Erweiterte Funktionen
Bantleon sieht Gefahr im Verzug bei High-Yield-Anleihen - Anleihenews
17.08.17 15:46
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Risikoanleihen waren ihr Geld in diesem Jahr wert, so die Experten von "FONDS professionell".
Für die gute Entwicklung seit Jahresbeginn gebe es mehrere Gründe. "An erster Stelle ist die brummende Konjunktur zu nennen, die sich durch Allzeithochs in den gängigen Indikatoren manifestiert", sage Gregor Taraszow. Weiteren Rückenwind habe das Segment High-Yield durch den Verdrängungseffekt erfahren, den die EZB mit ihrem Kaufprogramm erzeugt habe.
Um eine attraktive Rendite erwirtschaften zu können, seien Investoren schrittweise auf risikoreichere Ratingklassen ausgewichen. "Erschwerend kommt hinzu, dass der Anteil von Neulingen des europäischen Anleihenmarktes am Emissionsvolumen in den vergangenen Jahren drastisch gesunken ist", beobachte der Senior Portfoliomanager und Analyst High Yield Corporates beim Asset Manager Bantleon: Während im Jahr 2013 noch fast 50 Prozent der Neu-Emissionen von Debütanten begeben worden seien, sei diese Zahl inzwischen auf unter 20 Prozent geschrumpft.
Weil diese Kapitalmarktneulinge öfter ein schlechteres Rating hätten, sei im selben Zeitraum der Anteil von emittierten Anleihen mit "BB"-Rating von etwa 25 auf fast 50 Prozent zulasten von "B"-Anleihen gestiegen. Anleihen mit "B"-Rating würden also immer seltener. Taraszow dazu: "Diese doppelte technische Verknappung hat sicherlich unterstützend gewirkt. Das ist eine schöne Entwicklung, die sich aber nicht mehr lange fortsetzen dürfte."
Einerseits seien die konjunkturellen Daten noch gut, und in Bantleons High-Yield-Allokationsmodell stünden nach wie vor fast alle Ampeln auf Grün. "Andererseits signalisieren die weiter in die Zukunft blickenden Frühindikatoren für die zweite Jahreshälfte eine Eintrübung der Eurozonen-Konjunktur", schränke Taraszow ein.
Die EZB dürfte wohl zur Unzeit im Januar 2018 mit einer Reduktion des Kaufprogramms beginnen, weshalb die genannte technische Seite etwaige Kursrückgänge im High-Yield-Markt verstärken könnte. Mit diesem Chance-Risiko-Profil im Hinterkopf hätten sich die Bantleon-Experten im Portfoliomanagement bereits defensiver ausgerichtet und würden auch weiterhin eine defensivere Positionierung im noch starken Marktumfeld empfehlen. Trete nämlich das von Bantleon prognostizierte Szenario ein, wäre selbst ein Rückgang der High-Yield-Jahresperformance von der aktuell hohen Ausgangslage von 5,1 Prozent zurück auf die Nulllinie denkbar. Dann wären die Gewinne seit Jahresanfang zerronnen. (News vom 16.08.2017) (17.08.2017/alc/n/a)
Für die gute Entwicklung seit Jahresbeginn gebe es mehrere Gründe. "An erster Stelle ist die brummende Konjunktur zu nennen, die sich durch Allzeithochs in den gängigen Indikatoren manifestiert", sage Gregor Taraszow. Weiteren Rückenwind habe das Segment High-Yield durch den Verdrängungseffekt erfahren, den die EZB mit ihrem Kaufprogramm erzeugt habe.
Weil diese Kapitalmarktneulinge öfter ein schlechteres Rating hätten, sei im selben Zeitraum der Anteil von emittierten Anleihen mit "BB"-Rating von etwa 25 auf fast 50 Prozent zulasten von "B"-Anleihen gestiegen. Anleihen mit "B"-Rating würden also immer seltener. Taraszow dazu: "Diese doppelte technische Verknappung hat sicherlich unterstützend gewirkt. Das ist eine schöne Entwicklung, die sich aber nicht mehr lange fortsetzen dürfte."
Einerseits seien die konjunkturellen Daten noch gut, und in Bantleons High-Yield-Allokationsmodell stünden nach wie vor fast alle Ampeln auf Grün. "Andererseits signalisieren die weiter in die Zukunft blickenden Frühindikatoren für die zweite Jahreshälfte eine Eintrübung der Eurozonen-Konjunktur", schränke Taraszow ein.
Die EZB dürfte wohl zur Unzeit im Januar 2018 mit einer Reduktion des Kaufprogramms beginnen, weshalb die genannte technische Seite etwaige Kursrückgänge im High-Yield-Markt verstärken könnte. Mit diesem Chance-Risiko-Profil im Hinterkopf hätten sich die Bantleon-Experten im Portfoliomanagement bereits defensiver ausgerichtet und würden auch weiterhin eine defensivere Positionierung im noch starken Marktumfeld empfehlen. Trete nämlich das von Bantleon prognostizierte Szenario ein, wäre selbst ein Rückgang der High-Yield-Jahresperformance von der aktuell hohen Ausgangslage von 5,1 Prozent zurück auf die Nulllinie denkbar. Dann wären die Gewinne seit Jahresanfang zerronnen. (News vom 16.08.2017) (17.08.2017/alc/n/a)


