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FC Schalke 04 - Top-Brand mit breiter Fanbasis
29.05.12 14:20
fixed-income.org
Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Die Experten von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt - raten die Anleihe (ISIN DE000A1ML4T7 / WKN A1ML4T) von FC Schalke 04 (S04) zu zeichnen.
In den vergangenen Jahren hätten bereits mehrere Fußballclubs so genannte Fananleihen emittiert. Doch diese seien nicht handelbar, Transparenz und Kommunikationsstandards seien deutlich hinter einem am Kapitalmarkt üblichen Niveau zurückgeblieben. Der FC Schalke 04 gehe mit seiner Anleihe als erster Fußballverein einen neuen Weg und platziere diese im Entry Standard für Unternehmensanleihen. Damit schaffe der Verein die erste handelbare Fußballanleihe in Deutschland und unterwerfe sich den Transparenzstandards des Entry Standard.
Der Emissionserlös diene in erster Linie der Umfinanzierung von Verbindlichkeiten. Die Anleihe habe einen Kupon von 6,75% bei einer vergleichsweise langen Laufzeit von sieben Jahren. Die Creditreform Rating Agentur habe den FC Schalke 04 mit BB eingestuft.
Die Emission richte sich sowohl an institutionelle Investoren und Vermögensverwalter als auch an Privatanleger. Begleitet werde die Emission von der equinet Bank AG als Lead Manager und Bookrunner. Privatanleger könnten die Anleihe ab dem 30.05. via Börsenorder zeichnen. Obwohl der Verein hoch verschuldet ist und eine negative Eigenkapitalquote hat, sehen die Experten von fixed-income.org auch hohe stille Reserven und Liquiditätspotenziale, die die tiefrote Bilanzstruktur deutlich aufhellen.
Der FC Schalke 04 zähle zu den weltweit bekanntesten Fußballklubs. In den vergangenen zehn Jahren habe die Zahl der Mitglieder auf 110.000 etwa verfünffacht werden können. Damit zähle der FC Schalke 04 zu den mitgliederstärksten Fußballvereinen überhaupt. Dabei kämen nur rund 50% der Mitglieder aus der Region. Schalke habe eigenen Angaben zufolge allein in Deutschland 4 Mio. Fans. 2001 sei die VELTINS-Arena eröffnet worden, die eine Kapazität von 61.673 Zuschauern bei Fußballspielen und bis zu 78.000 Zuschauern bei Konzerten habe. Die VELTINS-Arena zähle zu den modernsten Eventlocations überhaupt und habe beispielsweise ein schließbares Dach und einen herausfahrbaren Rasen. Bislang sei die VELTINS-Arena bei über 330 Großveranstaltungen mit über 18 Mio. Besuchern genutzt worden.
Den Hauptteil seiner Einnahmen erziele der FC Schalke 04 aus dem Spielbetrieb der Lizenzspielermannschaft (Ticketing und Catering in der VELTINS-Arena), der Vermarktung von Medienrechten, dem Sponsoring und dem Merchandising (Verkauf von Fanartikeln).
Schalke 04 sei als Fußballverein abhängig vom sportlichen Erfolg. Doch ein Grundumsatz von 140 bis 150 Mio. Euro sei laut Finanzvorstand Peter Peters unabhängig vom sportlichen Erfolg gewährleistet. Der Emissionserlös diene der Umfinanzierung von Verbindlichkeiten mit dem Ziel, die Finanzierungsstruktur zu diversifizieren. Da höher verzinste Verbindlichkeiten abgelöst würden, sei davon auszugehen, dass die Zinsbelastung durch die Anleiheemission sinke.
Die Investitionen der vergangenen Jahre (u.a. Bau der VELTINS-Arena) hätten in der Bilanz tiefe Spuren hinterlassen. Bei einer Bilanzsumme von 265,3 Mio. Euro weise Schalke 04 im Konzern ein negatives Eigenkapital von 66,8 Mio. Euro aus. Dieses zunächst erschreckende Bild werde durch hohe stille Reserven und Liquiditätspotenziale deutlich relativiert. So habe der mit 42,4 Mio. Euro bilanzierte Spielerkader laut transfermarkt.de einen Marktwert von 153,9 Mio. Euro.
Mehrere Fußballvereine hätten ihre Vermarktungsrechte an Vermarktungsagenturen verkauft. I.d.R. würden die Verträge eine Vorabzahlung sowie eine spätere prozentuale Beteiligung an den Werbeerträgen vorsehen. Angesichts von Werbeeinnahmen in Höhe von mehr als 55 Mio. Euro im Jahr 2011 könnte hierbei, je nach Laufzeit und Vertragsgestaltung, eine Einmalzahlung von mehr als 100 Mio. Euro zustande kommen.
Zudem könnte Schalke, ähnlich wie andere Klubs, die Lizenzspielerabteilung in eine Kapitalgesellschaft einbringen und Anteile an Investoren verkaufen. Zuletzt habe beispielsweise Audi im Jahr 2010 für knapp 3% an der FC Bayern München AG 27 Mio. Euro gezahlt. Die Emissionsbank gehe davon aus, dass Schalke durch den Verkauf von Anteilen gut 100 Mio. Euro einnehmen könnte.
Die VELTINS-Arena sei 2011 für 144 Mio. Euro errichtet worden. Zusammen mit den Kosten für Infrastruktur und Grundstück hätten die Investitionen knapp 160 Mio. Euro betragen. Der Gebäudewert werde linear auf 25 Jahre abgeschrieben. Aktuell liege der Bilanzwert bei etwa 102 Mio. Euro. Die Emissionsbank gehe davon aus, dass die Arena heute nicht für weniger als 250 bis 300 Mio. Euro zu bauen wäre. Auch wenn dies schwer zu überprüfen sei und der Marktwert wohl entscheidender sein dürfte als ein theoretischer Neubauwert, so ergebe sich unter Berücksichtigung eines wirtschaftlichen Eigentumsanteils von 77,93% eine deutliche stille Reserve.
Die Neuvergabe der Bundesliga TV-Rechte mit Gültigkeit ab der Saison 2013/14 führe zu einer deutlichen Erhöhung der jährlichen Zahlungen von durchschnittlich 412 Mio. Euro pro Jahr auf 628 Mio. Euro pro Jahr. Vorbehaltlich der noch nicht entschiedenen Verteilung der Erlöse aus den TV-Rechten sei von einer Erhöhung der Erlöse bei Schalke auszugehen, die sich laut Emissionsresearch prozentual zumindest im Rahmen der Erhöhung der Gesamterlöse bewegen sollte. In den letzten beiden Jahren habe Schalke die Schulden um 48 Mio. Euro reduziert und möchte die Finanzverbindlichkeiten in den nächsten zehn Jahren weitgehend zurückgezahlt haben.
Der FC Schalke 04 habe eine breite Fanbasis und zähle, nach Benfica Lissabon, FC Barcelona, FC Bayern München, Fenerbahce Istanbul, Manchester United und Inter Mailand, zu den mitgliederstärksten Fußballvereinen in Europa. Dabei habe die Zahl der Mitglieder in den letzten zehn Jahren etwa verfünffacht werden können. Der Verein habe sich unter den Top-Klubs in Deutschland etabliert und spiele in der kommenden Saison zum zehnten Mal in elf Jahren international.
Die angespannte Bilanzstruktur werde durch hohe stille Reserven und Liquiditätspotenziale deutlich relativiert, wobei diese allesamt abhängig vom spielerischen Erfolg seien. Der Kupon sei angesichts der Ratingeinstufung und der Laufzeit relativ niedrig. Entscheidend für den Erfolg der Anleihe sei jedoch die Nachfrage, und die dürfte aufgrund der breiten Fanbasis recht groß sein. Daher dürfte sich ein Investment in die Schalke-Anleihe für Investoren auszahlen.
Die Experten von fixed-income.org raten die Anleihe von FC Schalke 04 (S04) zu zeichnen. (29.05.2012/alc/n/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
In den vergangenen Jahren hätten bereits mehrere Fußballclubs so genannte Fananleihen emittiert. Doch diese seien nicht handelbar, Transparenz und Kommunikationsstandards seien deutlich hinter einem am Kapitalmarkt üblichen Niveau zurückgeblieben. Der FC Schalke 04 gehe mit seiner Anleihe als erster Fußballverein einen neuen Weg und platziere diese im Entry Standard für Unternehmensanleihen. Damit schaffe der Verein die erste handelbare Fußballanleihe in Deutschland und unterwerfe sich den Transparenzstandards des Entry Standard.
Der Emissionserlös diene in erster Linie der Umfinanzierung von Verbindlichkeiten. Die Anleihe habe einen Kupon von 6,75% bei einer vergleichsweise langen Laufzeit von sieben Jahren. Die Creditreform Rating Agentur habe den FC Schalke 04 mit BB eingestuft.
Die Emission richte sich sowohl an institutionelle Investoren und Vermögensverwalter als auch an Privatanleger. Begleitet werde die Emission von der equinet Bank AG als Lead Manager und Bookrunner. Privatanleger könnten die Anleihe ab dem 30.05. via Börsenorder zeichnen. Obwohl der Verein hoch verschuldet ist und eine negative Eigenkapitalquote hat, sehen die Experten von fixed-income.org auch hohe stille Reserven und Liquiditätspotenziale, die die tiefrote Bilanzstruktur deutlich aufhellen.
Der FC Schalke 04 zähle zu den weltweit bekanntesten Fußballklubs. In den vergangenen zehn Jahren habe die Zahl der Mitglieder auf 110.000 etwa verfünffacht werden können. Damit zähle der FC Schalke 04 zu den mitgliederstärksten Fußballvereinen überhaupt. Dabei kämen nur rund 50% der Mitglieder aus der Region. Schalke habe eigenen Angaben zufolge allein in Deutschland 4 Mio. Fans. 2001 sei die VELTINS-Arena eröffnet worden, die eine Kapazität von 61.673 Zuschauern bei Fußballspielen und bis zu 78.000 Zuschauern bei Konzerten habe. Die VELTINS-Arena zähle zu den modernsten Eventlocations überhaupt und habe beispielsweise ein schließbares Dach und einen herausfahrbaren Rasen. Bislang sei die VELTINS-Arena bei über 330 Großveranstaltungen mit über 18 Mio. Besuchern genutzt worden.
Den Hauptteil seiner Einnahmen erziele der FC Schalke 04 aus dem Spielbetrieb der Lizenzspielermannschaft (Ticketing und Catering in der VELTINS-Arena), der Vermarktung von Medienrechten, dem Sponsoring und dem Merchandising (Verkauf von Fanartikeln).
Schalke 04 sei als Fußballverein abhängig vom sportlichen Erfolg. Doch ein Grundumsatz von 140 bis 150 Mio. Euro sei laut Finanzvorstand Peter Peters unabhängig vom sportlichen Erfolg gewährleistet. Der Emissionserlös diene der Umfinanzierung von Verbindlichkeiten mit dem Ziel, die Finanzierungsstruktur zu diversifizieren. Da höher verzinste Verbindlichkeiten abgelöst würden, sei davon auszugehen, dass die Zinsbelastung durch die Anleiheemission sinke.
Mehrere Fußballvereine hätten ihre Vermarktungsrechte an Vermarktungsagenturen verkauft. I.d.R. würden die Verträge eine Vorabzahlung sowie eine spätere prozentuale Beteiligung an den Werbeerträgen vorsehen. Angesichts von Werbeeinnahmen in Höhe von mehr als 55 Mio. Euro im Jahr 2011 könnte hierbei, je nach Laufzeit und Vertragsgestaltung, eine Einmalzahlung von mehr als 100 Mio. Euro zustande kommen.
Zudem könnte Schalke, ähnlich wie andere Klubs, die Lizenzspielerabteilung in eine Kapitalgesellschaft einbringen und Anteile an Investoren verkaufen. Zuletzt habe beispielsweise Audi im Jahr 2010 für knapp 3% an der FC Bayern München AG 27 Mio. Euro gezahlt. Die Emissionsbank gehe davon aus, dass Schalke durch den Verkauf von Anteilen gut 100 Mio. Euro einnehmen könnte.
Die VELTINS-Arena sei 2011 für 144 Mio. Euro errichtet worden. Zusammen mit den Kosten für Infrastruktur und Grundstück hätten die Investitionen knapp 160 Mio. Euro betragen. Der Gebäudewert werde linear auf 25 Jahre abgeschrieben. Aktuell liege der Bilanzwert bei etwa 102 Mio. Euro. Die Emissionsbank gehe davon aus, dass die Arena heute nicht für weniger als 250 bis 300 Mio. Euro zu bauen wäre. Auch wenn dies schwer zu überprüfen sei und der Marktwert wohl entscheidender sein dürfte als ein theoretischer Neubauwert, so ergebe sich unter Berücksichtigung eines wirtschaftlichen Eigentumsanteils von 77,93% eine deutliche stille Reserve.
Die Neuvergabe der Bundesliga TV-Rechte mit Gültigkeit ab der Saison 2013/14 führe zu einer deutlichen Erhöhung der jährlichen Zahlungen von durchschnittlich 412 Mio. Euro pro Jahr auf 628 Mio. Euro pro Jahr. Vorbehaltlich der noch nicht entschiedenen Verteilung der Erlöse aus den TV-Rechten sei von einer Erhöhung der Erlöse bei Schalke auszugehen, die sich laut Emissionsresearch prozentual zumindest im Rahmen der Erhöhung der Gesamterlöse bewegen sollte. In den letzten beiden Jahren habe Schalke die Schulden um 48 Mio. Euro reduziert und möchte die Finanzverbindlichkeiten in den nächsten zehn Jahren weitgehend zurückgezahlt haben.
Der FC Schalke 04 habe eine breite Fanbasis und zähle, nach Benfica Lissabon, FC Barcelona, FC Bayern München, Fenerbahce Istanbul, Manchester United und Inter Mailand, zu den mitgliederstärksten Fußballvereinen in Europa. Dabei habe die Zahl der Mitglieder in den letzten zehn Jahren etwa verfünffacht werden können. Der Verein habe sich unter den Top-Klubs in Deutschland etabliert und spiele in der kommenden Saison zum zehnten Mal in elf Jahren international.
Die angespannte Bilanzstruktur werde durch hohe stille Reserven und Liquiditätspotenziale deutlich relativiert, wobei diese allesamt abhängig vom spielerischen Erfolg seien. Der Kupon sei angesichts der Ratingeinstufung und der Laufzeit relativ niedrig. Entscheidend für den Erfolg der Anleihe sei jedoch die Nachfrage, und die dürfte aufgrund der breiten Fanbasis recht groß sein. Daher dürfte sich ein Investment in die Schalke-Anleihe für Investoren auszahlen.
Die Experten von fixed-income.org raten die Anleihe von FC Schalke 04 (S04) zu zeichnen. (29.05.2012/alc/n/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



