DEBATTE UM DIENSTWAGENKritiker zweifeln an Schmidts KostenrechnungUlla Schmidt verteidigt den Dienstwagen-Trip nach Spanien - doch die Kritiker der Gesundheitsministerin legen nach. Jetzt rechnet der Bund der Steuerzahler vor, dass der Chauffeur-Einsatz über 9000 Euro gekostet haben muss. Die Sprecherin der SPD-Politikerin hatte niedrigere Zahlen genannt. Berlin/Els Poblets - Mit dem Kostenargument versucht Ulla Schmidt, sich aus der Affäre zu ziehen. Die Nutzung ihres Dienstwagens im Urlaub sei billiger, als ein Auto zu mieten, sagte ihre Sprecherin noch am Montag: 500 Euro pro Tag für einen Mietwagen stünden Benzinkosten von gerade mal 500 Euro für die 5000-Kilometer-Fahrt nach Spanien gegenüber. Jetzt aber werden Zweifel an diesen Zahlen laut. AP Schmidt am Montag in Denia in Spanien: "Theater im Sommerloch" Der Bund der Steuerzahler weist die Rechnung des Ministeriums zurück. In der "Bild"-Zeitung rechnete Geschäftsführer Reiner Holznagel vor: Allein für die Anreise müssten unter anderem für Benzin und allgemeine Abnutzung 3800 Euro angesetzt werden. Hinzu kämen 114 Euro Mautgebühren und mindestens sechs Hotelübernachtungen für den Fahrer, die mit insgesamt rund 600 Euro veranschlagt werden müssten. Für die Dienstzeit und Überstunden setzt der Steuerzahlerbund weitere 4872 Euro an. Damit koste die Reise mindestens 9386 Euro. Weitere Kosten wie der Ersatz für den gestohlenen Dienstwagen, der nicht versichert war, seien in der Summe nicht berücksichtigt. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,638642,00.html ----------- gruß Maxp. |