Ich habe gedacht, ich lese nicht richtig. Aber genau so steht es als Headline über Folker Hellmeyers täglicher Kolumne von heute. Hellmeyer sieht als Drahtzieher der Eurokrise das angloamerikanische Finanzsystem, mit seinen Hedgefonds, die agressiv gegen den Euro spekulieren, flankiert und unterstützt von deren Helfern, den US-Ratingagenturen. Den europäischen Politikern und insbesondere den bundesdeutschen, wirft Hellmeyer in Bitterkeit Versagen vor, weil sie nicht rechtzeitig und nicht energisch genug interveniert hätten. Hellmeyer sagt ganz speziell Deutschland einen brutalen Absturz voraus, weil die Exporte brachial einbrechen würden und daher das exportorientierte Deutschland ganz besonders schädige. Hellmeyer "storniert" in diesem Zug seine sämtlichen Prognosen für 2012.
Hier der Link zu Hellmeyers Doom-Artikel: http://www.goldseiten.de/artikel/...esausblick-werden-storniert-.html
Anmerkung: Ich sehe es nicht ganz so bitter wie Folker Hellemeyer, den ich ansonsten für einen der besten Experten halte. Aber ich meine, Hellmeyer hat zwei entscheidende Dinge nicht richtig gewürdigt: 1. der Niedergang des Euro, seine Entwertung, NÜTZT Deutschland, bzw. der deutschen Exportwirtschaft außerordentlich. Ich würde mich nicht wundern, wenn das stillschweigend von der Politik eingeplant wäre. 2. ein entschiedeneres Intervenieren durch die Vergesellschaftung von Schulden der Südeuropäer hätte allenfalls einen kurzfristigen Effekt gehabt. Langfristig wären die Schulden weiter explodiert - zu unseren Lasten. Und was wäre gefolgt? Ganz klar die Abstufung Deutschlands durch die US-Ratingagenturen, die nur darauf gewartet hätten. Folge: 7,5% Refi-Zinsen, weitere Abstufungen, Schuldenkrise und das Ende des Euro, weil es nach uns keinen Retter mehr geben würde. Was sagen Sie nun, Herr Hellmeyer? |