1. Woher weißt du denn, dass 2022 die Löhne und Mieten deutlich anziehen? Und das bei einer Regierung mit SPD/Grünen, die da vielleicht auch einen Schwerpunkt auf Mietendeckel legen.
2. Holz ist doch das beste Beispiel. Es war ja nicht so, dass kein Holz mehr da war, sondern es gab erstens Lieferprobleme und zweitens haben vor allem Großhändler Holz gehortet als sie merkten, dass es knapp werden könnte. Dadurch war der Holzpreis kurzzeitig in die Höhe geschossen, hat aber schon wieder deutlich nachgegeben. Und wieso sollte sich bei 2-3% BIP-Wachstum und ähnlichem Nachfrageanstieg eine hohe Inflation einstellen, wenn das Angebot sich stärker entspannt als die Nachfrage steigt?
3. Mal abgesehen davon dürfte selbst bei 4% Inflation im nächsten Jahr die Zinsen trotzdem maximal auf 2% steigen. Erstens entschulden sich die Staaten so ganz bequem, und zweitens kann man sich 2% Realzins einfach leisten, zumal man höhere Nominalzinsen als 2% auch wegen der Wichtigkeit des Aktienmarktes insbesondere in den USA für die Konjunktur nicht ganz abwürgen will. Dann lieber mal zeitweise 2-3% höhere Inflationsdaten als Zins. Wichtig ist ja nur, dass man auch den Pensionskassen und Banken mal wieder 2,0-2,5% ZIns auf 10jährige Bundesanleihen liefert. Dann sollte der Finanzmarkt ziemlich gut im Gleichgewicht sein. Aktien wären weiter erste Wahl, aber Banken verdienen auch was am Anleihegeschäft und Krediten. Insofern wären 3-4% Inflation fast die beste aller Welten im nächsten Jahr. ----------- the harder we fight the higher the wall |