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Deutsche Anleihen nach Zinsentscheidungen weiter mit Abschlägen
06.10.11 15:17
anleihencheck.de
Frankfurt (anleihencheck.de) - Der Handel mit deutschen Rentenpapieren zeigt nach den Zinsentscheidungen von BoE und EZB auch am Mittag klare Kursverluste. So fiel der Bund Future bisher um 0,29 Prozent auf 136,66 Punkte, während der Bobl-Future derzeit bei 122,25 Punkten (-0,17 Prozent) und der Schatz-Future bei 109,64 Punkten (-0,12 Prozent) notieren.
Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss vor dem Hintergrund der EU-Schuldenkrise auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau unverändert zu lassen. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, bleibt damit bei 1,50 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet. Zuletzt hatten die Währungshüter die Zinsen Anfang Juli 2011 um 25 Basispunkte auf das derzeitige Niveau von 1,50 Prozent angehoben.
Daneben hat der neunköpfige Geldpolitische Rat (MPC) der Bank of England (BoE) heute beschlossen, das Zinsniveau unverändert zu lassen. Somit verharrt die als Leitzins dienende Repo-Rate bei 0,50 Prozent. Marktbeobachter hatten diesen Beschluss bereits im Vorfeld erwartet. Das Volumen des Anleihe-Rückkaufprogramms wurde hingegen um 75 Mrd. Britische Pfund (GBP) auf 275 Mrd. GBP aufgestockt. Zuletzt war das Zinsniveau Anfang März 2009 um 50 Basispunkte auf sein derzeitiges Rekordtief zurückgenommen worden.
Der Referenzkurs des Euro fiel bisher um 0,61 Prozent und notiert derzeit bei 1,3265 US-Dollar. Ein hoher Euro-Kurs signalisiert, das Kapital in den Euroraum fließt, welches dann auch am Renten- oder Aktienmarkt investiert wird. Bei einem steigenden Euro-Kurs profitieren Anleger außerhalb der Eurozone sowohl vom Anstieg der Anleihekurse als auch der Wechselkurse.
Wie das US-Arbeitsministerium heute mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 1. Oktober 2011 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 6.000 auf 401.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 402.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 391.000 auf 395.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt fiel um 4.000 auf 414.000 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung. Dieser Wert ist weniger schwankungsanfällig und daher aussagefähiger. (06.10.2011/alc/m/a)
Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss vor dem Hintergrund der EU-Schuldenkrise auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau unverändert zu lassen. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, bleibt damit bei 1,50 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet. Zuletzt hatten die Währungshüter die Zinsen Anfang Juli 2011 um 25 Basispunkte auf das derzeitige Niveau von 1,50 Prozent angehoben.
Der Referenzkurs des Euro fiel bisher um 0,61 Prozent und notiert derzeit bei 1,3265 US-Dollar. Ein hoher Euro-Kurs signalisiert, das Kapital in den Euroraum fließt, welches dann auch am Renten- oder Aktienmarkt investiert wird. Bei einem steigenden Euro-Kurs profitieren Anleger außerhalb der Eurozone sowohl vom Anstieg der Anleihekurse als auch der Wechselkurse.
Wie das US-Arbeitsministerium heute mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 1. Oktober 2011 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 6.000 auf 401.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 402.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 391.000 auf 395.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt fiel um 4.000 auf 414.000 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung. Dieser Wert ist weniger schwankungsanfällig und daher aussagefähiger. (06.10.2011/alc/m/a)


