dieses thema gehört dazu, weil die vorstufe zum mord u auch erziehungsmittel immer gewalt ist..
Nach Angaben des Professors Ahsen Şirin an der Ege-Universität in Izmir hat die türkische Polizei innerhalb von fünf Jahren 1091 Ehrenmorde registriert; viele Fälle landeten jedoch gar nicht bei der Polizei, sondern würden als Suizid oder Ähnliches verschleiert (siehe Dunkelziffer).[40] http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenmord#Ehrenmorde_in_der_T.C3.BCrkei
http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenrechte_in_der_T%C3%BCrkei „Versuche, die Anzahl der „Verbrechen aus Ehre“ in der Türkei festzustellen, geben nicht das wahre Ausmaß wieder. So wird etwa im Jahresbericht des Türkischen Menschenrechtsvereins geschätzt, dass von 77 Frauen, die 2003 durch die Hand von Familienmitgliedern starben, 40 sogenannten „Verbrechen aus Ehre“ zum Opfer fielen. Viele Todesfälle werden jedoch gar nicht bekannt, Morde werden als Selbstmorde dargestellt und von den Familien vertuscht; und Frauen werden gezwungen oder veranlasst, sich selbst umzubringen. Da die Behörden es häufig an einer gründlichen Untersuchung des gewaltsamen Todes von Frauen mangeln lassen, ist jeder Versuch, solche Verbrechen vollständig zu erfassen, zum Scheitern verurteilt.“[7]
„Ehrenmorde betreffen alle Schichten und alle Altersgruppen. In den meisten Fällen ist der Täter der Bruder des Opfers. Oft [erhalten] die Angeklagten mildere Strafen, wenn ihre Opfer alleinstehend und schwanger waren.“[8]
Nach einer Untersuchung der Europäischen Union wurden in der Türkei seit 2001 über 1.800 Frauen Opfer sogenannter „Ehren“-Morde.[9] ------------- Gewalt gegen Frauen wird toleriert http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/...n-Klima-der-Gewalt
Für Frauenrechtlerinnen liegt das Problem aber nicht im Verzicht auf die Todesstrafe, sondern in einem gesellschaftlichen Klima, das Gewalt gegen Frauen toleriert. Allein im vergangenen Jahr wurden mindestens 281 Frauen von Männern ermordet, das entspricht mehr als fünf Opfern jede Woche. Seit 2010 zählte das Onlineportal Bianet 1134Morde an Frauen. Yasemin Yücel von der regierungskritischen Lehrergewerkschaft Egitim-Sen in Tarsus warf der islamisch-konservativen Regierung vor, eine Überlegenheit der Männer zu propagieren. Erdogan selbst hatte noch vor Kurzem einer Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen eine Absage erteilt. Minister forderten, dass Frauen sich auf die Mutterrolle beschränken sollten. Nach Ansicht von Frauenverbänden gibt es bei Polizei, Justiz und Behörden, aber auch in der Gesellschaft zudem die Tendenz, Gewalt gegen Frauen den Opfern selbst anzulasten, statt die Täter hart zu bestrafen.
Dass dieser Vorwurf nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigen vereinzelte Reaktionen, die Verständnis für den Täter von Tarsus erkennen lassen. So kommentierte Schlagersänger Nihat Dogan, wer Miniröcke anziehe, dürfe sich nicht beschweren, wenn er von Perversen attackiert werde. Nach einem Aufschrei der Empörung entschuldigte er sich. -----------------------
|