In der Sprache der Faustkämpfer würde man vermutlich von einem "serious blow" reden, einem gewaltigen Schlag ins Kontor des Bundesaußenministers, weil wie die Bild- Zeitung so treffend schreibt, "offenbar niemand en deutschen Minister treffen möchte."
Und dies ausgerechnet jetzt, wo die Schlagzeilen wallen, ob der Schwierigkeiten der deutschen Vorzeigebranche ausreichend elektronische Ware chinesischen Ursprungs zu beziehen, und auch weil China wieder die Spitzenposition im Außenhandel übernommen, hat. Immerhin nehmen wir Waren von 100 Mrd. Euro aus dem Land mit der langen Mauer ab. Und wenn man Enteigungen zum Nulltarif gut finden unter einen Vorwand wie es die Niederländische Regierung gemacht hatte dann ist man selber als Minister eine Fehlbesetzung.
Und so ganz unverständlich ist die einseitige Absage ob der Erkenntnis der eigenen Obsoleszenz dann wohl nicht, erinnert man sich an das Agieren von Herrn Wadephul gegenüber Israel, mit all seinem Fehleinschätzungen gegenüber der Entwicklung im Nahen Osten.
Und der Asiat ist vielleicht von seinen Anlagen einfach zu höflich, um direkt auf die Sinnlosigkeit des Besuches hinzuweisen, sind sie doch durch die Vorgängerin im Amte bereits ausreichend negativ vorbelastet, denn wer lässt sich sich gern von moralisch, ideologisch geprägter Überheblichkeit ein zweites Mal bevormunden.
China vermutlich gehört eben nicht dazu und ist keine Kolonie des Westen.
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