KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 7,25%-Hylea-Anleihe als "attraktiv" bewertet - Anleihenews


30.01.19 12:00
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 7,25%-Anleihe der Hylea Group S.A. mit Laufzeit bis zum 01.12.2022 kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Das 1884 von Friedrich Hecker gegründete Familienunternehmen werde seit 2017 in der Hylea Group S.A. mit Sitz in Luxemburg zusammengefasst. Die Geschäftstätigkeit bestehe aktuell aus der Produktion und der internationalen Vermarktung von Paranüssen, Wildkakao und anderen Spezialitäten des Regenwaldes im Amazonasbecken (südamerikanischer Regenwald).

Hylea engagiere sich dabei ausschließlich in Geschäftsfeldern und Projekten mit nachhaltiger Waldwirtschaft und sehe sich hohen Corporate Social Responsibility (CSR) Standards verpflichtet. Die exklusive Zusammenarbeit mit dem WWF in dieser Region unterstreiche diesen Umstand zusätzlich. Seit Gründung 1884 handele Hylea mit Naturkautschuk und seit 1919 mit Paranüssen in höchster Bio-Qualität. Sie beliefere alle großen Paranussmärkte in den USA und in Europa.

Die in Deutschland ansässige Tochtergesellschaft Hylea Food AG mit Sitz in Mönchengladbach/Köln organisiere und überwache die Vertriebsaktivitäten für den deutschsprachigen Raum. Die biozertifizierten Naturprodukte würden an namhafte Hersteller der Lebensmittelindustrie und an die wichtigsten deutschen Supermarktketten geliefert. Der Marktanteil in Deutschland betrage bereits jetzt ca. 80%. Zu den namhaften Kunden zähle u.a. die Supermarktkette REWE. Damit habe der für Ende 2019 geplante Vertriebserfolg vollumfänglich bereits Ende 2018 erreicht werden können.

Die von der Hylea Group produzierten Naturprodukte würden der Premium-Qualität zugeordnet und seien Bio- und FairTrade-zertifiziert. Derzeit bemühe man sich um die BRC Global Standard-Zertifizierung, die die weltweite Vermarktung zulasse. Hier seien insbesondere Korea und China im Fokus. Zu diesem Zweck würden sich zwei neue Tochterunternehmen/Niederlassungen in der Gründungsphase, die Hylea Foods AG in UK (London) und China (Shanghai) befinden. Zudem beschäftige sich die Hylea Foods AG aktuell mit der Gewinnung und Herstellung von Paranussöl u.a. für die Kosmetik-Branche sowie die Gewinnung von konzentriertem Eiweiß aus der Paranuss. Dies verspreche ein noch margenträchtigeres Geschäft am Rande zu werden.

Die Hylea Group sei im März 2018 für ihre wertvollen Beiträge zu den weltweiten UN-Nachhaltigkeitszielen durch die führende Nachhaltigkeits-Ratingagentur imug ausgezeichnet worden. imug rating sei eine der bedeutendsten deutschen Nachhaltigkeits-Ratingagenturen und seit mehr als 20 Jahren auf dem Markt für nachhaltige Finanzanlagen präsent. Die Hylea Group habe die Analysten vor allem durch ihre zahlreichen gut durchdachten Aktivitäten in Bolivien überzeugt.

Neben dem Schutz des Regenwaldes würden insbesondere die Maßnahmen zur Beschäftigung und Ausbildung der Menschen vor Ort zur positiven Nachhaltigkeitswirkung beitragen. Mit dem Absatz ihrer Produkte über die Hylea Foods AG besitze die Hylea Group die vollständige Rückverfolgbarkeit und Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette und verbessere damit die Gewinnmarge für die Unternehmensgruppe. Aktuell sei mit Unterstützung des Schweizer Branchenführers Bühler Group ein Partner gefunden worden, mit dessen Unterstützung eine Produktionssoftware für eine vollautomatisierte Produktionsfabrik in Fortaleza (Bolivien) in Betrieb habe genommen werden können.

Die entwickelte Produktionssoftware gewährleiste eine umfassende Rückverfolgung der verpackten Paranüsse bis hin zu deren Erntezeitpunkt und Ort der Ernte. Die bis April 2019 laufende Erntesaison werde am Ende voraussichtlich eine Menge von ca. 170 Full Container (FCL) hervorbringen. Zur Sicherstellung der neuen Prozesse wurde bzw. wird das Management in Bolivien um drei Personen erweitert, so die KFM Deutsche Mittelstand AG.

Dem Familienunternehmen sei es seit 2011 erfolgreich gelungen, die Wertschöpfungskette vollständig zu schließen und die Profitabilität zu steigern. Die Einhaltung international anerkannter Standards garantiere, dass Hylea nach höchsten ökologischen und sozialen Prinzipien produziere. Die Emittentin plane ihre Umsatzerlöse nach aktueller Planung von derzeit 14,44 Mio. Euro bis 2020 auf rund 35 Mio. Euro auszuweiten. Die Bonitätskennziffern zum Zinsdeckungsgrad (EBITDA/interest coverage 4,9), der Verschuldung des Unternehmens (Total Net Debt/EBITDA 3,5) und die bilanzielle Eigenkapitalquote von derzeit 31,8% lägen auch nach Anleiheemission über dem Anforderungskatalog der Empfehlung der Börse Frankfurt.

Bis 2020 solle die bilanzielle Eigenkapitalquote auf ca. 40% gesteigert werden. Die Planbilanzen und die Planungsrechnungen für die kommenden Jahre seien mit Hilfe einer der führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften aufgestellt worden. Die Anleihemittel würden für den Ankauf, die Produktion und den Verkauf der Bioprodukte verwendet und damit der aufgebauten geschlossenen Wertschöpfungskette folgen.

Die im Dezember 2017 emittierte Mittelstandsanleihe der Hylea Group S.A. sei mit einem Zinskupon von 7,25% p.a. (Zinstermin halbjährlich am 01. Juni und 01. Dezember) ausgestattet und habe eine fünfjährige Laufzeit bis zum 01.12.2022. Die Anleihe habe ein Gesamtvolumen von bis zu 20 Mio. Euro, wovon aktuell knapp 18 Mio. Euro platziert worden seien und die Mindeststückelung liege bei 100.000 Euro. Die Anleihe werde an den Börsenplätzen Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München, Hamburg, gettex und tradegate zu Kursen zwischen 100% und 101% gehandelt. In den Anleihebedingungen seien keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten nach Wahl der Emittentin vorgesehen. Die Emittentin verpflichte sich zur Einhaltung einer Eigenkapitalquote von 31,8% und einem halbjährlichen Reporting.

Das Geschäftsmodell werde bereits in der vierten Generation erfolgreich umgesetzt und sei 2018 von der weltweit führenden Nachhaltigkeitsratingagentur mit "sehr gut" beurteilt worden. Die vollständige Übernahme der Wertschöpfungskette sei mit einer Margenausweitung und der Verbesserung der Profitabilität verbunden. Die Zinszahlungen würden durch den operativen Cashflow gedeckt. Die Kennziffern zu Verschuldung, Zinsdeckung und Eigenkapital würden plangemäß die empfohlenen Anforderungen der Börse Frankfurt übererfüllen. Aufgrund der Verpflichtung zur Einhaltung der Eigenkapitalquote von 31,8% und der erwarteten Verbesserung auf ca. 40% in Verbindung mit dem sehr guten IMUG Rating und der Rendite auf Endfälligkeit in Höhe von 7,20% p.a. (Kurs von 100,58% am 29.01.2019) wird die 7,25%-Hylea-Anleihe weiterhin als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (30.01.2019/alc/n/a)





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