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Deutsche Anleihen legen zu


30.08.11 15:43
anleihencheck.de

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Rentenpapiere weiten ihre Gewinne im Mittagshandel aus. So stieg der Bund Future bisher um 0,60 Prozent auf 135,20 Punkte, während der Bobl-Future derzeit bei 122,21 Punkten (+0,41 Prozent) und der Schatz-Future bei 109,45 Punkten (+0,15 Prozent) notieren.

Deutsche Anleihen profitieren von enttäuschenden Auktionen italienischer Staatsanleihen. Stützend wirkte ferner, dass sich die Wirtschaftsstimmung in der EU im August 2011 eingetrübt hat. So schrumpfte der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) auf 97,3 Punkte, nach 102,3 Punkten im Juli. Ferner gab der Index für die Eurozone auf 98,3 Zähler nach, während er im Vormonat bei 103,0 Punkten gelegen hatte. Auch das Geschäftsklima in der Eurozone hat sich im August 2011 eingetrübt. So verringerte sich der entsprechende Indexstand auf 0,07 Punkte, nach revidiert 0,44 (vorläufig 0,45) Punkten im Vormonat und 0,67 Punkten im August 2010.

Der Referenzkurs des Euro fiel bisher um 0,63 Prozent und notiert derzeit bei 1,4424 US-Dollar. Ein hoher Euro-Kurs signalisiert, das Kapital in den Euroraum fließt, welches dann auch am Renten- oder Aktienmarkt investiert wird. Bei einem steigenden Euro-Kurs profitieren Anleger außerhalb der Eurozone sowohl vom Anstieg der Anleihekurse als auch der Wechselkurse.

Zuletzt hat die EZB im Juli 2011 die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 1,50 Prozent angehoben, womit sich die Rendite der Rentenpapiere erhöht. Anleihe-Kurse bewegen sich entgegengesetzt zu ihren Renditen.

Die Immobilienpreise in den USA sind im Juni 2011 gegenüber dem Vormonat angestiegen. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, kletterten die Häuserpreise im Berichtsmonat in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent, nach einem Plus von 1,0 Prozent im Mai. Dabei habe sich das Preisniveau in 19 der 20 Städte im Vormonatsvergleich verbessert, hieß es weiter. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde im Berichtszeitraum ein Rückgang der Häuserpreise um 4,5 Prozent ausgewiesen. In den USA werden heute zudem noch das Verbrauchervertrauen sowie das FOMC Sitzungsprotokoll erwartet. Gute Konjunkturmeldungen lösen an den Rentenmärkten in der Regel bei steigenden Renditen fallende Kurse aus. (30.08.2011/alc/m/a)