Ich kenne eben keine wirkliche Zahl. Ich vermute eher, man will mir weismachen, dass Jugendliche heutzutage einfach zu doof sind, um "richtig" zu arbeiten. Sicher gibt es Jugendliche, die nicht den Ernst der Lage erkannt haben; dass es wichtig für sie ist, sich um eine gute Ausbildung zu bemühen und Regeln zu befolgen. Ganz bestimmt gibt es auch solche.
Aber die Grundintention der Medien, aus Randgruppenbetrachtungen (Extremen) direkt Meinungshysterien zu erzeugen, sollte langsam den Menschen bekannt sein, oder nicht?
Geht man auf diese Hysterie ein, sollte man sich ganz andere Dinge fragen: Was ist los im Schulsystem, wenn anscheinend "eine Menge" Schüler ausbildungsunfähig die Schule verlassen? Seit wann sind Kinder denn so schlecht gebildet, bzw. so realitätsfern?
Dieser Mist rund um "Fördern und Fordern", dem gelogenen Leitsatz der Bundesregierungen, basiert eigentlich nur darauf, Förderungen zu streichen, indem man rigoros behauptet, etwas Eingefordertes nicht erhalten zu haben. Dies ist eine vollkommen blinde Betrachtung der Zustände auf statistischer Basis, die nur darauf abzielt, die Menschen in ein "Schema-F" zu pressen, das vielleicht in einer Modellannnahme in Kleinstadt A funktioniert, jedoch nicht in Ballungsräumen oder vice versa.
Es sind ja nicht nur Schulabsolventen in Not um einen regelmäßigen Verdienst. Es betrifft eben auch oft Arbeitssuchende über 45 Jahre. Und selbst Menschen im "perfekten Alter" kommen nicht mehr in Arbeit oder müssen ihren mickrigen Lohn aufstocken. ----------- Dumme Menschen stellen keine Fragen. |