Nach Tagesspiegel-Informationen soll Schindler sich zunächst geweigert haben, das Kanzleramt bestand aber auf seiner Ablösung. Er soll gedrängt worden sein, selbst zurückzutreten, was er aber abgelehnt hat. Weiterhin schreibt der Tagesspiegel, dass die Bundeskanzlerin selbst Einfluss auf die Personalie genommen habe, aber nicht in Erscheinung treten wollte. Es wird nicht ausgeschlossen, dass Angela Merkel an einer schnellen Entscheidung vor der Bundestagswahl gelegen war, um das Thema BND aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Nachfolger wird mit Bruno Kahl ein Vertrauter von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), bestätigten Sicherheitskreise der Deutschen Presse-Agentur am Dienstagabend.
Fakt ist, dass so richtig nicht klar ist, warum er gehen musste. Gesundheitliche Probleme und selbst die BND-Affäre hatte Schindler überstanden. Natürlich werden jetzt die wildesten Vermutungen angestellt:
Ausdrücklich keine Rolle haben den Sicherheitsexperten zufolge die öffentlichen Äußerungen des BND zur Lage in Saudi-Arabien gespielt, die in einer ungewohnt deutlich Kritik an der aggressiven Außenpolitik des neuen Königs und seines Kronprinzen geäußert wurde - vor allem hinsichtlich des Konfliktes mit dem Iran. Das Auswärtigen Amt distanzierte sich davon: "Der BND spricht nicht für die deutsche Außenpolitik."
Die DWN vermute, dass es eventuell etwas mit seiner Schwester zu tun haben könnte:
„…In europäischen Geheimdienstkreisen wurde jedoch bereits vor einigen Tagen mit Interesse ein Wikipedia-Eintrag bei Schindler beobachtet, der erst am 17. April 2016 in Schindlers Profil in der aus den USA betriebenen Enzyklopädie erfolgt war. Darin stand zu lesen: „Seine Schwester Monika Müller ist mit dem Pressesprecher der AfD Saar, Rolf Müller, verheiratet.“ Es ist interessant, dass die Wikipedia diesen Umstand nicht schon früher eingetragen hatte: Der Stern hatte diese Tatsache bereits am 9. März 2016 erstmals öffentlich gemacht. Die Auswirkung eines solchen Eintrags auf den flüchtigen Leser ist allerdings effektvoll: Eine mögliche Nähe des BND-Chefs zur AfD hätte verheerende Wirkung für dessen Ansehen….“ (2)
Noch wichtiger aber ist die Auswirkung auf ausländischen Partnerdienste, werden doch die rechten Parteien in Europa derzeit von den US-Geheimdiensten auf eine mögliche Unterwanderung durch Russland hin untersucht.
"...Der Grünen-Geheimdienstexperte Hans-Christian Ströbele warnte davor, dass sich mit dem Wechsel an der BND-Spitze die Gegner einer Geheimdienstreform durchsetzen könnten. Der dpa sagte er, dass die Nachfolge Schindlers ein Vertrauter Schäubles übernehmen solle, "deutet darauf hin, dass sich die Hardliner durchgesetzt haben"..." (1)
(1) http://www.tagesspiegel.de/politik/...f-gedraengt-haben/13506600.html
(2) http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/...ler-ueber-die-afd/ |