ThyssenKrupp: Neue Aufträge treiben den Kurs
Um es gleich voraus zu schicken: Nach wie vor gibt es bei ThyssenKrupp keine Entscheidung über die Zukunft der Stahlsparte. Die Gespräche mit Tata Steel über eine Fusion des europäischen Stahlgeschäfts stocken weiterhin. Allerdings sind die Aussichten gut, dass es zu einem Deal kommt.
Gute Nachrichten gibt es dafür aus anderen Bereichen – allerdings nur für die Aktionäre. In der Sparte Anlagenbau sollen Kosten eingespart werden. Insgesamt geht es um einen Betrag von 250 Mio. Euro, der durch Umstrukturierungen, aber auch durch Personalabbau in der Kasse bleiben soll. Ebenfalls gute Nachrichten gibt es für die Marinewerft des Unternehmens, nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestags den Kauf von fünf Korvetten im Wert von 2 Mrd. Euro abgesegnet hat. ThyssenKrupp Marine Systems ist Teil eines Konsortiums von drei Werften.
Die Aktie ist auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren gestiegen. Es besteht kurzfristig Kurspotenzial bis 28,00 Euro. Kennzahlen für ThyssenKrupp Aktueller Kurs: 25,38 EUR WKN / ISIN: 750000 / DE0007500001 KGV 2017e / 2018e: 20,9 / 15,1 Dividendenrendite 2017e: 0,8 Prozent Meine Einschätzung: kurzfristig aufwärts – langfristig aufwärts
Mein Fazit zu ThyssenKrupp Die positive Kursreaktion der ThyssenKrupp-Aktie hat nur bedingt mit dem Korvetten-Auftrag zu tun, so weltbewegend ist der nicht. Viele Anleger stehen aber schon seit längerem in den Startlöchern, um von einem positiven Abschluss des Deals mit Tata Steel zu profitieren. Denn das würde den ThyssenKrupp ein großes Stück im langfristigen Umbau weg vom Stahl hin zu einem Maschinenbaukonzern voranbringen. Tradingorientierte Anleger können z.B. mit einem Long-Zertifikat auf einen weiteren Kursanstieg der Aktie setzen.
Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem kräftigen Ausbruch über den Widerstand bei 24,40 Euro und beendete damit die rund sechsmonatige Seitwärtsphase:
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