Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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neuester Beitrag:  25.04.26 07:53
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17.09.25 15:31 #199176 156: Korrupt sind in Brasilien sicher sehr .
... viele Politiker und vielleicht etwas weniger die oberste Justiz.

Auch die m.E. ungerechtfertigte Absetzung der linken brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff in ihrer zweiten Amtszeit, um die Aufklärung von Zahlungen des Erdölkonzerns Petrobras an Politiker effektiv zu sabotieren, war das korrupte Werk von Politikern des brasilianischen Senats und wurde damals als kalter Staatsstreich angesehen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dilma_Rousseff

Im Fall des Linken Lula wurde mit den Ermittlungen, Verfolgungen und Anklagen gegen ihn versucht, seine erneute Kandidatur für die Präsidentschaft endgültig zu verhindern. Involviert waren neben rechten Politikern hauptsächlich ein einziger Bundesrichter, Sérgio Moro, der dann unter Bolsonaro Justizminister wurde. Nach etwas mehr als einem Jahr trat er dann allerdings wegen versuchter Einmischungen von Bolsonaro schon wieder von diesem Amt zurück.

"... Am 9. Juni 2019 durch The Intercept (Brasil) veröffentlichte Daten belegen, dass Moro kein Interesse an einem fairen Verfahren hatte und die Verurteilung Lulas anstrebte, um dessen Teilnahme an der Präsidentschaftswahl in Brasilien 2018 zu verhindern.[26][27][8][28][29][30] Lula wurde im November 2019 freigelassen, da das Urteil, aufgrund der nicht abgeschlossenen zweiten Berufung, nicht rechtskräftig war.[31][32]

Am 23. März 2021 urteilte der oberste Gerichtshof Brasiliens, dass Moro im Prozess gegen Lula parteilich beziehungsweise befangen war und hob alle seine Urteile gegen ihn auf.[33][34] ..."

https://de.m.wikipedia.org/wiki/S%C3%A9rgio_Moro [Abschnitt 'Rechtsmissbrauch als Bundesrichter']

Ob Lula im Petrobas-Skandal völlig unschuldig war, kann aber vermutlich nur er selbst beurteilen.

 
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17.09.25 15:39 #199177 177: Die Liste der politischen Skandale ...
... in Brasilien ist übrigens wirklich sehr lang:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/..._politischen_Skandale_in_Brasilien

Bolsonaro wird künftig möglicherweise mehr im Krankenhaus liegen, als im Knast sitzen:

"Verurteilter Ex-Präsident
Bolsonaro wegen gesundheitlicher Beschwerden ins Krankenhaus gebracht

Der wegen Putschplänen zu 27 Jahren Haft verurteilte Ex-Präsident von Brasilien ist in eine Klinik gebracht worden. Sein Sohn sprach von einem Notfall: Jair Bolsonaro leide unter Schluckauf, Erbrechen und niedrigem Blutdruck.

17.09.2025, ..."

https://www.spiegel.de/ausland/...e5be46e-3f50-4fd1-b9e6-68f765c26013

 
17.09.25 21:08 #199178 so langsam geht es in die richtige Richtun.
Quelle: Handelsblatt vom 17.9.25

"Strom aus der Wüste soll die Energiewende fördern"

Vor langer Zeit wurde diese Entwicklung in diesem Thread diskutiert und gefordert.
Eigentlich liegt es doch auf der Hand, dass man die Sonnenenergie dort umwandelt  wo die Sonne  am häufigsten scheint. Doch nicht in einem  Nebelloch wie Deutschland.

Wenn wir  die Energiekrise intelligent lösen,  haben wir die Chance, gleich 3 Krisen zu lösen.
1. natürlich die Energiekrise

2. die Flüchtlingskrise ( die meisten Flüchtlinge kommen doch aus Ländern wo häufig die Sonne scheint. Dort  muss die erneuerbare Energie produziert werden. Das gibt Arbeitsplätze bez. Einkommen.
3. die Klimakrise (  Strom, Wasserstoff, Düngemittel werden dann CO2 neutral hergestellt)


PS: vielleicht wird mein Weihnachtmärchen doch noch wahr ?? siehe Nr. 367735  
20.09.25 11:21 #199179 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 12.11.25 10:50
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Verdacht auf Spam-Nutzer

 

 
20.09.25 21:32 #199180 @kosiol w.g. Richtung
Dein Beitrag: " Zukunftssteuern der kommenden Generationen in Form von Staatsschulden in Billionenhöhe
=======

Ich bin da deiner Meinung. Ich verstehe auch nicht, warum die jetzige Generation  die notwendigen
Kosten ( z. B. Verteidigung) nicht bezahlen kann. Haben die Bürger-innen kein Geld?  Wieso sind
die Politiker so ängstlich ? Schauen wir einfach in den nächsten Tagen nach München ( Oktoberfest)
Das teuerste Steak soll über 200 Euro kosten ( Quelle: versch. Tageszeitungen )

PS:  ich habe Betriebswirtschaft studiert. Als Nebenfächer  hat man u.a. auch z.B. Volkswirtschaft  und Steuerrecht.  Bei dem Thema Steuerrecht ging es ausführlich um das Thema " Gerechtigkeit".
Viele empfanden es als gerecht, wenn die Verteidigungsausgaben von denen bezahlt werden, die viel zu verlieren haben. Der Meinung bin ich auch.  
21.09.25 22:57 #199181 GB, Kanada und Australien erkennen Paläs.

Großbritannien, Kanada und Australien erkennen Palästina als Staat an

Premier Starmer hatte Israel eine Frist gesetzt: Bis Montag sollte ein Waffenstillstand herrschen. Vergeblich. Großbritannien zieht nun Konsequenzen und erkennt Palästina als Staat an – mit Kanada und Australien.

Großbritannien und Kanada erkennen den Staat Palästina an. Premierminister Keir Starmer verkündete die Entscheidung für Großbritannien, Premierminister Mark Carney für Kanada. Die beiden Länder sind die ersten großen westlichen Wirtschaftsmächte in der Gruppe der G7, die diesen Schritt vollziehen.

Auch Australien erkennt den Staat Palästina an. Das verkündete Premierminister Anthony Albanese. Das Land hatte sich für den Schritt mit Großbritannien und Kanada zusammengetan, wie es in einer offiziellen Erklärung heißt.

Großbritanniens Premier Starmer, in dessen sozialdemokratischer Labour-Partei die Kritik am israelischen Vorgehen im Gazakrieg stetig gewachsen war, hatte Israel im Juli eine Frist gesetzt. Bis zur Vollversammlung der Vereinten Nationen am Montag und Dienstag sollte das Land bestimmte Bedingungen erfüllen.

Zu den Forderungen gehörte die Zustimmung zu einem Waffenstillstand, das Bekenntnis zu einem dauerhaften Frieden im Rahmen der Zweistaatenlösung und eine Verbesserung der katastrophalen humanitären Lage im Gazastreifen.  ...

https://www.spiegel.de/ausland/...9eb245c-bf2e-499d-98b6-b4696b08cd96  
21.09.25 23:00 #199182 Die rechtsextremistrischen Regime in Israel
und den USA sind damit weltweit isoliert!

Es ist nur och eine Frage der Zeit, bis diese Kriegsverbrecher den Preis für ihre Untaten zahlen werden.

 
21.09.25 23:03 #199183 Windsor wie im Mittelalter: Ein König, ein .

Windsor wie im Mittelalter: Ein König, ein Fast-Diktator und das Schweigen der Eliten

Beim Staatsbankett in Windsor Castle lässt Donald Trump die Muskeln spielen. Warum die Mächtigen ihm zu Füßen liegen. Ein Kommentar.

Großbritannien rollt Trump den roten Teppich aus und lässt The Donald in der Königsresidenz von Windsor seine Postkartenfantasien von Reichtum und Macht ausleben. Das Wichtige hierbei ist weniger Trump selbst, denn bei ihm ist seit langem klar, welch Geisteskind er ist. Erstaunlicher ist zu sehen, wie weit und unwidersprochen er mit seiner Machtergreifung bereits gehen kann.

Es scheint, die Dinge gehen immer schneller ihres aufhaltsamen Weges. Die Reichen und Mächtigen, die sich am Abend des 17.9.2025 beim Dinner mit Donald Trump in den 1.000 Jahre alten Mauern der Burg Windsor eingefunden haben, scheinen keinerlei Problem mit der Politik Trumps zu haben.

Dumm nur, dass alle Welt unter den Trumps Autoritarismus wird leiden müssen. Selten bedurfte die Welt mehr einer vorausschauenden und verantwortungsvollen Politik. Was sie hingegen erhält ist mit Trump ein maßloser Narzisst, der sich in einem Rittersaal mit Hofschranzen umgeben darf. ...

https://www.telepolis.de/features/...hweigen-der-Eliten-10663461.html  
22.09.25 00:01 #199184 #fws
Für die meisten, politisch interessierten Brasilianer ist Lula das kleinere Übel. Korrupt sind sie eh alle.  
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*BoMi*
23.09.25 08:56 #199185 1850
Zitat kosiol: Queen Victoria habe sich „bei Einführung einer Einkommensteuer in Höhe von 3,33 Prozent in Großbritannien um 1850 sorgenvoll gefragt, ob man damit nicht zu weit gegangen sei“. Impliziert ist damit der Vorwurf gegen den heutigen Steuerstaat, dass dieser ein Drittel oder sogar die Hälfte der Einkommen seiner Bürger ohne Skrupel wie eine Selbstverständlichkeit einsacke.

Wohl niemand bezahlt gerne Steuern, doch alle nutzen vieles was damit bezahlt wurde.
Der Staat ist sicher ein gefrässiges Wesen und will mehr und mehr Geld.
Doch wenn man dann zu solchen Vergleichen greift, vergreift man sich mAn.

1850, ach wie schön muss das gewesen sein, als man kaum Einkommenssteuern bezahlen musste, da ging es vielen Menschen sehr schlecht, die Industrielle Revolution wühlte alles um und schuf grosse Armut in breiten Bevölkerungskreisen, es gab ein Überangebot an unqualifizierten Arbeitskräften welche vom Land in die Städte strömten. Da gab es ua. Kinderarbeit und bis zu 16-Stunden-Tage in den Fabriken, soziale Einrichtungen und Leistungen gab es kaum. Wer krank wurde starb auch mal schnell usw.
GB hatte aber auch ein grosses Imperium und einige wurden auch sehr reich damit, die bezahlten wohl auch kaum Steuern, die Kolonien finanzierten vieles.

Heute hat man eine alternde Gesellschaft, das kostet viel. Noch nie wurden die Menschen so alt, noch nie standen dem durchschnittlichen Individuum so viele Ressourcen, Nahrungsmittel, Medikamente, Energien, Mobilität usw. zur Verfügung, wie in der heutige westlichen Welt, noch nie gab es so viele Möglichkeiten, noch nie musste man für ein Brot so wenig arbeiten. Es wird aber da und dort gejammert, wie schlecht doch alles heute sei. Hat man da die Relationen verloren zu all den Menschen vor uns oder auch nach uns?  
23.09.25 11:54 #199186 'die Industrielle Revolution wühlte alles um'
Und sie wühlt alles um. Ein periodisch eintretender Vorgang, der diesmal menschliche Arbeit global zu entwerten droht. Politisch wird mit einer 'Zurück in die bessere Vergangenheit' Offensive geantwortet, einem regressiven Impuls, der mal wie im amerikanischen Faschismus barbarisch, mal wie im deutschen Klammern an Wirtschaftswunderzeiten hoffnungslos verträumt ausfällt. Diese unangepassten und hilflosen Antworten, die alle ihr notwendiges Scheitern in sich tragen, werden eben deshalb zum Beschleuniger der Transformation. Es ist, wie Hegel weiss, die Weise, wie sich 'Vernunft' historisch durchsetzt.  
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it's the culture, stupid
23.09.25 22:00 #199187 'once again on the brink'
In der Haut eines Libertären möchte man heute nicht stecken. Es sollte alles so einfach sein: Aggregate Demand schreddern und damit ein unschlagbares 'Angebot' für ausländische Investoren auf den Tisch legen, die dann das ersehnte Wirtschaftswunder inszenieren. Wie man so sagt: Die Idee war gut, doch die Welt noch nicht bereit.

Less than six months ago, US Treasury secretary Scott Bessent was in Buenos Aires, congratulating President Javier Milei for “bringing Argentina back from the precipice”, as the libertarian secured more than $40bn in loans from the IMF and multilateral lenders to bolster his government.

Now, with political and economic mis-steps sparking panic in Argentina’s markets, the South American nation is once again on the brink, and the Trump administration is preparing to bail out its ideological ally.

In an apparent attempt to halt a sell-off of Argentine assets, Bessent announced on Monday that the Trump administration “stands ready to do what is needed” to support Argentina and that “all options for stabilisation are on the table”.

So how has Milei’s self-proclaimed economic miracle come so close to unravelling?

komplett https://www.ft.com/content/e5e314d0-31cf-44e0-9167-63a787baac47
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it's the culture, stupid
24.09.25 00:39 #199188 'EU begrüßt Kurswechsel'
'US-Präsident Donald Trump hat sich nach einem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj zuversichtlich gezeigt, dass die Ukraine alle von Russland besetzten Gebiete zurückerobern könnte...Unter diesen Umständen sei die Ukraine in der Lage, ihr Land "in seiner ursprünglichen Form zurückzugewinnen und, wer weiß, vielleicht sogar noch weiterzugehen", schrieb Trump. Präsident Wladimir Putin und Russland stünden vor großen wirtschaftlichen Problemen, jetzt sei es an der Zeit, dass die Ukraine handele...Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas begrüßte die Kursänderung Trumps.'

Trump ändert seinen Kurs mehrmals täglich. Er hat also überhaupt keinen und eben dieses postmoderne Moment unterscheidet ihn auch von seinen klassischen Vorgängern. Das weiss auch jeder, die EU-Aussenbeauftragte mal ausgenommen.  
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it's the culture, stupid
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