KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 5,50%-UBM Development-Hybrid-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" bewertet


15.07.19 12:30
KFM Deutsche Mittelstand AG

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer zu der 5,50%-Hybrid-Anleihe (ISIN XS1785474294 / WKN A19W3Z) der UBM Development AG kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) einzustufen.

Die Ursprünge der UBM Development AG (UBM) würden auf den 1873 unter dem Namen "Union-Baumaterialien-Gesellschaft" gegründeten Ziegelhersteller zurückgehen. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sei die Transformation vom Ziegelhersteller zum Immobilienentwickler erfolgt. Die Immobilien-Entwicklungskompetenz sei in den letzten Jahrzehnten sukzessive vom Ursprung in Wien auf die Kernmärkte Österreich, Deutschland und Polen sowie weitere europäische Länder ausgeweitet worden. Dabei beschäftige sich UBM mit dem gesamten Spektrum rund um das Thema Immobilie. Dies umfasse sowohl die Neubauentwicklung als auch Stadt- und Baulandentwicklungen größerer Flächenareale sowie die Umnutzung und Revitalisierung von Objekten. Das Unternehmen fokussiere sich auf die Objektklassen Hotel, Büro und Wohnen. Dabei profitiere das Unternehmen von der eigenen internen Immobilienentwicklung im Haus, welche die komplette Objektentwicklung allein planen und umsetzen könne.

Insbesondere der Wechsel vom Bestandhalter zum fast ausschließlichen Projektentwickler habe sich für die UBM ausgezahlt. So habe sich die UBM innerhalb weniger Jahre mit mehr als 52 realisierten Projekten zum Marktführer für Hotelentwicklung in Europa etabliert. Nach Verkauf einer Immobilie schließe die UBM in der Regel Pachtverträge mit dem Käufer und organisiere daraufhin selbstständig den Hotelbetrieb. Das Geschäftsmodell der UBM Development AG werde von imug | ratibg als frei von ESG-Risiken eingeschätzt.

Die UBM Development AG habe im Geschäftsjahr 2018 an die positive Performance auf Seiten der Ertragslage im Vorjahr anknüpfen können. Durch den enormen Anstieg des Geschäfts, insbesondere durch gezielte Verkäufe innerhalb des Jahres 2018, hätten die Umsatzerlöse von 364,7 Mio. Euro im Jahr 2017 um 41% auf 514,0 Mio. Euro im Jahr 2018 gesteigert werden können. Daraus ergebe sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 55,5 Mio. Euro, was einen Anstieg von über 10,1% im Vergleich zu 2017 bedeute. Insbesondere die Eigenkapitalquote habe durch einen Abbau von Verbindlichkeiten aufgrund eines positiven Free Cashflows (operativer Cashflow nach Abzug der zahlungswirksamen Investitionen) auf nunmehr 35,3% (Vorjahr 31,4%) verbessert werden können.

Auch für 2019 gehe UBM trotz zurückhaltender Ergebnisse im 1. Quartal von einem starken Jahr aus. Dabei sei zu berücksichtigen, dass sich insbesondere bei Immobilienentwicklern die Projekte über längere Zeiträume erstrecken würden und der Großteil der Umsatzerlöse erst bei Veräußerung der Immobilien fließe. Alles in allem befinde sich die UBM auch für 2019 in einer sehr guten Ausgangslage, um die Guidance zu erreichen und ein weiteres stabiles und ertragsreiches Jahr zu realisieren.

Auch langfristig könne das Unternehmen im Bereich der Projektentwicklung weiterwachsen. Insbesondere die große Projektpipeline für die nächsten Jahre (2019 bis 2022) in Höhe von 1,8 Mrd. Euro zeige, dass Umsatzerlöse und damit verbundene Erträge auch in Zukunft realisiert werden könnten. Die in vielen Projekten abgeschlossenen Forward Verträge mit den Käufern würden die Planungssicherheit erhöhen und insbesondere das Risiko kurzfristiger Liquiditätsengpässe vermindern.

Gestützt werde diese positive Entwicklung darüber hinaus von dem weiterhin von der EZB niedrig gehaltenen Zinsniveau und der enormen Nachfrage am Immobilienmarkt. Dieser Rückenwind werde auch in Zukunft das Geschäft der UBM Development AG tragen und es könne davon ausgegangen werden, dass die Projektpipeline auch über das Jahr 2022 hinaus weiterhin gut gefüllt sei.

Die im März 2018 emittierte tief nachrangige und unbesicherte Hybrid-Anleihe der UBM Development AG mit unendlicher Laufzeit sei mit einem Zinskupon von 5,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 01.03.) ausgestattet. Ab dem ersten Rückzahlungstag am 01.03.2023 werde die Anleihe mit dem 5-Jahres Mid-Swapsatz + 10,02% p.a. verzinst. Die Emittentin könne Zinszahlungen aussetzen. Im Rahmen der Emission seien 100 Mio. Euro mit einer Stückelung von 100.000 Euro platziert worden.

Die UBM Development AG habe sich über die letzten Jahre hinweg zum führenden Hotelprojektentwickler in Europa entwickelt. Dabei verfüge das Unternehmen über ein erfahrenes Management mit großem Know-how innerhalb der Immobilienbranche. UBM verfüge über eine stabile Ertragslage und das große Volumen an zukünftigen Projekten, primär in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und Polen zeige, dass diese positive Entwicklung weiter anhalte und man auch über die nächsten Jahre hinweg mit weiterhin positiven Ergebnissen von Seiten des Unternehmens rechnen könne. In Verbindung mit der Rendite von 6,04% p.a. (auf Kursbasis 98,25% am 12.07.2019 bis zum 1. Rückzahlungstag 01.03.2023) wird die 5,50%-Hybrid-Anleihe als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) bewertet, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (15.07.2019/alc/n/a)