Erweiterte Funktionen
Hochzins per Handy: Afrika-Anleihe geht kreative Wege - Anleihenews
27.03.17 12:38
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Republik Kenia hat als erstes Land Investoren eine Staatsanleihe per Handy angeboten: Anleger können die Papiere bequem über ihr Smartphone zeichnen - auch ganz ohne eigenes Bankkonto, so die Experten von "FONDS professionell".
Die Bonds mit dreijähriger Laufzeit könnten so praktisch von jedermann geordert werden. Voraussetzung sei, dass der Investor nicht nur ein Mobiltelefon, sondern auch mindestens 3.000 Schilling (26,48 Euro) übrig habe, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichte.
Der Grund für das Angebot, das für Europäer exotisch anmute, sei das fehlende Bankennetz in Afrika: In dem 44-Millionen-Einwohner-Staat Kenia etwa würden nicht einmal 15 Millionen Kontobesitzer existieren, die bislang als einzige Anleihen hätten erwerben können. Angesichts der Tatsache, dass es in Kenia aber 38,5 Millionen Mobilfunk-Verträge gebe, sei der innovative Schritt der Regierung nachvollziehbar. Mobiltelefone würden der Meldung zufolge in Afrika bei Geldgeschäften ohnehin schon seit langem eine größere Rolle spielen als in Europa oder Amerika.
Kleinanlegern winke eine Rendite von satten 10 Prozent und damit deutlich mehr als der übliche Sparzins. Kenia selbst möchte mit den Papieren umgerechnet 1,4 Millionen Euro einnehmen: Die sehr kleine Staatsanleihen-Emission sei als Testlauf für eine zweite, größere Aktion im Juni gedacht. Geld benötige das Land nämlich dringend - unter anderem für ambitionierte Verkehrsprojekte wie etwa eine Eisenbahnlinie zwischen der Küste und der Hauptstadt Nairobi. (News vom 24.03.2017) (27.03.2017/alc/n/a)
Die Bonds mit dreijähriger Laufzeit könnten so praktisch von jedermann geordert werden. Voraussetzung sei, dass der Investor nicht nur ein Mobiltelefon, sondern auch mindestens 3.000 Schilling (26,48 Euro) übrig habe, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichte.
Der Grund für das Angebot, das für Europäer exotisch anmute, sei das fehlende Bankennetz in Afrika: In dem 44-Millionen-Einwohner-Staat Kenia etwa würden nicht einmal 15 Millionen Kontobesitzer existieren, die bislang als einzige Anleihen hätten erwerben können. Angesichts der Tatsache, dass es in Kenia aber 38,5 Millionen Mobilfunk-Verträge gebe, sei der innovative Schritt der Regierung nachvollziehbar. Mobiltelefone würden der Meldung zufolge in Afrika bei Geldgeschäften ohnehin schon seit langem eine größere Rolle spielen als in Europa oder Amerika.
Kleinanlegern winke eine Rendite von satten 10 Prozent und damit deutlich mehr als der übliche Sparzins. Kenia selbst möchte mit den Papieren umgerechnet 1,4 Millionen Euro einnehmen: Die sehr kleine Staatsanleihen-Emission sei als Testlauf für eine zweite, größere Aktion im Juni gedacht. Geld benötige das Land nämlich dringend - unter anderem für ambitionierte Verkehrsprojekte wie etwa eine Eisenbahnlinie zwischen der Küste und der Hauptstadt Nairobi. (News vom 24.03.2017) (27.03.2017/alc/n/a)


