Florian Söllner Während einige europäische Länder über eine Kürzung der Solarförderung nachdenken, will China nun die Unterstützung für Solarprojekte ausbauen. Dies würde vor allem den heimischen Solarmodulherstellern zu Gute kommen.Endlich wieder einmal gute Nachrichten für die Solarbranche. China setzt künftig noch stärker auf Sonnenstrom. Wie jetzt durchsickerte, hat das chinesische Finanzministerium bereits Ende letzter Woche Pläne geäußert, die Förderung auszubauen. Ziel sind Neuinstallationen von mindestens einem GW ab 2013. Zum Vergleich: 2010 werden erst rund 500 MW erwartet. Konkret sollen bis zu 50 Prozent der Materialkosten und 0,55 Euro-Cent pro Watt für Solarprojekte bezuschusst werden. Bereits jetzt wird im Rahmen des "Golden Sun" - Programms das Gros der Kosten für Demonstrationsprojekte gefördert. Die Analysten von JP Morgan begrüßen die neuen Pläne. Dies dürfte den chinesischen Solarmarkt anschieben, der derzeit noch weniger als fünf Prozent des Weltmarktes ausmacht. Gleichzeitig werden jedoch fast 50 Prozent der Solarmodule in China produziert. JP Morgan geht davon aus, dass europäische Solarfirmen von dieser Förderung nicht direkt profitieren werden, da unter das Programm nur in China produzierte Module fallen dürften. Zumindest indirekt wäre eine größere Nachfrage aus China jedoch auch gut für die Preisentwicklung beziehungsweise den Gesamtmarkt. Wenngleich kurzfristig die Entwicklung des deutschen Absatzmarktes (siehe auch: "Solar-Schreck") viel entscheidender für den Solarsektor ist, dürften insbesondere chinesische Solaraktien zunächst von den neuen Plänen profitieren. Zumal das Marktforschungsunternehmen IMS Research davon ausgeht, dass der Solar-Weltmarkt trotz der Schwäche in Deutschland im nächsten Jahr auf mindestens 19 Gigawatt anwächst. 
Auf Rebound setzen Kaufenswert sind derzeit Yingli Green Energy, Renesola, Solarfun und Trina Solar. Bei einigen dieser Papiere hat bereits eine Gegenbewegung eingesetzt. Beispielhaft dafür ist der Chart von Trina. Auch hier sollte jedoch ein enger Stopp unter dem Dezember-Tief nicht vergessen werden. Denn so gut die langfristigen Aussichten in China sind - kurzfristig kann eine weitere Kürzung in Deutschland auch für China-Player jederzeit wieder für Verunsicherung sorgen. Schließlich erzielen Trina und Co Stand heute bis zu 50 Prozent ihrer Umsätze in Deutschland. |