Türkei: USA kritisiert Einsatz gegen Journalisten Die USA hat die landesweite Razzia gegen Journalisten und angebliche Regierungsgegner in der Türkei kritisiert. Die türkische Polizei hatte bei einer landesweiten Großrazzia dutzende Menschen festgenommen.
BasNews (Redaktion) – Die USA hat die landesweite Razzia gegen Journalisten und angebliche Regierungsgegner in der Türkei kritisiert. Die türkische Polizei hatte bei einer landesweiten Großrazzia dutzende Menschen festgenommen.
Während des Einsatzes wurden nach Angaben des Senders „CNN Türk“ 32 Haftbefehle erlassen und 24 der Verdächtigen festgenommen. Darunter war unter anderem der Chefredakteur der Zeitung „Zaman“, Ekrem Dumanli. „Zaman“ und der Medienkonzern Samanyolu stehen dem mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verfeindeten islamischen Prediger Fethullah Gülen nahe. Nach Angaben von Dumanlis Anwalt wird dem Chefredakteur vorgeworfen, eine „Organisationsstruktur“ mit dem Ziel aufgebaut zu haben, die Souveränität der türkischen Regierung auszuhebeln.
In Washington sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Jen Psaki: „Offensichtlich gehören Medien, die sich kritisch gegen die derzeitige türkische Regierung äußern, zu den Zielobjekten dieser Aktionen der türkischen Sicherheitskräfte“. Medienfreiheit sei in der Verfassung verankert. Weiterhin appellierte sie „als Freund und Verbündeter“ an die türkischen Behörden, sicherzustellen, dass ihre Handlungen die demokratischen Fundamente des Landes nicht verletzen.
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu äußerte sich zunächst nicht zu den Razzien. Auf einer Veranstaltung der islamisch-konservativen Regierungspartei in der osttürkischen Provinz „Elazig“ sprach er am Sonntag lediglich von einem „Tag der Prüfung“. |