aus dem Ärzteblatt. Man lernt nie aus.
Tabakkonzerne im Duell
Dass Imperial Tobacco gezielt die Schwachpunkte der Heat-not-burn-Technologie untersucht, hat einen simplen Grund: Der Mutterkonzern von Reemtsma ist der einzige der vier marktbeherrschenden Tabakmultis, der im Segment der risikoreduzierten Produkte ausschließlich auf die E-Zigarette setzt. 2013 hat Fontem Ventures, ein Tochterunternehmen von Imperial, die Firma des chinesischen Erfinders der E-Zigarette aufgekauft und dabei auch eine Reihe wichtiger Patente erworben. In der Folgezeit hat der in „Imperial Brands“ umbenannte Konzern andere E-Zigaretten-Anbieter mit Patentklagen überzogen, was wiederum Philip Morris dazu veranlasst haben dürfte, verstärkt auf die Heat-not-burn-Technologie zu setzen (22). Vor diesem Hintergrund wird nachvollziehbar, warum ein Imperial-Manager mehrfach in aller Öffentlichkeit ein weiteres Manko von IQOS hervorgehoben hat: Wenn man das Heizgerät nicht gründlich reinigt, kann es vorkommen, dass Tabak-reste darin weiterkokeln und die Raumluft verunreinigen (23). Philip Morris weist auch diese Kritik zurück mit Verweis auf noch unpublizierte Daten: „Wir haben das Schadstofflevel in dem IQOS-Aerosol eines Gerätes, das grade gereinigt worden ist, mit dem eines Gerätes verglichen, dass 30-mal ohne Reinigung verwendet wurde, und haben keine Unterschiede festgestellt.“Philip Morris zufolge sind Tabakerhitzer wesentlich weniger gesundheitsschädlich als Zigaretten. Unabhängige Studien und Stellungnahmen von Insidern wecken Zweifel. Philip Morris International hat zum Jahreswechsel den Vorsatz bekräftigt, seine... |