US9818111026 - Worthington Industries
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neuester Beitrag: 18.04.26 23:46
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| eröffnet am: | 24.03.23 18:21 von: | MrTrillion3 | Anzahl Beiträge: | 8 |
| neuester Beitrag: | 18.04.26 23:46 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 4691 |
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Die Aktie ist im Solactive Hydrogen Top Selection Index enthalten:
Worthington Industries - A Sufficient Margin Of Safety Even As A Cyclical Company
Mar. 24, 2022 9:43 AM ET
Worthington Industries: Sum Of Parts Is Greater Than The Whole
Apr. 11, 2023 12:25 PM ET
Mixed Signals: Worthington Industries Reports Strong Earnings but Faces Skepticism from Investors and Reports of Insider Trading.
by Roberto Liccardo
May 27, 2023
Bei US9818111026 muss man zuerst einen Punkt geradeziehen: Die heutige Aktie ist die von Worthington Enterprises, nicht mehr die alte, breit diversifizierte Worthington Industries mit Stahlverarbeitung. Seit der Abspaltung von Worthington Steel zum 1. Dezember 2023 ist WOR ein fokussierteres Industrieunternehmen mit zwei Hauptsäulen, Building Products und Consumer Products. Wer ältere Charts, Margen oder Umsatzreihen betrachtet, muss das im Kopf behalten, weil historische Vergleiche sonst schnell schief werden. (Worthington Enterprises)
Die Geschichte des Unternehmens ist trotzdem ein Pluspunkt. John H. McConnell gründete Worthington 1955 in Columbus, Ohio, nachdem er sich 600 Dollar gegen seinen Oldsmobile geliehen hatte, um seine erste Stahlladung zu kaufen. Schon im ersten Jahr verdiente das Unternehmen Geld, 1966 führte McConnell Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter ein, und 1968 folgte der Börsengang mit 150.000 Aktien zu 7,50 Dollar. An der NYSE wird die Aktie seit dem 19. April 2000 gehandelt; davor lief sie an der NASDAQ unter dem Kürzel WTHG. Das ist keine romantische Nebensache, sondern erklärt, warum Worthington bis heute eine sehr ausgeprägte Eigentümerkultur und einen disziplinierten Kapitaleinsatz hat. (Worthington)
Operativ ist Worthington heute deutlich attraktiver und übersichtlicher als der alte Konzern. Das Unternehmen verkauft keine anonyme Massenware, sondern besetzt Nischen mit Marken, Preissetzungsmacht und Wiederholungsgeschäft: im Gebäudebereich etwa Wasser-, Heizungs-, Kühlungs-, Decken- und Metallrahmenlösungen, im Konsumbereich Werkzeuge, Outdoor-Living- und Feierprodukte. Dazu kamen in kurzer Folge mehrere Zukäufe: HALO Anfang 2024, Hexagon Ragasco im Juni 2024, Elgen im Juni 2025 und LSI im Januar 2026. Genau daran sieht man die Strategie: kein Großkonzernfantasieprojekt, sondern ein fokussierter Buy-and-Build-Ansatz in angrenzenden Nischen. Seit November 2024 führt Joseph Hayek das Unternehmen als CEO. (Worthington Enterprises)
Die Zahlen sprechen dafür, dass das bisher funktioniert. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Worthington laut Geschäftsbericht rund 1,2 Milliarden Dollar Umsatz, 263 Millionen Dollar Adjusted EBITDA und 159 Millionen Dollar Free Cashflow; zum Geschäftsjahresende lagen 250 Millionen Dollar Cash in der Kasse. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz bereits auf 1,0098 Milliarden Dollar, das Adjusted EBITDA auf 212,3 Millionen Dollar und das bereinigte EPS auf 2,41 Dollar; der Free Cashflow lag bei 115,1 Millionen Dollar. Im dritten Quartal 2026 allein stiegen die Erlöse um 24 Prozent auf 378,7 Millionen Dollar, das Adjusted EBITDA um 15 Prozent auf 84,6 Millionen Dollar. Besonders auffällig ist, dass Building Products inzwischen klar der Wachstumsmotor ist: In den ersten neun Monaten 2026 kamen 616,1 Millionen Dollar Umsatz aus diesem Segment und 393,7 Millionen Dollar aus Consumer Products. (materials.proxyvote.com)
Auch die Dividende ist sauber, aber man sollte sie richtig einordnen. Worthington zahlt seit dem IPO 1968 ununterbrochen quartalsweise Dividende. Im Juni 2025 wurde die Quartalsdividende um 12 Prozent auf 0,19 Dollar erhöht; im März 2026 wurden erneut 0,19 Dollar je Aktie für die Zahlung Ende Juni 2026 beschlossen. Auf Jahresbasis sind das 0,76 Dollar je Aktie. Beim letzten Kurs von 55,15 Dollar am 17. April 2026 entspricht das einer Dividendenrendite von rund 1,38 Prozent. Das ist kein Einkommenswert, aber ein Zeichen von Kontinuität und finanzieller Disziplin. (Worthington Enterprises)
Damit zur Aktie selbst. Bei rund 55 Dollar ist Worthington für mich kein Schnäppchen mehr. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 2,76 Milliarden Dollar, das angezeigte KGV bei rund 24,7. Auf Basis der offiziell gemeldeten Zahlen komme ich auf ein ungefähres EV/TTM-Adjusted-EBITDA von 10,3 und auf ein Kurs-zu-Free-Cashflow-Verhältnis von rund 16,8. Das ist für einen klassischen Zykliker zu teuer, für einen gut geführten Nischen-Industriewert mit ordentlichen Margen, starker Cash-Konversion und vernünftiger Akquisitionslogik aber noch vertretbar. Meine Einschätzung ist deshalb: fair bewertet mit leichter Qualitätsprämie. Mein 12-Monats-Basiskursziel liegt bei 60 US-Dollar. In einem starken Szenario mit weiter guten Akquisitionseffekten, stabilen JV-Beiträgen und anhaltend robuster Bautätigkeit halte ich etwa 72 Dollar für erreichbar. In einem schwächeren Szenario mit nachlassender Baukonjunktur und Integrationsproblemen sehe ich eher 46 Dollar. (Worthington Enterprises)
Für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre gefällt mir das Unternehmen grundsätzlich. Worthington ist heute weniger eine Stahlwette als früher, sondern eher ein fokussierter Industrie-Compounder für Gebäudehülle, HVAC, Wasserlösungen, Zylinder und ausgewählte Konsummarken. Das kann über lange Zeit funktionieren, weil viele dieser Märkte von Ersatzbedarf, Renovierung, Sicherheit, Energieinfrastruktur und Nischenführerschaft leben. Positiv ist auch, dass das Management Kapital nicht wahllos verteilt, sondern 2025 insgesamt 211 Millionen Dollar in Wachstum, Modernisierung, Rückkäufe und Dividenden gesteckt hat. Aber es gibt echte Risiken: Consumer Products hängt stark an einem Großkunden, der 2025 allein rund 28 Prozent des Segmentumsatzes ausmachte; Building Products bleibt trotz aller Nischenstärke an Bau- und Modernisierungszyklen gekoppelt; und die Gewinne der Joint Ventures WAVE und ClarkDietrich schwanken, was man in den Quartalen bereits gesehen hat. Dazu kommt das übliche Integrationsrisiko nach mehreren Zukäufen in kurzer Zeit. (SEC)
Unterm Strich halte ich Worthington für ein gutes Unternehmen und für eine ordentliche Aktie, aber nicht für einen Geheimtipp mehr. Die Firma ist heute klarer strukturiert, qualitativ besser lesbar und strategisch plausibler als der alte Mischkonzern. Die Bilanz ist nach den jüngsten Akquisitionen nicht mehr ganz so komfortabel wie noch 2025, bleibt aber beherrschbar; Ende Februar 2026 standen 312 Millionen Dollar Schulden, nur noch 6 Millionen Dollar Cash und rund 495 Millionen Dollar freie Revolver-Kapazität gegenüber. Für mich ist WOR deshalb eher ein Fall von „gutes Geschäft, faire bis ambitionierte Bewertung“ als ein Fall von „billig und übersehen“. Wer auf Sicht von fünf bis fünfzehn Jahren investiert, kann hier durchaus ordentliche Gesamtrenditen aus Gewinnwachstum, kleinen Dividendensteigerungen und selektiven Zukäufen bekommen. Wer dagegen auf eine schnelle Neubewertung oder eine hohe laufende Rendite aus ist, wird vermutlich attraktivere Titel finden. (Worthington)
Autor: ChatGPT


