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Japan will ESM-Anleihen und Euro-Bonds kaufen
08.01.13 13:51
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Japans Finanzminister Taro Aso hat am Dienstag vor Journalisten in Tokio angekündigt, dass Japan ESM-Anleihen und in Euro emittierte Staatsanleihen kaufen will - das Volumen stehe noch nicht fest, so die Experten von "FONDS professionell".
Wie Bloomberg berichtet habe, wolle Japan nach Aussage von Aso mit dieser Strategie den JPY schwächen und Europa stützen. Finanziert würden die Käufe aus japanischen Devisenreserven. "Die Finanzstabilität in Europa wird dazu beitragen, die Wechselkurse zu stabilisieren, auch den JPY. Auf Basis dieser Einschätzung plant Japan den Kauf von ESM-Anleihen", so Aso. Mit dieser Maßnahme nehme Ministerpräsident Shinzo Abe zudem der Kritik von Handelspartnern wie den USA und Südkorea an seiner Wechselkurspolitik den Wind aus den Segelen - seit Mitte November habe der JPY zum USD rund acht Prozent abgewertet.
Am Dienstag plane der ESM die erste Auktion des neuen Jahres und werde Drei-Monats-Papiere im Umfang von rund zwei Mrd. Euro anbieten. Bereits vor einiger Zeit habe Japan den Europäern unter die Arme gegriffen: Nach Angaben des japanischen Finanzministeriums habe das Land EFSF-Anleihen in Höhe von sieben Mrd. Euro erworben - das seien zirka 6,7 Prozent des Gesamtemissionsvolumens.
Die Ankündigung des japanischen Anleihenkaufs habe beim Euro für Rückenwind gesorgt - die Gemeinschaftswährung habe zum JPY 0,5 Prozent gewonnen, sodass ein Euro für 114,44 JPY zu haben gewesen sei. Bei den Analysten habe diese Marktreaktion allerdings für ein wenig Verwunderung gesorgt. Wenn Tokio - wie angekündigt - seine Fremdwährungsreserven nutze, um ESM-Anleihen zu kaufen, dann gebe es gar keinen Grund dafür, dass der JPY zum Euro falle, habe Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz in einem Kommentar geschrieben. "Die Währungsreserven sind ja per Definition bereits in ausländischen Währungen. Ein Verkauf von JPY findet also überhaupt nicht statt." (08.01.2013/alc/n/a)
Wie Bloomberg berichtet habe, wolle Japan nach Aussage von Aso mit dieser Strategie den JPY schwächen und Europa stützen. Finanziert würden die Käufe aus japanischen Devisenreserven. "Die Finanzstabilität in Europa wird dazu beitragen, die Wechselkurse zu stabilisieren, auch den JPY. Auf Basis dieser Einschätzung plant Japan den Kauf von ESM-Anleihen", so Aso. Mit dieser Maßnahme nehme Ministerpräsident Shinzo Abe zudem der Kritik von Handelspartnern wie den USA und Südkorea an seiner Wechselkurspolitik den Wind aus den Segelen - seit Mitte November habe der JPY zum USD rund acht Prozent abgewertet.
Am Dienstag plane der ESM die erste Auktion des neuen Jahres und werde Drei-Monats-Papiere im Umfang von rund zwei Mrd. Euro anbieten. Bereits vor einiger Zeit habe Japan den Europäern unter die Arme gegriffen: Nach Angaben des japanischen Finanzministeriums habe das Land EFSF-Anleihen in Höhe von sieben Mrd. Euro erworben - das seien zirka 6,7 Prozent des Gesamtemissionsvolumens.
Die Ankündigung des japanischen Anleihenkaufs habe beim Euro für Rückenwind gesorgt - die Gemeinschaftswährung habe zum JPY 0,5 Prozent gewonnen, sodass ein Euro für 114,44 JPY zu haben gewesen sei. Bei den Analysten habe diese Marktreaktion allerdings für ein wenig Verwunderung gesorgt. Wenn Tokio - wie angekündigt - seine Fremdwährungsreserven nutze, um ESM-Anleihen zu kaufen, dann gebe es gar keinen Grund dafür, dass der JPY zum Euro falle, habe Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz in einem Kommentar geschrieben. "Die Währungsreserven sind ja per Definition bereits in ausländischen Währungen. Ein Verkauf von JPY findet also überhaupt nicht statt." (08.01.2013/alc/n/a)


