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Italienische Anleihen: Hohe Risikoaufschläge, Land im Generalstreik
06.09.11 17:29
anleihencheck.de
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die Renditen italienischer Anleihen bewegen sich nach wie vor auf hohem Niveau. Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt mit 5,46 Prozent, womit der Risikoaufschlag gegenüber entsprechenden deutschen Papieren 356 Basispunkte beträgt.
Der Risikoaufschlag der italienischen Anleihen übertrifft damit weiterhin den Spread spanischer Staatsanleihen, die zuletzt mit 5,21 Prozent rentierten.
Um dem zunehmenden Druck von Seiten der Finanzmärkte entgegenzuwirken, hatte Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi im August ein neues Sparprogramm über rund 45 Mrd. EUR angekündigt. Einige ursprünglich vorgesehene Bestandteile des Sparpakets, wie die so genannte "Reichensteuer" und eine Ausgabenkürzung in den Kommunen, wurden allerdings inzwischen wieder verworfen. Hieraufhin kamen an den Märkten erneut Zweifel am Sparwillen der Regierung Berlusconi auf.
Als sozial ungerecht bezeichnete die geplanten Sparmaßnahmen der italienische Gewerkschaftsbund CGIL, zumal die Einsparungen in erster Linie Geringverdiener betreffen würden. Der CGIL rief für heute zum landesweiten Generalstreik auf.
Wie gestern bekannt gegeben wurde, ist das italienische Handelsbilanzdefizit im Juli 2011 angewachsen. Laut der nationalen Statistikbehörde Istat kletterte der Passivsaldo beim Handel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union auf 315 Mio. EUR, nach einem Defizit von 232 Mio. EUR im Vorjahresmonat. Hierbei wuchsen die Exporte auf Jahressicht um 7,6 Prozent und die Importe um 8,0 Prozent an. (06.09.2011/alc/m/a)
Der Risikoaufschlag der italienischen Anleihen übertrifft damit weiterhin den Spread spanischer Staatsanleihen, die zuletzt mit 5,21 Prozent rentierten.
Als sozial ungerecht bezeichnete die geplanten Sparmaßnahmen der italienische Gewerkschaftsbund CGIL, zumal die Einsparungen in erster Linie Geringverdiener betreffen würden. Der CGIL rief für heute zum landesweiten Generalstreik auf.
Wie gestern bekannt gegeben wurde, ist das italienische Handelsbilanzdefizit im Juli 2011 angewachsen. Laut der nationalen Statistikbehörde Istat kletterte der Passivsaldo beim Handel mit Ländern außerhalb der Europäischen Union auf 315 Mio. EUR, nach einem Defizit von 232 Mio. EUR im Vorjahresmonat. Hierbei wuchsen die Exporte auf Jahressicht um 7,6 Prozent und die Importe um 8,0 Prozent an. (06.09.2011/alc/m/a)


