Kleinere Packungen für Unilevers Landlust
Ähnlich sieht man das beim zweitgrößten Konsumgüterhersteller der Welt, Unilever . Der britisch-niederländische Konzern berichtete Ende April für das erste Quartal 2013 den schwächsten Umsatzzuwachs in zwei Jahren. Die Verkaufserlöse in Europa sanken 3,1 Prozent. In Nordamerika stagnierte der Umsatz mit einem schwachen Wachstum von 0,3 Prozent. Doch die Erlöse von Unilever in großen Schwellenmärkten wie China und Indonesien kletterten um 10 Prozent. Die neuen Märkte sollen nach Angaben des Konzerns im laufenden Jahrzehnt 90 Prozent zum Umsatzwachstum beitragen.
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Vor wenigen Tagen kündigte Unilever an, 5,4 Milliarden Dollar auszugeben, um den Anteil an seiner indischen Gesellschaft Hindustan Unilever von knapp über 52 Prozent auf 75 Prozent aufzustocken. Der größte Deal des Konzerns in 13 Jahren soll die Geschäfte in Indien beflügeln, wo Hindustan Unilever im vierten Finanzquartal einen Gewinnsprung um 15 Prozent hinlegte - angetrieben von einer starken Expansion in den ländlichen Gebieten. "Die Akquisition soll dafür sorgen, dass der Konzern noch mehr vom Wachstum in diesen Märkten profitieren kann", erklärt der ABN-Amro-Analyst Robert Jan Vos, "das Wachstum wird sich in Indien etwas beruhigen, aber immer noch deutlich über den Zuwachsraten von Westeuropa und Nordamerika bleiben."
Bei Unilever bestätigt man diese Einschätzung: "Wir sehen im Hinterland derzeit mindestens so viel Umsatzwachstum wie in den Ballungsgebieten", sagt der Unilever-Präsident in Südostasien, Peter Ter Kulve, "aber man muss sicherstellen, dass man nicht nur in den Regalen präsent ist, sondern auch erschwingliche Produkte anbietet, also auch kleineres Portionen bekannter Produkte."
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