden erwarteten Steigerung der Ertragskraft bewerten wir das Unternehmen weiterhin als "attraktiv (positiver Ausblick)" (4,5 von 5 möglichen Sternen), so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (02.04.2019/alc/n/a)
PCC sei eine international tätige Unternehmensgruppe mit Sitz in Duisburg, die in drei Sparten tätig sei: Chemie, Energie und Logistik. In 18 Ländern beschäftige die PCC heute mehr als 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung der PCC-Gruppe im Jahr 1993 habe sich das Unternehmen vom Rohstoffhändler zu einem der führenden Chemieproduzenten in Polen entwickelt.
Hauptumsatzträger der PCC-Gruppe sei mit ihren fünf Segmenten die Chemiesparte mit einem Umsatzanteil von rund 85% im Jahr 2018. Die wesentliche Beteiligung sei die an der Warschauer Börse gelistete PCC Rokita S.A., an der die PCC SE weiterhin mit einem Anteil von etwa 85% beteiligt sei. Die PCC Rokita SA betreibe in der Nähe von Wrocław (Breslau) eines der größten Chemiewerke Polens. Es würden Polyole, Chlor und Kunststoffadditive produziert, die unter anderem in der Automobil-, Möbel- und Kunststoffindustrie eingesetzt würden. Die weitere Beteiligung PCC Exol SA stelle Tenside her, die unter anderem in Haushalts- und Industriechemikalien, in der Textil-, Kunststoff- und Industriereinigung sowie der Metallverarbeitung Anwendung finden würden.
Im Energiesektor konzentriere sich die PCC auf den Betrieb von Kraftwerken. Nach Abschluss der Entwicklungs- und Bauphase würden über den langjährigen Betrieb der Werke nachhaltig stabile Erträge generiert. Das Anlagenportfolio umfasse im Wesentlichen Industrie-KWK-Anlagen, die der Versorgung der eigenen Chemiewerke dienen und so die Wertschöpfungstiefe der PCC-Gruppe erhöhen würden. Darüber hinaus würden im geringeren Umfang Kleinwasserkraftwerke im südosteuropäischen Raum betrieben.
Im Segment Logistik würden der intermodale Containertransport, Straßentransport und die Waggonvermietung zusammengefasst. Hauptumsatzträger sei die PCC Intermodal S.A., die zu Polens führenden Anbietern von intermodalen Containertransporten zähle und fünf eigene Containerterminals, u.a. am Standort des Chemiewerks der PCC Rokita S.A., betreibe.
Das Segment Chlor habe dank der erfreulichen Absatzmengen und der hohen Preise für das Folgeprodukt Natronlauge einen Umsatzanstieg von 56% verzeichnen können (157,1 Mio. Euro / 2017: 100,9 Mio. Euro). Die Ende 2016 in Betrieb gegangene Produktionsanlage für hochreine Monochloressigsäure (MCAA) habe ebenfalls einen positiven Beitrag dazu liefern können. Die Anlage verlängere die Wertschöpfungskette im Chlor-Bereich und diene gleichzeitig als Ausgangsstoff für den Tenside-Bereich.
Der Regelbetrieb der Siliziummetall-Produktionsanlage in Island, deren Bau im September 2015 begonnen habe, solle nun im zweiten Quartal 2019 aufgenommen werden. Die Anlage werde seit Start der Inbetriebnahme Ende April 2018 mit Quarzit aus dem konzerneigenen Steinbruch in Polen versorgt. Der Reduktionsprozess zu Siliziummetall sei sehr energieaufwendig. Somit rechne sich der Transport wegen der überaus günstigen Strompreise in Island. Der Logistikaufwand werde auch bzgl. der CO2-Emissionen weit überkompensiert, denn die Anlage werde umweltfreundlich zu 100% durch Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Geothermie versorgt. Die Endabnahme der Anlage habe sich teils wetterbedingt und u.a. auch aufgrund von Schwierigkeiten bei der Rohstoffzuführung und der Kommissionierung und Verpackung der Fertigprodukte verzögert. Zur Finanzierung des Projektes seien sowohl die KfW IPEX-Bank als auch isländische Pensionsfonds sowie eine isländische Bank gewonnen worden.
Die PCC SE sei mit einem Anteil von 86,5% an der Projektgesellschaft und Anlagenbetreiberin PCC BakkiSilicon hf beteiligt. Bereits vor Baubeginn sei die Jahresproduktion von über 32.000 t bereits größtenteils an drei namhafte deutsche Adressen mit langlaufenden Lieferverträgen verkauft gewesen. Somit seien die unternehmerischen Risiken auf der Einkaufs- und Absatzseite begrenzt. Siliziummetall werde in der chemischen Industrie verwendet etwa zur Herstellung von Silikonen oder Aluminiumlegierungen. Es werde zudem für die Produktion von Photovoltaikmodulen eingesetzt.
Daneben seien weitere Investitionen in Prozesse und Maschinen erfolgt, um die Kapazitäten in allen Segmenten auszubauen bzw. zu optimieren. Wenngleich die Investitionsprojekte nicht im Einzelnen benannt würden, würden diese sowohl zum kontinuierlichen Wachstum und Erfolg der PCC aus finanzieller Sicht als auch unter Nachhaltigkeitskriterien beitragen.
Im Jahr 2018 habe der PCC-Konzern seine Rentabilität nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich steigern können. Die EBITDA-Marge habe auf ca. 13% (Vj.: ca. 11%) erhöht werden können. Das Konzern-EBITDA für das Jahr 2018 sei um 33,8% von 73,8 Mio. Euro auf 98,8 Mio. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen. Der Umsatz habe trotz Schwankungen an den Rohstoffmärkten und internationalen Handelskonflikten im Gesamtjahr 2018 auf 781,3 Mio. Euro (Vorjahr: 683,2 Mio. Euro) gesteigert werden können. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) habe sich mit 40,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (13,6 Mio.Euro) verdreifacht.
Die Investitionen hätten sich von 101,4 Mio. Euro auf 168,8 Mio. Euro im Jahr 2018 erhöht und neben Fremdfinanzierung zu einem Teil aus dem Cashflow des operativen Geschäftes finanziert werden können.
Die Nettoverschuldungsquote des PCC-Konzerns in Bezug zum EBITDA habe sich auf den Faktor 7,7 (Vj: 8,6) verringert. Mittelfristiges Ziel der PCC-Gruppe sei es, den Verschuldungsgrad weiter zu reduzieren und damit die Kapitalstruktur in der Zukunft deutlich zu verbessern.
Trotz erhöhter Bilanzsumme sei die Eigenkapitalquote mit rund 13% nahezu unverändert (Eigenkapital 31.12.2018: 152,1 Mio. Euro / 31.12.2017: 139,1 Mio. Euro). Es sei allerdings zu berücksichtigen, dass die PCC-Gruppe über große stille Reserven verfüge. Diese würden sich aus der Bewertung ihrer Beteiligungen (zum Teil börsennotiert wie die polnische Tocher PCC Rokita SA) ergeben, die aufgrund der Vollkonsolidierung nicht im Konzernabschluss, sondern lediglich im Einzelabschluss der PCC SE transparent seien.
Auf aktueller Kursbasis würden sich allein bei den börsennotierten Beteiligungen stille Reserven im dreistelligen Millionen-Bereich ergeben. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Investitionen und der Reduzierung des Fremdkapitals dürfte sich die ausgewiesene Eigenkapitalquote in den kommenden Jahren signifikant bessern. Bei der PCC SE, die als langfristig orientierter Investor auch in den kommenden Jahren eine intensive Investitionstätigkeit plane, werde diese Kennzahl daher allerdings auch künftig Schwankungen unterlegen sein.
Mit Fertigstellung und Inbetriebnahme der Siliziummetall-Anlage in Island und mit der Inbetriebnahme der DME-Produktionsanlage in Russland seien unter anderem gute Voraussetzungen für eine weiterhin positive Ergebnisentwickung für das Jahr 2019 geschaffen worden.
Insgesamt werde das Geschäftsmodell der PCC konsequent weiterentwickelt und die Ertragskraft verbessert. Die PCC-Gruppe werde nach Einschätzung der KFM Deutsche Mittelstand AG in den kommenden Jahren die Eigenkapitalquote steigern und damit die Bonität weiterhin verbessern.
Aufgrund der hohen Solidität durch die vorhandenen stillen Reserven sowie der konsequenten Weiterentwicklung der PCC und der damit einhergehenden erwarteten Steigerung der Ertragskraft bewerten wir das Unternehmen weiterhin als "attraktiv (positiver Ausblick)" (4,5 von 5 möglichen Sternen), so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (02.04.2019/alc/n/a)


