Der Regisseur und Co-Präsident der Deutschen Filmakademie Florian Gallenberger (Buch und Regie) hat für sein «Tatort»-Debüt eine Story entwickelt, die alles hinter sich lässt, was konventionell anmutet. Und vieles gelingt: Die Glücksreisen des Glücksjunkies Murot sind Material, aus dem sich ein «Tatort» giessen liesse mit Kultpotenzial.
Doch Gallenberger unterlegt dem Abstieg von Murot zu den Müttern und in sein Unbewusstes einen moralischen Sinn. Das ist Unsinn, leider. Und so reiht sich ab der Filmmitte dialogische Plattitüde an Plattitüde, philosophischer Kalenderspruch an Lebensweisheit aus dem chinesischen Glückskeks. Der Floskelfluss der Glücksritter will nicht enden. Schliesslich konstatiert der Analytiker Wuttke in der Sitzung mit Murot: «Unsere Zeit ist um.» Wäre ihm das nur schon früher eingefallen. ----------- Ein Optimist kauft Gold und Silber, ein Pessimist Konserven. |