Rechtsradikale für Israel

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17.06.04 11:29 #1 Rechtsradikale für Israel
Peter Nowak   17.06.2004
Rechte in Belgien, Rumänien oder Italien gegen Antisemitismus, in Deutschland wäre dies undenkbar

Bei den belgischen Kommunalwahlen konnte der rechtsradikale Vlaams Blok mit fast 25 % der Wählerstimmen abermals einen Erfolg [1] verbuchen. Bei der Wähleranalyse gab es eine große Überraschung. Die flämischen Nationalisten mit Nazivergangenheit bekamen offenbar [2] auch Stimmen von Mitgliedern der großen jüdischen Gemeinde Antwerpens. Sie sahen im Vlaams Blok einen Verbündeten gegen die wachsende Moslemgemeinde in Belgien, die den Nahost-Konflikt für antiisraelische, teilweise auch offen antisemitische Propaganda nutzt.

Der belgische Soziologe Serge Govaert beschrieb in der aktuellen Le Monde diplomatique [3], wie die Rechtspartei Imagewerbung unter der jüdischen Bevölkerung betrieb. So haben in der letzten Zeit Abgeordnete des Vlaams Blok in Presseerklärungen den wachsende Antisemitismus weltweit verurteilt. Die beiden Antwerpener Vlaams Blok-Abgeordneten Gerolf Annemans und Guido Tastenhoye schrieben:


Bei den Juden Belgiens und vor allem im Antwerpener Diamantenviertel und den angrenzenden Straßen herrscht große Besorgnis wegen des zunehmenden Antisemitismus einer radikaler einheimischer Moslems (...), Juden werden in aller Öffentlichkeit belästigt (...), dies alles ist völlig inakzeptabel (...), Polizei und Justiz müssen hier mit aller gebotenen Schärfe reagieren.

Der Vlaams Blok versucht mit seiner Kampagne gegen Antisemitismus wie andere Ultrarechte auch, politische Seriosität zu erlangen. Oft steckt dahinter sogar ein antisemitisches Denkmuster. Weil die Rechten an die internationale Macht und den Einfluss der Juden glauben, hoffen sie mit Sympathieerklärungen für Juden auch weltweit anerkannt zu werden. Das ist sicher auch das Kalkül des Chefs der neofaschistischen Großrumänienpartei, Corneliu Vadim Tudor [4], der sich in letzter Zeit als großer Israelfreund geriert [5]. Bei den in diesem Herbst anstehenden Präsidentschaftswahlen will [6] Tudor rumänischer Staatschef werden. "Ich werde der erste christliche Präsident eines mit Israel verbrüderten Rumänien", kündigte er an. Er entschuldigte sich auch für seine offen antisemitischen Artikel, die noch vor einigen Jahren auch aus seiner Feder in der Parteipresse erschienen waren.

Auch der Chef der italienischen Mussolini-Erben Gianfranco Fini hat sich für die antisemitische Vergangenheit seiner Bewegung entschuldigt. Höhepunkt der öffentlich präsentierten Läuterung waren Besuche [7] Finis und anderer Parteimitglieder in Auschwitz und Israel. Heute gehören die geläuterten Mussolini-Erben zu den lautstärksten Kritikern des Antisemitismus in Italien. Im Visier haben sie dabei vor allem Globalisierungskritiker und Friedensbewegte.

Doch längst nicht allen Rechtsradikalen gelingt es, sich plötzlich als Freunde und Beschützer der Juden aufzuspielen. So hat sich der Chef der Front Nationale Le Pen in der letzten Zeit positiv zu Israels Ministerpräsident Scharon geäußert. Auch die Kampagne der FN gegen arabische Bewohner Frankreich hat am rechten Flügel der Jüdischen Gemeinde Anerkennung gefunden. Doch immer wieder hört man von Le Pen und seiner Umgebung antisemitische Töne [8]. Die Shoah wird als Episode der Geschichte verharmlost, Holocaust-Leugner werden verteidigt.

In Deutschlands rechter Szene wandelt man auf alten Pfaden. Mehr oder weniger subtiler Antisemitismus ist Bestandteil der unterschiedlichen rechten Gruppierungen. Wer in rechtskonservativen Kreisen positiv auf Israel Bezug nimmt, wird von der rechten Konkurrenz sofort heftig angegriffen. So wurde der Gründer der mittlerweile wieder untergegangenen Schillpartei, Ronald Schill, wegen seiner israelfreundlichen Haltung in der Presse der Deutschen Volksunion angefeindet. Im Land der Shoah ist gerade wegen Auschwitz [9] eine Rechte, die Israel lobt und den Antisemitismus geißelt, auf absehbare Zeit undenkbar.


Links

[1] http://news.ft.com/servlet/...T/FullStory&c=StoryFT&cid=1086940218279
[2] http://www.fr-aktuell.de/uebersicht/alle_dossiers/...isse/?cnt=453724
[3] http://www.taz.de/pt/2004/06/11.nf/mondeIndex
[4] http://lexikon.idgr.de/t/t_u/tudor-corneliu-vadim/...rneliu-vadim.php
[5] http://www.taz.de/pt/2004/01/24/a0111.nf/text
[6] http://www.romare.ro/partid/presedinte/presedinte.html
[7] http://www.klick-nach-rechts.de/ticker/2003/12/italien.htm
[8] http://www.idgr.de/texte/rechtsextremismus/...ch/front-national-2.php
[9] http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,141,5.html

Telepolis Artikel-URL: http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/co/17674/1.html

 
17.06.04 11:39 #2 wieder trennst du nicht
rechtsradikal von konservativ, sahne... sahne banane..  
17.06.04 11:43 #3 Die Überschrift ist nicht von mir, mein Schatz
sondern von einem gewissen Peter Nowak  
http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/co/17674/1.html

Abgesehen davon:Das sagt der Richtige... Ahauaha!
 
17.06.04 11:47 #4 soviel ich weiss
ich der "Vlaams Blok" eine politische Partei, die die Unabhängigkeit von Belgien erwirken möchten. Denn Vlaams ... eher zu Niederlanden. Wallonen(oder mit einem l) eher zu Frankreishc....

immer diese rechtsradikalen, tststtt  
17.06.04 11:53 #5 soviel ich weiß...
hahahahahahahahahahaaaaaaaaaaaaa

Das alleine sagt doch schon alles...und das aus deinem Mund! *looooooooooooooooooool*

Super....  
17.06.04 11:57 #6 natürlich chris, ich vergass,
du bist der alleswisser, ich werde es später mal erwähnen  
17.06.04 11:59 #7 Tom, ich bin kein Alleswisser, aber
wenn ich von etwas keine Ahnung habe, dann halte ich meinen Schnabel u. poste nicht irgendwelchen Müll!
Solltest du vielleicht auch mal tun...

Gruß  
17.06.04 12:01 #8 chris, kein müll sondern
tatsachen, und falls du keine ahnung hast was für animosität die belgier im eigenen land haben, und die jeweiligen zugehörigkeiten... dann könntest du gerne verstummen für diesen moment:)  
17.06.04 12:14 #9 Tja, die Komplexe
hiesiger Rechter basieren auf den uralten Wahnideen über böse Juden. Der Höhepunkt sind Verbrüderungen von Nazis und Islamis, welche dann noch gemeinsam in Krisengebieten kämpfen (z.B. Tschetschenien). Leider wird gern vergessen, dass die christliche Wertegemeinschaft auf jüdischen Fundamenten steht. Wer immer noch nicht verstanden hat, auf welcher Seite man als Abendländer zu stehen hat, ist arm dran.  
17.06.04 12:17 #10 @Sitting Bull, mein Reden
Auch wenn ich die jüdische Religion aufgrund ihrer völkischen Definition "auserwähltes Volk" etwas verkorkst finde, kann ich damit 1.000 mal besser leben als mit einer Religion, die fast ausschliesslich auf militante Verbreitung setzt.  
17.06.04 12:36 #11 @Hungerhahn - Bingo.
die Juden die ich kenne, nehmen ihre Religion auch nicht besonders ernst (sofern sie überhaupt daran glauben). Ich tippe auch, dass die jüdische Mehrheit äußerst gelassen damit umgeht.

... aber versuche mal mit einem Moslem (egal ob Türke oder Araber) entspannt über Wertvorstellungen, Gleichberechtigung und Religion zu reden - nach 5 min willst Du nur noch weg.  
17.06.04 13:08 #12 SB, ich nehme alles ernst, Ernst, komm her. ;-)
Aber ernsthaft: Hier wird immer wieder gerne ein Bild vom ultrakonservativen und ultraorthodoxen Juden gezeichnet, der nur darauf aus ist, möglichst viel "Kohle" abzuzocken, immer wieder mit erhobenem Zeigefinger durch die Straßen läuft und die Deutschen an ihre Verbrechen erinnert und sich ansonsten unversöhnlich gibt. Die Frage ist: Wem nützen derartige Klischees?

Also gut, ich gebe es zu, ich ziehe mir jetzt meinen Kaftan über, kämme meinen langen Bart und onduliere meine Schläfenlocken. Noch den Hut aufgesetzt, die Hornbrille mit den dicken Gläsern zurechtgerückt und auf geht's den "bösen Deutschen" ihre Verbrechen vorzuhalten, ihnen Kredite zu Wucherzinsen zu vermitteln, danach schnell noch einen Heiland ans Kreuz nageln und mein Tagewerk ist vollbracht.

Können die, denen meine Frage: "Wem nützen derartige Klischees?" galt, damit leben oder habe ich noch etwas vergessen?
 
17.06.04 13:17 #13 sitting, schön, auch ein mensch
der erfahrungen mit reformierten jüdischgläubigen hat!

erez israel  
17.06.04 13:19 #14 liv: wat is mit die verschwörung? o. T.
17.06.04 13:27 #15 Vlaams Blok
Im Vlaams Blok werden "andere Ansichten" gegenüber der Geschichte vertreten, als sie in brD Deutschland gelehrt werden. Es finden auch gewisse Relativierungen statt, die sich deutsche Rechtsparteien noch nicht offen erlauben. Wir sollten mal wieder einen vom Vlaams Blok bei uns sprechen lassen.  
17.06.04 13:28 #16 Bei uns???
17.06.04 13:29 #17 Rechtsradikal?
Wieso wird die Schill-Partei eigentlich mit Neonazis verglichen, nur weil sie die von Chaoten beherrschten Hamburger Straßenszene für die normale Bevölkerung sicherer machen wollte. Umgekehrt müsste man die Grünen als linksradikal bezeichnen und in diesem Fall erscheint es mir auch angebracht.  
17.06.04 13:34 #18 A0000: Die Kurve war echt schwer zu nehmen.
Was wäre jetzt "umgekehrt":

nur weil die Grünen die von der normalen Bevölkerung beherrschte Hamburger Straßenszene für die Chaoten unsicherer ...

oder nur weil die Chaoten die Hamburger normale Bevölkerung begrünt hat...

oder...

Gruß BarCode  
17.06.04 13:39 #19 BarHocker
Mir scheint du einen in der Waffel.  
17.06.04 13:40 #20 BarCode, dat hab ich vergessen, ich Dummerche.
Hieß es nicht auch, die Juden würden Christen ermorden, vor allem unschuldige Kinder, und das Blut ihrer Opfer bei religiösen Ritualen verwenden? Habe ich das etwa auch vergessen?

Backe, backe, Purimgebäck; man nehme: Teigbeutel, fülle diese mit Mohnsamen und hier die Details:

Zutaten für den Teig

2 ½ Tassen Mehl
½ Tasse Zucker
2 Eigelb
¼ Tasse Milch
1 EL Vanilleextrakt
1 EL geriebene Zitronenschale
200 g kalte Margarine

Zutaten für die Mohn-Honig-Füllung

½ Tasse Zucker
1 EL Honig
¼ Tasse Wasser
1 Tasse Mohnsamen
2 EL Zitronensaft
1 EL abgeriebene Zitronenschale

und die "spezielle" Zutat:

;-)
 
17.06.04 13:43 #21 Die Grünen
Noch Ende der Achtziger Jahre wurde bei Einstellungen bei der Polizei eine Regelanfrage beim Verfassungsschutz gemacht. Dort wurden auch die Grünen noch mit aufgeführt. D.H. Wer Grün war, konnte schwer zur Polizei.

Heute ist es anders: Die Regelanfrage beim VS dient nur noch für VS und vermeintlich rechtsextreme Parteien. Und die Polizisten sind nicht nur vom Aussehen, sondern auch politisch ver"grünt" worden. Außer in Hamburg: Dort hat Schill sich für blaue Uniformen stark gemacht. Zwar hätte mir braun besser gefallen, aber blau klingt wenigstens nach FPÖ und nach zuviel gesoffenen.  
17.06.04 13:47 #22 Komisch, für mich klingt braun
auch manchmal nach zu viel gesoffen, aber meistens eher nach drauf gesch...


 
17.06.04 13:52 #23 gretchenfragen an treuherz
siehst Du die Juden oder die Moslems als das grössere Übel an?

Wie stehst Du zu den judischen Soldaten, die 1870/71 und im ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft haben?  
17.06.04 13:53 #24 Am besten ihr 2 tut euch zusammen,
und schlagt euch gegenseitig die Birnen ein, damit wäre allen geholfen!  
17.06.04 13:56 #25 @lumpensammler
meinst Du mich?  
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