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Anleihen Europa - IWF-Chefin Lagarde: "Es gibt Zeichen der Hoffnung"
23.09.11 13:27
anleihencheck.de
Brüssel (anleihencheck.de) - Christine Lagarde, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), äußerte sich im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der Jahrestagung des IWF zur Schuldenkrise in Europa. Angesichts der bisher eingeleiteten Maßnahmen verschiedener europäischer Staaten gebe es "Zeichen der Hoffnung", so Lagarde.
Dabei wies Lagarde darauf hin, dass eine Lösung der Schuldenproblematik aufgrund der Entscheidungsprozesse in demokratischen Staaten Zeit erfordere. Die finanzielle Konsolidierung der Staaten sei dabei eine Priorität. Dabei müssten mittel- und langfristige Maßnahmen zur Wiederherstellung der Staatsfinanzen und der Reduzierung von Defiziten an erster Stelle stehen. Während die USA in erster Linie mit der Verschuldung des Staatshaushaltes zu kämpfen hätten, sei mit Blick auf Europa auch eine Stärkung des Kapitalpuffers im Bankensektor notwendig. Dies sei ein wesentlicher Faktor, zumal die Banken in der Position seien, das Wachstum ihrer Volkswirtschaften anzutreiben.
Einige Länder der Euro-Zone hätten bereits sehr mutige Maßnahmen in die Wege geleitet, die allerdings nicht im Einklang mit den Reaktionen an den Finanzmärkten stehen würden, so Christine Lagarde.
Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte in den vergangenen Wochen weitere Einsparmaßnahmen bekannt gegeben. Von dem Urteil der so genannten Troika-Kontrolleure aus EU-Kommission, IWF und Europäischer Zentralbank wird voraussichtlich die Bewilligung der nächsten Hilfstranche für das hoch verschuldete Euro-Land abhängen. Griechische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt mit 22,08 Prozent und damit weiterhin auf Rekordniveau. Allerdings reduzierte sich der Risikoaufschlag gegenüber den entsprechenden deutschen Papieren seit Wochenbeginn von über 24 Prozentpunkte und nun rund 20 Prozentpunkte.
Die Staatsanleihen der ebenfalls auf externe Hilfen angewiesenen Euro-Länder Irland und Portugal rentieren mit 8,69 Prozent respektive 11,78 Prozent. Die Rendite für italienische Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren bewegt sich nahezu unverändert bei 5,56 Prozent, während spanische Anleihen mit 5,22 Prozent rentieren.
(23.09.2011/alc/m/a)
Dabei wies Lagarde darauf hin, dass eine Lösung der Schuldenproblematik aufgrund der Entscheidungsprozesse in demokratischen Staaten Zeit erfordere. Die finanzielle Konsolidierung der Staaten sei dabei eine Priorität. Dabei müssten mittel- und langfristige Maßnahmen zur Wiederherstellung der Staatsfinanzen und der Reduzierung von Defiziten an erster Stelle stehen. Während die USA in erster Linie mit der Verschuldung des Staatshaushaltes zu kämpfen hätten, sei mit Blick auf Europa auch eine Stärkung des Kapitalpuffers im Bankensektor notwendig. Dies sei ein wesentlicher Faktor, zumal die Banken in der Position seien, das Wachstum ihrer Volkswirtschaften anzutreiben.
Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou hatte in den vergangenen Wochen weitere Einsparmaßnahmen bekannt gegeben. Von dem Urteil der so genannten Troika-Kontrolleure aus EU-Kommission, IWF und Europäischer Zentralbank wird voraussichtlich die Bewilligung der nächsten Hilfstranche für das hoch verschuldete Euro-Land abhängen. Griechische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren rentierten zuletzt mit 22,08 Prozent und damit weiterhin auf Rekordniveau. Allerdings reduzierte sich der Risikoaufschlag gegenüber den entsprechenden deutschen Papieren seit Wochenbeginn von über 24 Prozentpunkte und nun rund 20 Prozentpunkte.
Die Staatsanleihen der ebenfalls auf externe Hilfen angewiesenen Euro-Länder Irland und Portugal rentieren mit 8,69 Prozent respektive 11,78 Prozent. Die Rendite für italienische Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren bewegt sich nahezu unverändert bei 5,56 Prozent, während spanische Anleihen mit 5,22 Prozent rentieren.
(23.09.2011/alc/m/a)


