Erweiterte Funktionen
BaFin entlässt Schnigge aus der Insolvenz - Anleihenews
05.10.16 12:21
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Die am Freitag in die Insolvenz gegangene Wertpapierhandelsbank Schnigge ist offenbar doch wieder flüssig, so die Experten von "FONDS professionell".
Dies habe das Institut am Dienstag mitgeteilt. Demnach habe das Düsseldorfer Geldhaus offene Wertpapiergeschäfte abwickeln und daraus fällige Mittel einnehmen können. Die Finanzaufsicht BaFin habe daraufhin den bei Gericht eingereichten Insolvenzantrag zurückgenommen, heiße es in einer Ad-hoc-Mitteilung von Schnigge. Würden Banken in die Zahlungsunfähigkeit rutschen, sei die BaFin dafür zuständig, den Insolvenzantrag zu stellen.
Die Finanzaufsicht habe am späten Freitag beim Amtsgericht Düsseldorf beantragt, das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schnigge Wertpapierhandelsbank zu eröffnen, wie von FONDS professionel ONLINE berichtet. "Grund ist die Sperrung des Kontos bei ihrer Abwicklungsbank aufgrund durch einen Handelspartner unerfüllte Wertpapiertransaktionen", habe das Geldhaus als Grund in einer Ad-hoc-Mitteilung angegeben. Details hätten weder die BaFin noch die Bank genannt. Bei der benannten Abwicklungsbank habe es sich um HSBC Trinkaus gehandelt.
Schnigge betreue als Skontroführer Orderbücher an verschiedenen deutschen Handelsplätzen. An der Börse Düsseldorf sei Schnigge lange Zeit sogar der einzige Makler gewesen und habe dabei auch den Fondshandel betreut. Zum 1. Oktober habe die Börse Düsseldorf aber das Frankfurter Institut Renell als Skontroführer für Aktien und Anleihen benannt. Renell sei unter anderem Skontroführer am Berliner Parkett und zähle zu den Spezialisten am Frankfurter Handelsplatz.
"Aus den bekannten Gründen wurde diese Zuweisung kurzfristig zum 1. Oktober auch auf Fonds und ETFs erweitert", habe Dirk Elberskirch, Vorstandsvorsitzender der Börse Düsseldorf, auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE mitgeteilt. Der Handel sei bereits am 3. Oktober aufgenommen worden und "ohne besondere Schwierigkeiten" angelaufen. "Wir erwarten, dass Kunden vom Wechsel nahezu nichts spüren", so Elberskirch. Ob der offenbar schon länger geplante Wechsel der Skontroführung bei Aktien und Anleihen im Zusammenhang mit einer drohenden Insolvenz von Schnigge gestanden habe, sei zunächst offen geblieben.
Die Schnigge-Bank zähle außerdem an der Börse Hamburg zu einem der Makler für den Fondshandel, neben MWB Fairtrade. Schnigge habe eigenen Angaben zufolge den Börsenhandel von Fondsanteilen 2002 auf dem hanseatischen Parkett maßgeblich etabliert.
"Die Skontroführung in den bislang von der Schnigge Wertpapierhandelsbank betreuten Fonds und Aktien wird seit dem 4. Oktober nahtlos von der Maklerfirma MWB Fairtrade fortgeführt", habe ein Sprecher der Börsen AG, die die Handelsplätze Hamburg und Hannover betreibe, auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE gesagt. "Für Anleger ergeben sich somit keinerlei Nachteile in der Ausführung Ihrer Fonds- oder Aktienorders." Ob nun Schnigge wieder als Makler eingesetzt werde, habe der Sprecher noch nicht sagen können.
In den vergangenen drei Jahren habe Schnigge stets rote Zahlen geschrieben. Auch für 2016 habe das Institut mit einem Verlust gerechnet. Im ersten Halbjahr sei bereits ein Minus von mehr als zwei Millionen Euro aufgelaufen. Die börsennotierte Wertpapierhandelsbank gehöre fast vollständig zu Augur Capital, einem auf die Finanzbranche spezialisierten Beteiligungsunternehmen.
Zum Portfolio von Augur würden unter anderem die Fondsanbieter LRI und Veritas Investments sowie der Lebensversicherer Mylife zählen. Augur habe geplant, insbesondere das Investmentbanking und auch das Fondsgeschäft der Düsseldorfer Handelsbank auszubauen. Augur habe sich auf Anfrage vorerst nicht zu den aktuellen Vorgängen äußern wollen. (News vom 04.10.2016) (05.10.2016/alc/n/a)
Dies habe das Institut am Dienstag mitgeteilt. Demnach habe das Düsseldorfer Geldhaus offene Wertpapiergeschäfte abwickeln und daraus fällige Mittel einnehmen können. Die Finanzaufsicht BaFin habe daraufhin den bei Gericht eingereichten Insolvenzantrag zurückgenommen, heiße es in einer Ad-hoc-Mitteilung von Schnigge. Würden Banken in die Zahlungsunfähigkeit rutschen, sei die BaFin dafür zuständig, den Insolvenzantrag zu stellen.
Die Finanzaufsicht habe am späten Freitag beim Amtsgericht Düsseldorf beantragt, das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schnigge Wertpapierhandelsbank zu eröffnen, wie von FONDS professionel ONLINE berichtet. "Grund ist die Sperrung des Kontos bei ihrer Abwicklungsbank aufgrund durch einen Handelspartner unerfüllte Wertpapiertransaktionen", habe das Geldhaus als Grund in einer Ad-hoc-Mitteilung angegeben. Details hätten weder die BaFin noch die Bank genannt. Bei der benannten Abwicklungsbank habe es sich um HSBC Trinkaus gehandelt.
Schnigge betreue als Skontroführer Orderbücher an verschiedenen deutschen Handelsplätzen. An der Börse Düsseldorf sei Schnigge lange Zeit sogar der einzige Makler gewesen und habe dabei auch den Fondshandel betreut. Zum 1. Oktober habe die Börse Düsseldorf aber das Frankfurter Institut Renell als Skontroführer für Aktien und Anleihen benannt. Renell sei unter anderem Skontroführer am Berliner Parkett und zähle zu den Spezialisten am Frankfurter Handelsplatz.
Die Schnigge-Bank zähle außerdem an der Börse Hamburg zu einem der Makler für den Fondshandel, neben MWB Fairtrade. Schnigge habe eigenen Angaben zufolge den Börsenhandel von Fondsanteilen 2002 auf dem hanseatischen Parkett maßgeblich etabliert.
"Die Skontroführung in den bislang von der Schnigge Wertpapierhandelsbank betreuten Fonds und Aktien wird seit dem 4. Oktober nahtlos von der Maklerfirma MWB Fairtrade fortgeführt", habe ein Sprecher der Börsen AG, die die Handelsplätze Hamburg und Hannover betreibe, auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE gesagt. "Für Anleger ergeben sich somit keinerlei Nachteile in der Ausführung Ihrer Fonds- oder Aktienorders." Ob nun Schnigge wieder als Makler eingesetzt werde, habe der Sprecher noch nicht sagen können.
In den vergangenen drei Jahren habe Schnigge stets rote Zahlen geschrieben. Auch für 2016 habe das Institut mit einem Verlust gerechnet. Im ersten Halbjahr sei bereits ein Minus von mehr als zwei Millionen Euro aufgelaufen. Die börsennotierte Wertpapierhandelsbank gehöre fast vollständig zu Augur Capital, einem auf die Finanzbranche spezialisierten Beteiligungsunternehmen.
Zum Portfolio von Augur würden unter anderem die Fondsanbieter LRI und Veritas Investments sowie der Lebensversicherer Mylife zählen. Augur habe geplant, insbesondere das Investmentbanking und auch das Fondsgeschäft der Düsseldorfer Handelsbank auszubauen. Augur habe sich auf Anfrage vorerst nicht zu den aktuellen Vorgängen äußern wollen. (News vom 04.10.2016) (05.10.2016/alc/n/a)


