Deine Aussagen sind faktisch zwar korrekt, aber wo ist das Problem?
Mobly gehört nunmal zum Konzern, und das IPO wurde nunmal durchgeführt, um Moblys Wachstum zu finanzieren. Es gehört aber zwingend in die Konzernbewertung hinein, also in die Betrachtung des EV. Zudem hat Mobly aktuell extrem vorfinanziert. Da stecken noch hohe Forderungen gegen Kunden (Kreditkarten) und Lageraufbau drin. Der Cash dürfte höchstwahrscheinlich bald wieder deutlich steigen.
Was das Ebitda angeht hast du zwar recht, aber was ändert das am Cashflow? Wenn man sich den operativen Cashflow ex Umlaufvermögen anschaut, war der nach 9 Monaten fast ausgeglichen. Die Frage der Nutzungsrechte aus solchen Mietkosten wird im Kapitalfluss wieder ausgeglichen. Siehst du auch im Geschäftsbericht 2020 sehr gut. Die 10,9 Mio € werden in der GUV wegen den neuen IFRS Regeln nicht als Vertriebskosten vorm Ebitda gebucht, sondern aktiviert und abgeschrieben, fallen also erst unterhalb des Ebitda an. Das gleicht sich aber letztlich aus. Und im Kapitalfluss werden die 10,9 Mio dann wieder positiv gebucht. Auch da gleicht es sich mit den -10,9 aus dem operativen Ertrag aus. Im Konzernanhang wird der Aspekt auch als Vertriebskosten geführt, was die Sache vielleicht verwirrend macht. Vielleicht sollte man das im Anhang klarer trennen, wo welche Vertriebskosten dann letztlich in der GUV gebucht werden. Aber korrekt und sinnvoll ist es allemal, und den Cashflow tangiert das garnicht negativ. Es würde also keinen Sinn machen, jetzt das Ebitda um die 10,9 Mio zu reduzieren und daraus zu schließen, Home24 wäre höher bewertet. Denn die Kapitalflussrechnung zeigt die wahre Ertragsstärke. Wobei die aktuell wegen des Anstiegs im Umlaufvermögen arg verzerrt. ----------- the harder we fight the higher the wall |