Schröder-Reise zum D-Day

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neuester Beitrag:  07.06.04 21:52
eröffnet am: 04.06.04 13:00 von: Liv Tyler Anzahl Beiträge: 108
neuester Beitrag: 07.06.04 21:52 von: Alabama Leser gesamt: 5573
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05.06.04 01:27 #76 Happy
Wenn du mich willst, lasse ich mich natürlich vorher scheiden, Ordnung muß sein.
Hoffentlich kopiert das keiner!  
05.06.04 01:28 #77 Aber es wäre absurd, dies bei den D-Day
Feierlichkeiten zu tun. Es ist einfach der falsche Anlass! Ganz abgesehen davon: Es hat wenig Sinn, dieser deutschen Soldaten als Helden zu Gedenken, eher als Opfer. Sie starben nicht bei der Verteidigung ihres Vaterlandes, sondern bei der Verteidigung fremden Landes gegen dessen Befreiung. Man sollte bitteschön bei all der Soldatenverehrung und Heldenduselei die historischen Tatsachen nicht ins Gegenteil verkehren.


Gruß BarCode    
05.06.04 01:29 #78 *g*
Schnell audrucken, bevor Du das morgen wieder von Paul löschen lässt ;-)))

Bestell schon mal das Aufgebot!  
05.06.04 01:30 #79 So ist es, BarCode o. T.
05.06.04 01:30 #80 Mein Posting war Antwort auf Ribald o. T.
05.06.04 01:33 #81 BarCode, klar,
natürlich nur als Opfer und nicht am D-Day, sondern danach.
Woran Deutschland krankt, ist die nationale Identität,
der Verfall des Wertesystems usw.
Das macht die Mehrzahl der Menschen hier haltlos.  
05.06.04 01:33 #82 *lol*
Stimmt, BarCode - sonst könnte man das Posting wirklich falsch verstehen *g*  
05.06.04 01:43 #83 mir geht es keineswegs darum,
irgendetwas zu relativieren. Selbstverständlich verstehe ich den Zorn der seinerzeit von Deutschland überfallenen und Leidenden.

Mein Zorn verraucht aber nicht, sondern richtet sich gegen Poster von Schwachsinn wie dem folgenden:

"Was glaubst Du, warum es für die SS Angehörigen die Sonderbehandlung gab, die haben sich das redlich verdient, wenn man den Büchern glauben schenken darf! Aber nach 60 Jahren und einseitiger Berichterstattung sollte der Zorn langsam aber sicher verrauchen."

Mal abgesehen davon, dass ich hier eine Rechtfertigung für Schläge und Folter heraushöre - "die haben sich das redlich verdient" - , habe ich aus  m e i n e r  Familiengeschichte erzählt und vom Schicksal meines Vaters gesprochen, und mich nicht auf Bücher bezogen, von denen mir der Poster mit Sicherheit kein einziges wird nennen können, das er selbst gelesen hat!

Von meinem Vater, der damals gerade 18 wurde und lediglich 4 Wochen an der Front war, bevor er ins Lazarett und dann in die Gefangenschaft kam, weiß ich definitiv, dass er sich diese Behandlung "nicht verdient" hatte.

Mir geht es nicht um die D-day-Feiern; das ist O.K. und wird seit Jahrzehnten mit Recht gefeiert, denn da begann für Europa die Befreiung vom Nazi-Joch. Mir geht es um die Ehrung der gefallenen Deutschen, die der Kanzler nicht bzw. nur mangelhaft fertigbringt. Mir geht es darum, sich der Vergangenheit stets bewusst zu sein und nicht einfach zu sagen, "das ist vorbei, alter Käse, wir müssen jetzt nach vorne schauen".


Mir geht es aber hier und jetzt um die Dreistigkeit und die Dummheit und vor allem um die Ahnungslosigkeit, mit der hier gepostet wird, von einem zombi etwa; möchte wissen, welches Buch er zur Sache jemals gelesen hat (falls er überhaupt schon mal eines in der Hand hatte). Jeder einfache Arbeiter hat mehr Ehre im Leib und mehr Verstand im Kopf als der.

Wenn Du Kogon: "Der SS-Staat" gelesen hast, kannst Du wiederkommen.





 
05.06.04 01:51 #84 Darüber kann man trefflich streiten, Ribald
ob es in Deutschland einen augeprägteren Werteverfall gibt als anderswo, und ob das mit der nationalen Identität zu tun hat.

Ich bin da eher der Meinung, dass sich - gerade im Zuge der Auseinandersetzung mit der Geschichte - ein sehr strenges Wertesystem gerade in Deutschland entwickelt hat. Wir nehmen uns sehr ernst. Oft ernster als die Nachbarn, weil wir es besonders gut meinen mit dem "gute Menschen" sein. Das hat psychologisch dann die fatale Wirkung, dass manche meinen, sie würden von der political corectness "unterdrückt". Dann scheint es plötzlich ein emanzipatorischer Akt, das Gegenteil dieser "correctness" zu vertreten. Ist hier am Board immer wieder zu beobachten, das Phänomen der beleidigten Verfolgten, die angeblich "endlich" mal die Wahrheit herausschreien - und das ununterbrochen und gleich mehrmals am Tag und das ganze Jahr über (ok ich übertreibe).

Ich finde diese Form der Political Correctness gegenüber der Vergangenheit Deutschlands, die sich geradezu in Selbstkasteiung gefällt, auch bis zum Überdruss ausgelebt. Der inhaltliche historische Kern bleibt aber deshalb immer noch richtig. Es macht einfach wenig Sinn, sich der Verantwortung (nicht Schuld!) gegenüber der Geschichte dadurch zu entziehn, dass man sie leugnet oder schön redet. Wir sind doch wirklich gut da rausgekommen, man hat uns super fair behandelt, Deutschland hat sich zu einem prima demokratischen Land entwickelt - da wird man doch vor allem darauf stolz sein können, dass man kapiert hat, was historisch schräg gelaufen ist.

Gruß BarCode

 
05.06.04 01:52 #85 Boah ribald , Du laberst einen geballten Mist!
Es ist unglaublich.
Die Welt lebt in einer ständigen Veränderung.
Die Mehrheit der Menschen ist nicht haltlos, sondern chancenlos.
Alles ist mobil, Nachbarn sehen sich nur noch vor Gericht und immer ist es Deutschmann gegen Deutschmann. Mach mal die Augen auf!
Meine Nachbarin ist eine Frau aus Afganistan die im Iran aufgewachsen ist(übrigends einer der nettesten und liebsten Menschen die ich kenne). wenn Sie deutsche Sorgen hört
schüttelt sie immer ungläubig den Kopf, was ich sehr gut verstehe.
Salea hat mir schon Klamotten erzählt, die kommen nicht mal in Euren Alpträumen vor und da ist es vollkommen normal!  
05.06.04 01:53 #86 kiwii
Ich seh das alles genau so wie Du, aber ich
erwarte hier nicht viel, also mache mir in der
Regel nicht die Mühe, hier seriös und sachlich
zu posten.
Natürlich gibt es auch hier viele Ausnahmen wie
BarCode, Du, Reila, SL und andere.
Wer nach 6 Jahren Rot-Grün noch nicht bemerkt hat,
dass das ein sehr dümmlicher Chaotenverein ist, der
der Masse der Deutschen permanent schadet, ist für
mich nicht mehr ernst zu nehmen.
Vielleicht liegt das auch an unserer ökonomischen
Vorbildung, Berufstätigkeit und Verantwortung.

Grüße  
05.06.04 01:56 #87 Opilein
Sei mal ehrlich, dein letztes Posting ist doch ein Armutszeugnis?  
05.06.04 01:59 #88 ribald
verabschieden wir uns hier für heute und überlassen den Dummköpfen das letzte Wort.
Angenehme Nachtruhe
Grüsse K.  
05.06.04 02:00 #89 Ribald. Ich bitte unter diesen Bedingungen
dann doch darum, in die Reihe der nicht ernst zu nehmenden aufgenommen zu werden. :-)

Gruß BarCode

 
05.06.04 02:01 #90 BarCode
Deinen Aussagen habe ich nichts entgegen zu setzen,
ausser, dass ich aus täglicher Beobachtung bemerke,
dass viele Menschen "wurzellos" geworden sind.
Haltlos werden sie zu einem Spielball vieler wechselnder
Einflüsse und kennen nur eine Ersatzreligion, nämlich "Geld".
Dagegen stehen die durch z.B. Glaube sehr standfesten
Minderheiten, die ihnen dadurch überlegen sind.

Grüße und gute N8  
05.06.04 02:02 #91 Und jetzt schreibt bitte sofort noch
einer was, sonst bin ich auch noch der Dummkopf mit dem letzten Wort!!!

Gruß BarCode  
05.06.04 02:03 #92 Mist! :-) o. T.
05.06.04 02:12 #93 Ich springe gerne ein o. T.
05.06.04 02:17 #94 BarCode,
auch bei den Grünen gibt es vernünftige Leute.
Sie brauchen es halt als Ersatzreligion.
So sind sie - in ihren Augen - die besseren,
fortschrittlicheren Menschen.
In den Generationen davor waren es die Jusos,
die KPD M/L und andere.
Gute Nacht  
05.06.04 09:45 #95 Lesezeichen
...den Thread kann man später noch einmal gebrauchen - bei so viel Sachlichkeit *g*  
05.06.04 11:20 #96 "in der welt des handelns

wissen wir, dass es verhaengnisvoll ist, tiere oder menschliche wesen
zu behandeln, als waeren sie kloetze oder steine. warum sollten wir
diese behandlung in der welt der ideen als weniger irrig ansehen?"

Toynbee, a study of history, london 1935


hier mal eine sachliche warnung vor
 'kloetzen und steinen' in der welt der ideen..
(dumm nur, dass jede idee selbst schon an sich ein 'klotz' ist.. ,
da kann
man schier nichts machen .. ausser, dass man es eben weiss, dass das so ist...)


aber - bringt uns dieses wissen jetzt irgendwie weiter,
oder muessen wir das ganze jetzt nochmal von vorne aufrollen?

fazit: philosophie ist ..klasse







 
05.06.04 11:39 #97 Ich will es mir gar nicht durchlesen.
Meine Meinung zu der Reise: Unnötig, überflüssig, unangemessen. Alle Soldaten in verschiedenen Kriegen sind Opfer, keine Helden. Mißbraucht durch ihre Regierungen. Zu feiern gibt es nichts, auch wenn man sich die Befreiung von der NS-Zeit dankbar wahrnehmen sollte. Nicht mehr, nicht weniger. Bomben auf Dresden, russische Massaker an deutschen Soldaten, Vertreibungen aus ehemals deutschen Gebieten sind nicht nur keine Ruhmestaten, sondern sind ebenfalls Kriegsverbrechen!  
05.06.04 12:09 #98 @sue.vi
In dem Buch "Der Glaube, die Wurzel und der Tod" , des von mir sehr geschätzten Autors ribald, bleibt die Kernfrage unbeantwortet. Ist der Glaube nun die Wurzel des Haltes oder die Wurzel allen Übels?

Auch in Deiner Abhandlung finde ich keine Anzeichen dafür, dass die Aktion, nämlich das Anstossen des Klotzes oder Steines der Weisen (sue.vi), die eigentlich zwingende physikalisch vorgeschriebene Reaktion hervorruft.

Wenn ich vorraussetze, dass die Welt des Wissens, physikalisch unabhängig (in Teilen oder als Ganzes) von dem uns umgebenden Universum funktioniert, mag Philosophie zwar klasse, jedoch nutzlos sein.  
05.06.04 12:35 #99 Eines der wichtigsten Bilder des 20. Jahrhunder.
was Verständigung und Aussöhnung anbelangt - ein symbolischer Händedruck, der protokollarisch nicht vorgesehen war und bemerkenswert, da der französische Präsident einem plötzlichen Einfall folgte und der deutsche Bundeskanzler sofort die Tragweite dieses Händehaltens in jenem feierlichen Augenblick begriff und mitmachte - eine großartige Geste; ein Beispiel für uns alle?



Zitate:

Welch stärkeres Symbol für Frieden und Partnerschaft kann es geben, als wenn sich zwei Staatsmänner die Hand geben, wichtiger noch, wenn sie es tun, nicht um einander bloß zu grüßen, sondern um mit der friedlichsten aller Gesten die Gemeinsamkeit ihrer Gedanken vor der Öffentlichkeit zu demonstrieren?

...

Die Begegnung von Mitterand und Kohl auf den Schlachtfeldern von Verdun hatte darüber hinaus ihre Bedeutung deshalb, weil sie die beiden Weltkriege miteinander umspannte.

...

Dieses historische und höchst symbolische Bild wird für immer im Gedächtnis der Bürger von VERDUN und ganz Europas eingraviert bleiben. Auf einem infolge menschlichen Wahnsinns blutigen Boden richtete sich dieser Händedruck, erfüllt von Weisheit und gegeben angesichts des Ossuariums von Douaumont, an die Erinnerung der Kämpfenden, die erleben durften, dass sich ihr Opfer in Hoffnung auf Frieden und Verständigung verwandelte. Diese brüderliche Geste richtete sich auch an unsere Kinder, die mit zahlreichen schulischen Arbeiten die Friedensbotschaft und das Harmoniebestreben unter den Menschen am Leben erhalten.

Jean-Louis DUMONT Verdun, le 18 février 2000.
Depute de la Meuse -VERDUN
Abgeordneter des Departement MEUSE

 
06.06.04 22:53 #100 Jetzt hab ich mir die D-Day-Show angesehen, .
muss sagen, Schröder wäre wirklich besser zuhause geblieben.
Die Deutschen haben bei einer solchen "Veranstaltung" nix zu suchen.  
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