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Investoren informieren sich über Mittelständler
29.11.13 17:03
Börse Düsseldorf
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Am gestrigen Donnerstag hat die Börse Düsseldorf zum 1. Düsseldorfer Investorentag geladen, so das Unternehmen in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:
Der thematische Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf Mittelstandsanleihen. Unternehmenslenker von Bastei Lübbe, MT-Energie, Semper idem Underberg und Katjes International gaben den rund 75 anwesenden Investoren einen Zwischenstand über die aktuelle Entwicklung ihrer Unternehmen und ihre Zukunftsstrategien. Dirk Elberskirch, Vorsitzender des Vorstands der Börse Düsseldorf, sagte: "Unsere erste Investorenkonferenz bot eine gute Plattform für den Austausch von Emittenten und Investoren. Deutlich geworden ist, dass trotz aller Schwierigkeiten der Kapitalmarkt für die Unternehmen weiter wichtig und vor allem auch zugänglich ist."
Die Teilnehmer erhielten einen Überblick über die Unternehmen. Thomas Schierack, Vorsitzender des Vorstands von Bastei Lübbe, machte mit seiner Präsentation den Aufschlag. "Die Buchbranche entwickelt sich unabhängig von wirtschaftlichen Zyklen sehr stabil. Wir profitieren vor allem von der Entwicklung von E-Books, die aufgrund niedriger Kosten für Produktion, Lager und Vertrieb unsere Gewinnmargen erheblich verbessern. Insgesamt werden wir im laufenden Geschäftsjahr deutlich positive Erträge erzielen."
Ralf Brinkhoff, kaufmännischer Geschäftsführer von Semper idem Underberg, führte aus, wie das aus der Anleihe erzielte Kapital eingesetzt wurde: "Die Mittel wurden zur Rückführung bestehender Verbindlichkeiten sowie für Wachstumsinvestitionen im Bereich Innovation, Gastronomie sowie Internationalisierung verwendet. Vor allem im Export, hier insbesondere in Russland, sehen wir hohes Wachstumspotenzial." Er hob zudem das stabile Geschäftsmodell der Semper idem Underberg sowie die nachhaltige Ertrags- und Finanzkraft hervor.
Besonderen Respekt zollten die anwesenden Investoren Markus Niedermayer, Chef von MTEnergie. Der Kurs der Anleihe war zuletzt erheblich unter Druck geraten. Das hielt den Unternehmer nicht davon ab, Investoren Rede und Antwort zu stehen. "Dieses Jahr ist das Jahr der Restrukturierung. Wachstum können wir vor allem in Europa generieren und investieren derzeit in ausgewählte Projekte." Die weiteren Aussichten für das Unternehmen schilderte er verhalten positiv.
Tobias Bachmüller, geschäftsführender Gesellschafter von Katjes International, stellte in seinem Vortrag vor allem die Investitionen in die europäische Süßwarenbranche vor: "Süßigkeiten werden immer gegessen. Wir konnten in mehreren europäischen Ländern führende Markenanbieter übernehmen." Das stärke den Erfolgskurs von Katjes International, der Schwestergesellschaft des hierzulande bekannten Süßwarenherstellers.
In der abschließenden Podiumsdiskussion standen vor allem zwei Themen im Fokus: Qualität und Refinanzierung von Mittelstandsanleihen. Florian Weber, Vorstandsvorsitzender der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank AG, berichtete aus der Praxis: "Wir achten sehr auf Qualität. Es gibt Emittenten, die wir abgelehnt haben und die ein paar Wochen später woanders aufgetaucht sind."
Börsenchef Elberskirch bestätigte, dass auch die Börse Düsseldorf bereits Emittenten abgelehnt habe, die die hohen Anforderungen des mittelstandsmarktes nicht erfüllt hätten. Investor und ARTUS-Fondsmanager Marius Hoerner definierte den Begriff Qualität wie folgt: "Das Geschäftsmodell muss stimmen, um die Zinszahlung auch in eventuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewährleisten zu können. Wichtig ist auch ein erfahrener Emissionsbegleiter und eine offene Kommunikation."
Die anstehende Refinanzierungswelle von Mittelstandsanleihen bewertete Weber wie folgt: "Diese sehe ich als eine sehr große Klippe. Viele institutionelle Investoren sind in regem Kontakt mit den Unternehmen. Und wenn die Unternehmen nicht ein Jahr vor Ablauf der Anleihe ein plausibles Refinanzierungskonzept vorlegen können, besteht die Gefahr des vorzeitigen Ausstiegs dieser Investoren." Elberskirch empfahl den Unternehmen, bereits "zwei Jahre vor Ablauf mit der Vorbereitung zu beginnen. Mittelständler, die das Kapital richtig genutzt haben, haben dann auch gute Chancen sich erneut mit einer Anleihe zu finanzieren. Und das zu vielleicht sogar zu sehr günstigen Konditionen." (29.11.2013/alc/n/a)
Der thematische Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf Mittelstandsanleihen. Unternehmenslenker von Bastei Lübbe, MT-Energie, Semper idem Underberg und Katjes International gaben den rund 75 anwesenden Investoren einen Zwischenstand über die aktuelle Entwicklung ihrer Unternehmen und ihre Zukunftsstrategien. Dirk Elberskirch, Vorsitzender des Vorstands der Börse Düsseldorf, sagte: "Unsere erste Investorenkonferenz bot eine gute Plattform für den Austausch von Emittenten und Investoren. Deutlich geworden ist, dass trotz aller Schwierigkeiten der Kapitalmarkt für die Unternehmen weiter wichtig und vor allem auch zugänglich ist."
Die Teilnehmer erhielten einen Überblick über die Unternehmen. Thomas Schierack, Vorsitzender des Vorstands von Bastei Lübbe, machte mit seiner Präsentation den Aufschlag. "Die Buchbranche entwickelt sich unabhängig von wirtschaftlichen Zyklen sehr stabil. Wir profitieren vor allem von der Entwicklung von E-Books, die aufgrund niedriger Kosten für Produktion, Lager und Vertrieb unsere Gewinnmargen erheblich verbessern. Insgesamt werden wir im laufenden Geschäftsjahr deutlich positive Erträge erzielen."
Ralf Brinkhoff, kaufmännischer Geschäftsführer von Semper idem Underberg, führte aus, wie das aus der Anleihe erzielte Kapital eingesetzt wurde: "Die Mittel wurden zur Rückführung bestehender Verbindlichkeiten sowie für Wachstumsinvestitionen im Bereich Innovation, Gastronomie sowie Internationalisierung verwendet. Vor allem im Export, hier insbesondere in Russland, sehen wir hohes Wachstumspotenzial." Er hob zudem das stabile Geschäftsmodell der Semper idem Underberg sowie die nachhaltige Ertrags- und Finanzkraft hervor.
Tobias Bachmüller, geschäftsführender Gesellschafter von Katjes International, stellte in seinem Vortrag vor allem die Investitionen in die europäische Süßwarenbranche vor: "Süßigkeiten werden immer gegessen. Wir konnten in mehreren europäischen Ländern führende Markenanbieter übernehmen." Das stärke den Erfolgskurs von Katjes International, der Schwestergesellschaft des hierzulande bekannten Süßwarenherstellers.
In der abschließenden Podiumsdiskussion standen vor allem zwei Themen im Fokus: Qualität und Refinanzierung von Mittelstandsanleihen. Florian Weber, Vorstandsvorsitzender der SCHNIGGE Wertpapierhandelsbank AG, berichtete aus der Praxis: "Wir achten sehr auf Qualität. Es gibt Emittenten, die wir abgelehnt haben und die ein paar Wochen später woanders aufgetaucht sind."
Börsenchef Elberskirch bestätigte, dass auch die Börse Düsseldorf bereits Emittenten abgelehnt habe, die die hohen Anforderungen des mittelstandsmarktes nicht erfüllt hätten. Investor und ARTUS-Fondsmanager Marius Hoerner definierte den Begriff Qualität wie folgt: "Das Geschäftsmodell muss stimmen, um die Zinszahlung auch in eventuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten gewährleisten zu können. Wichtig ist auch ein erfahrener Emissionsbegleiter und eine offene Kommunikation."
Die anstehende Refinanzierungswelle von Mittelstandsanleihen bewertete Weber wie folgt: "Diese sehe ich als eine sehr große Klippe. Viele institutionelle Investoren sind in regem Kontakt mit den Unternehmen. Und wenn die Unternehmen nicht ein Jahr vor Ablauf der Anleihe ein plausibles Refinanzierungskonzept vorlegen können, besteht die Gefahr des vorzeitigen Ausstiegs dieser Investoren." Elberskirch empfahl den Unternehmen, bereits "zwei Jahre vor Ablauf mit der Vorbereitung zu beginnen. Mittelständler, die das Kapital richtig genutzt haben, haben dann auch gute Chancen sich erneut mit einer Anleihe zu finanzieren. Und das zu vielleicht sogar zu sehr günstigen Konditionen." (29.11.2013/alc/n/a)


