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Daumen hoch für Hochzinsanleihen
12.09.16 12:37
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - High Yield Bonds bieten derzeit Chancen für Anleger, sagen Hochzinsanleihen-Experten. Die Kursschwankungen können allerdings beträchtlich sein, so die Experten von "FONDS professionell".
"Das leichte Wirtschaftswachstum sollte dafür sorgen, dass Hochzinsanleihen weiter auf Kurs bleiben", sage Peter Jeggli, Senior Portfolio Manager und Mitglied des Investment Komitees bei Fisch Asset Management. "Die Markt-Risikoprämien, die Investoren Ende August mit einem Aufschlag von 5,5 Prozent gegenüber risikolosen Staatsanleihen entschädigen, bleiben angesichts weltweiter Ausfallraten von knapp vier Prozent attraktiv."
Experten sähen weitere Gründe dafür, dass Hochzinsanleihen gut performen würden: "Die EZB schafft insgesamt ein gutes Umfeld für europäische High Yields", sage Mike Della Vedova, Portfoliomanager der European High Yield Bond Strategie von T. Rowe Price. "Auch die Bank of England will ab September mit dem Ankauf von Anleihen mit Investment-Grade-Rating beginnen. Obwohl in britischem Pfund denominierte High-Yield-Anleihen nicht Teil dieses Programms sein werden, könnten sie trotzdem indirekt profitieren, wenn Investoren sich auf der Kreditkurve weiter bewegen und Anleihen mit höheren Renditen suchen."
Ein weiterer Faktor sei der Ölpreis, der im Juli zurückgegangen sei. "Wenn dieser Trend sich fortsetzt, könnten europäische High-Yield-Anleihen ihre amerikanischen Pendants übertreffen", sagt Della Vedova. "Der Grund dafür ist, dass der Energiesektor mit einer starken Gewichtung im US High Yield Index vertreten ist." Zudem rechne der Experte mit einer sich verbessernden Liquidität im weiteren Jahresverlauf.
Wer in Hochzinsanleihen investiere, müsse allerdings starke Nerven haben. Bereits im laufenden Jahr seien die Titel bereits mehrmals unter Druck geraten. "Nach der schwierigen zweiten Hälfte des Vorjahrs machte gleich zu Jahresbeginn eine Downgrade-Welle dem High Yield-Markt zu schaffen und kostete Rendite. Danach sorgte der Ölpreis-Tiefpunkt für Ausverkaufspreise und zu guter Letzt gab es auch noch den Brexit, der die Risikoprämien explodieren ließ", rekapituliere Anleihenexperte Jeggli von Fisch Asset Management.
Für den Anleihenexperten hätten die Rückschläge allerdings auch Chancen geboten, bei einigen Titeln günstig einzusteigen. "Bereits frühere Downgrade-Phasen haben gezeigt, dass sich hier ein selektiver Einstieg lohnt", sage Jeggli. Seit Anfang des Jahres hätten global ausgerichtete High-Yield-Strategien Stand Ende August rund zwölf Prozent Rendite erzielt und würden damit im laufenden Jahr laut Jeggli zu den positivsten Anlageklassen zählen.
Die weltweite Diversifizierung bei Investments in Hochzinsanleihen sei für Jeggli derzeit besonders wichtig: "Aufgrund regionaler differenzierter Entwicklungen zeigt sich gerade in diesem Jahr, dass ein globales Portfolio mehr Schutz und Renditepotenzial bietet, da das Management durch Umschichtungen besser diversifizieren kann als es europäischen oder US-amerikanischen Portfolios möglich ist." (News vom 09.09.2016) (12.09.2016/alc/n/a)
"Das leichte Wirtschaftswachstum sollte dafür sorgen, dass Hochzinsanleihen weiter auf Kurs bleiben", sage Peter Jeggli, Senior Portfolio Manager und Mitglied des Investment Komitees bei Fisch Asset Management. "Die Markt-Risikoprämien, die Investoren Ende August mit einem Aufschlag von 5,5 Prozent gegenüber risikolosen Staatsanleihen entschädigen, bleiben angesichts weltweiter Ausfallraten von knapp vier Prozent attraktiv."
Experten sähen weitere Gründe dafür, dass Hochzinsanleihen gut performen würden: "Die EZB schafft insgesamt ein gutes Umfeld für europäische High Yields", sage Mike Della Vedova, Portfoliomanager der European High Yield Bond Strategie von T. Rowe Price. "Auch die Bank of England will ab September mit dem Ankauf von Anleihen mit Investment-Grade-Rating beginnen. Obwohl in britischem Pfund denominierte High-Yield-Anleihen nicht Teil dieses Programms sein werden, könnten sie trotzdem indirekt profitieren, wenn Investoren sich auf der Kreditkurve weiter bewegen und Anleihen mit höheren Renditen suchen."
Wer in Hochzinsanleihen investiere, müsse allerdings starke Nerven haben. Bereits im laufenden Jahr seien die Titel bereits mehrmals unter Druck geraten. "Nach der schwierigen zweiten Hälfte des Vorjahrs machte gleich zu Jahresbeginn eine Downgrade-Welle dem High Yield-Markt zu schaffen und kostete Rendite. Danach sorgte der Ölpreis-Tiefpunkt für Ausverkaufspreise und zu guter Letzt gab es auch noch den Brexit, der die Risikoprämien explodieren ließ", rekapituliere Anleihenexperte Jeggli von Fisch Asset Management.
Für den Anleihenexperten hätten die Rückschläge allerdings auch Chancen geboten, bei einigen Titeln günstig einzusteigen. "Bereits frühere Downgrade-Phasen haben gezeigt, dass sich hier ein selektiver Einstieg lohnt", sage Jeggli. Seit Anfang des Jahres hätten global ausgerichtete High-Yield-Strategien Stand Ende August rund zwölf Prozent Rendite erzielt und würden damit im laufenden Jahr laut Jeggli zu den positivsten Anlageklassen zählen.
Die weltweite Diversifizierung bei Investments in Hochzinsanleihen sei für Jeggli derzeit besonders wichtig: "Aufgrund regionaler differenzierter Entwicklungen zeigt sich gerade in diesem Jahr, dass ein globales Portfolio mehr Schutz und Renditepotenzial bietet, da das Management durch Umschichtungen besser diversifizieren kann als es europäischen oder US-amerikanischen Portfolios möglich ist." (News vom 09.09.2016) (12.09.2016/alc/n/a)


