Die neue Ermächtigungsgesetze bewirken eine deutliche Ausweitung der Macht von Polizei und Geheimdiensten
- Behörden dürfen alle personenbezogenen Daten miteinander teilen
- Alle Daten können mit ausländischen Staaten geteilt werden
- Jedes Ministerium kann geheime "No-Fly-Listen" erstellen
- Um von einer No-Fly-Liste gestrichen zu werden reicht es nicht aus, zu beweisen, kein Risiko zu sein. Man muss beweisen, dass das Ministerium "unvernünftig" bei der Erstellung war. Dabei bekommt man die Beweise des Ministeriums nicht zu sehen.
- Äußerungen, egal ob im Privaten oder öffentlich getätigt, können mit fünf Jahren Haft bestraft werden. Fahrlässigkeit reicht aus. Ebenfalls bestraft wird jeder, der mit dieser Äußerung in Verbindung steht (Assistenten, Lektoren, Verleger, Layouter, Retweeter, etc.)
- Verhaftungen werden legalisiert, wenn eine Behörde meint, eine Person "könnte" sich terroristisch betätigen und die Verhaftung "wahrscheinlich" eine verhindernde Wirkung hat.
- Der Geheimdienst CSIS wird zum Auslandsgeheimdienst nach Art der CIA mit Aktivbefugnissen zur Reduktion der angeblichen Bedrohung Kanadas (auch in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht).
- Nicht-Kanadier werden besonders durchleuchtet und haben kafkaeske Bedingungen mit Geheimverhandlungen zu ertragen.
Das Unterhaus des kanadischen Parlaments hat eine umfassende Erweiterung der Befugnisse von Polizei und Geheimdiensten beschlossen. Trotz intensiver Proteste werden Bürgerrechte weiter eingeschränkt. |