um die Steuersenkung ist, dass es mal wieder mehr zum Politikum gemacht wird, als dass dahinter etwas sinnhaftes steckt.
Klar, grundsätzlich sind Sätze wie "Mehr netto vom Brutto" immer schön zu lesen...und auch Aussagen von Rösler wie "wir wollen den Bürger eben auch an dem Aufschwung, der ihm zu verdanken ist, beteiligen - denn der Bürger weiß am Besten, was er mit dem Geld macht!" hören sich toll an. Nur was steckt eigentlich konkret dahinter??
Letztlich ist es während des Konsolidierungskurses auch in Zeiten des Aufschwungs mit Steuermehreinnahmen nicht vorgesehen, dass es zu Steuergeschenken kommt, denn es geht weiterhin darum insgesamt auf die Schuldenbremse zu treten und die Neuverschuldungen nicht weiter auszubauen. Natürlich kann man jetzt wie die FDP argumentieren, dass ein gewisser Spielraum trotz Berücksichtigung der Konsoliderungsmaßnahmen vorhanden sei. Offen bleibt aber nur, wo dieser konkret sein soll und was es mit Zins und Zinseszins letztlich in 30 Jahren kostet, wenn wir heute 10Mrd. abknapsen, denn wirklich "vorhanden" ist das Geld keineswegs.
Doch irgendwo muss man dem Bürger, der ja letztlich den Aufschwung durch seinen eigenen Konsum im Inland (und nicht wie sonst durch das deutsche Exportgeschäft) geschaffen hat, die ein oder andere Motivationsspritze geben - wieso also nicht in Form von Steuersenkungen? Zumal das letztlich nur die konsequente Durchsetzung des einstigen Wahlversprechens der FDP zur BTW 2009 wäre...
...doch möchte das die Bevölkerung überhaupt? Nein, eigentlich nicht. Und zwar sprachen sich zuletzt nur 19% der Bevölkerung für eine aktuelle Steuersenkung aus. Vielleicht ist es also einfach wieder mal nur so, dass der Bürger besser rechnen und objektiver betrachten kann, als es die Politik uns zutraut und verkaufen will. ----------- The only thing, that interferes with my learning, is my education...! |