Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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15.03.26 13:13 #200501 'Ich tippe deshalb auf einen failed state'
Eine entscheidende Grösse ist, neben dem Durchhaltewillen, die strategische und taktische Intelligenz, die das Mullahregime aufbringen kann. Angeblich habe man sich Jahrzehnte auf das aktuelle Szenario vorbereitet. Dagegen spricht allerdings, alle Führungsfiguren an einem Punkt zu versammeln um sie dann en bloc abschiessen zu lassen. Dümmer geht gar nicht. Dafür spricht, konstant erhebliche Schäden an militärischer und ökonomischer Infrastruktur des Feindes (zu dem die Golfstaaten aufgrund der amerikanischen Basen zählen) anrichten zu können. Erheblich genug, um den Weltenergiemarkt unter Druck zu bringen. Und das bringt Trump unter Druck.  
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it's the culture, stupid
15.03.26 20:33 #200502 Trump ist am Ende - er ruft China u.a. z.

Es ist ein Zeichen seiner Schwäche und Planlosigkeit: Trump ruft China, Japan und England u.a. zur Hilfe im Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran auf!
Deutschland hat schon mal abgesagt und China auch wird den Teufel tun, Trump aus der Klemme zu helfen...
Die Zeit arbeitet gegen Trump - je länger der Krieg dauert umso mehr steigen die Energiepreise und stürzt die Weltwirtschaft ab.
Das trifft auch Trumps Wählerbasis zu Hause und bald stehen Wahlen an.  
Die Zeit arbeitet gegen Trump und Israel.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_101171030/trump-bittet-um-hilfe-im-iran-sein-alleingang-fuehrt-die-welt-in-eine-krise.html
Donald Trump wollte Stärke demonstrieren und versprach einen schnellen Sieg gegen den Iran. Doch der Krieg folgt nicht den Regeln von Truth Social. Jetzt bittet ausgerechnet jener Präsident um Hilfe, der die Verbündeten außen vor ließ.
 
15.03.26 20:37 #200503 Stiglitz: Trump wirft Handgranate auf Welt.

Herr Stiglitz, die Weltwirtschaft musste schon Trumps Handelskrieg, seine Attacken auf die Unabhängigkeit der Fed und sein Schuldenexperiment verkraften. Jetzt kommt auch noch Krieg im Iran dazu. Was macht das mit der US-Wirtschaft, was mit der Weltwirtschaft?  
In den ersten knapp 14 Monaten der zweiten Amtszeit hat die Unsicherheit eine völlig neue Dimension angenommen. Um es martialisch auszudrücken: Der US-Präsident hat eine Handgranate auf die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft als Ganzes geworfen. Er zerstört das internationale Recht ebenso wie das amerikanische. Wir sehen bereits die ersten ökonomischen Auswirkungen dieser Politik – auch in den USA selbst.

Welche Auswirkungen sind das?
Das vielleicht Wichtigste: Im Jahr 2025 gab es in den USA so gut wie kein Beschäftigungswachstum. Und die neusten Arbeitsmarktdaten zeigen, dass wir im Monat Februar eine beträchtliche Anzahl an Arbeitsplätzen verloren haben. Damit setzt sich der Trend einer stagnierenden Wirtschaft fort. ...

Interview: „Trump hat eine Handgranate auf die Weltwirtschaft geworfen“
Der Ökonomie-Nobelpreisträger warnt vor den katastrophalen Folgen des Iran-Kriegs, fordert eine internationale Allianz der Willigen gegen den Trumpismus und sieht in den USA keine Marktwirtschaft mehr.
 
15.03.26 20:43 #200504 Iranische Raketen treffen Tel Aviv

Reporterin in Tel Aviv: "Iron Dome ist nicht in Betrieb" - Israel könnte Probleme bekommen

Entgegen den Erwartungen vieler Menschen greift der Iran in der Nacht Israel mehrfach an. Trotzdem plant Israel laut ntv-Reporterin Elke Büchter offenbar Lockerungen der Sicherheitsmaßnahmen. Gleichzeitig melden Medien, dass das Land einen "kritischen Stand bei Abwehrraketen erreicht habe".

Mindestens acht Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Israel +++

Bei iranischen Raketenangriffen sind in Israel nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Vier Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte durch eine Streubombe in der Region Tel Aviv verletzt. Drei weitere Menschen wurden bei weiteren Angriffen durch umherfliegende Splitter verletzt, ein Mensch erlitt eine Rauchvergiftung. Von der Polizei veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten einen Einschlag in einer Straße im Raum Tel Aviv, bei dem es sich demnach um eine Streubombe handelte. Der israelische Außenminister Gideon Saar wirft dem Iran vor, absichtlich zivile Ziele ins Visier zu nehmen.



https://www.n-tv.de/politik/...000-Kriegstote-im-Iran-id30415311.html  
16.03.26 10:37 #200505 Trump ruft um Hilfe
Trump betreibt mMn diesbezüglich ein böses Spielchen. Die USA sind nämlich mit eigenem Öl und Gas und den Lieferungen aus Venezuela auf keine Lieferungen aus der Golfregion angewiesen. Die von dort kommenden Lieferungen sind minimal. Dagegen ist die Abhängigkeit Chinas und Europa bei Öl und Gas groß bis sehr groß. Trump zwing damit die Abhängigen seine Politik zu unterstützen. Sie werden mindestens zum Schweigen gebracht.

Bei der potentiellen Räumung von Seeminen soll die US-Marine ziemlich schwach auf der Brust sein. Da ist die Bundeswehr wesentlich erfahrener. Ob allerdings wirklich Seeminen ausgebracht wurden ist nicht gesichert.

Zu den Verletzten und Toten auf Seiten Israels, den USA und in den arabischen Golfstaaten bleibt festzustellen: Weniger in den 14 Tagen als in gleicher Zeit vor dem Krieg. Grund: weniger Verkehr und weniger Belustigung. Das Leben in der Schweiz war proportional gesehen in der gleichen Zeit gefährlicher gewesen auch wenn besonders die Medien bei uns versuchen den Eindruck zu erwecken als würden die "Feinde" des Irans gerade verbluten. Da empfehle ich ausländische Medien.

Weh tut Trump momentan der steigende Ölpreis in den USA.  Diesbezüglich glaube ich dass er, sollte es weiter negativ laufen, in den US-Energiemarkt (Abschottung) einzugreifen könnte. Wäre nicht das erste mal in der US-Geschichte und schlecht für uns. Würde allerdings auch manchen Republikaner nicht gefallen.

 
16.03.26 11:45 #200506 Nach 2 Wochen Dauerbombardement weiter.
in Tel Aviv und kein Iron Dome?  
Also da läuft gerade etwas gewaltig aus dem Ruder!

Auch die Größmäuler aus Washington kommen angekrochen und betteln um Hilfe in Ihrem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg  gegen den Iran um Hilfe - Australien und Deutschland haben Trump schon abgesagt!

Nun versucht Trump es mit Erpressung der NATO!
Dass die NATO tot ist habe ich bereits vor Wochen festgestellt...

ntv
US-Präsident Trump setzt die Nato unter Druck. Er will, dass die Verbündeten bei der Sicherung der Straße von Hormus helfen. Washington-Korrespondent Peter Kleim glaubt: Die Frage ist nicht, ob andere westliche Staaten die wichtige Handelsroute sichern, sondern wann.
 
16.03.26 14:05 #200507 'Trump setzt die Nato unter Druck'
'US-Präsident Trump setzt die Nato unter Druck. Er will, dass die Verbündeten bei der Sicherung der Straße von Hormus helfen'

Es seht so aus, als würden die Mullahs nicht kapitulieren und zudem weiterhin militärisch hinreichend handlungsfähig bleiben um Druck ausüben zu können. Wenn es überhaupt ein rationales Ziel  des Luftkrieges gegeben haben kann dann, ersteres zu erzwingen und letzteres zu verhindern. Beides ist offensichtlich vom Tisch, denn die Mullahs zeigen sich wesentlich hartgesottener als initial erhofft. Was nun bleibt ist rein destruktive Gewalt, die nur noch fortgesetzt wird weil man sie begonnen hat. Es wäre absolut absurd sich daran auch noch selbst zu beteiligen. Stattdessen setzt man darauf, dass 'Friedensnobelpreisträger' Trump die Konsequenzen seiner imperialistischen Machtdemonstration in Form einer erodierenden Magabasis einholen werden, der er bekanntlich das Gegenteil versprochen hatte.  
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17.03.26 10:35 #200508 Kriege ohne Ziel
Faschismus führt bekanntlich permanent Krieg nach innen und aussen, denn Bewährung in einer Welt von Feinden ist sein Lebenselixier. Strategische oder politische Ziele dieser Kriege zu definieren wäre demnach ein fundamentaler Widerspruch in der Sache, denn sie zögen eine Grenze mit derem Erreichen die Waffen ruhen sollten. Aus Sicht des Faschismus handelt es sich dabei um eine unbotmässige Einschränkung der eigenen Gewaltexpression. Wenn das Trumpregime nun keine politischen Ziele für den Krieg im Iran angeben kann ist das keine Schwäche oder Inkompetenz, sondern der Witz an dem ganzen Abenteuer, der Amerikas zukünftige Kriegsführung von allen Fesseln befreien soll. Insbesondere jener der Vernunft.  
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17.03.26 11:41 #200509 Zu scheint die Straße von Hormus nicht z.
Straße von Hormus: Griechen-Tycoon pfeift auf Mullah-Bedrohung „Nur wer wagt, gewinnt“
Athen – Angst, Sorge, Wut über die hohen Energiepreise in Deutschland! Seit Beginn des Kriegs hat der Iran die Straße von Hormus faktisch blockiert, greift immer wieder Tanker an. Bis zu einem Viertel des weltweit geförderten Erdöls kann deshalb nicht wie gewohnt transportiert werden. Die von US-Präsident Donald Trump (79) versprochenen Militär-Patrouillen für zivile Schiffe lassen auf sich warten. Folge: Die Durchfahrt bleibt hochriskant. Ein griechischer Reeder setzt jetzt auf Eigenschutz.

Vergangene Woche schickte George Prokopiou (79) laut „Luxemburger Wort“ gleich fünf Super-Tanker durch die aktuell gefährlichste Meerenge der Welt – randvoll geladen mit saudischem Rohöl und raffinierten Erdölprodukten. Der Grieche entschied sich damit für einen Weg, den fast alle seiner Kollegen bislang ablehnten. Der 79-jährige Tycoon beweist einmal mehr seinen Mut zum Risiko – ganz in der Tradition der legendären griechischen „Tankerkönige“ Aristoteles Onassis und Stavros Niarchos. Auch sie verdienten mit ihren Flotten in Krisen und Kriegen Milliarden.
https://www.bild.de/politik/...lah-bedrohung-69b7c6b3e74d99f444f8257b
 
17.03.26 12:08 #200510 Kriege ohne Ziel
Das Ziel gegen den Iran wurde beim Beginn von den USA und Israel ausgegeben:

- Dem Iran für längere Zeit die Fähigkeit zu nehmen Atombomben herzustellen zu können.
- Große Teile der Raketenvorräte  zu zerstören und auch die Fabriken zum Bau von Raketen mit längerer Reichweite zu zerstören.
- Die iranische Marine weitgehend zu vernichten.

Verbunden mit der Hoffnung in Israel dass es zu einem Regime Change kommt und in den USA dass es zu einer ihr genehmen Regierung  aus den heutigen Führungseliten kommt. Letzteres wurde nicht so eindeutig kommuniziert - ist nur meine Interpretation.  Bei Israel herrscht auch noch die Hoffnung auf 10 Jahre Ruhe.

Bezüglich dem  Libanon sind die Ziele Israels offensichtlich. Weitgehende Vernichtung der Hisbollah (nach dem Modell wie gegenüber der Hamas) und faktische Annektierung des Gebietes bis zum Litani - Fluss.

Die Ziele wurden also eindeutig kommuniziert. Zum Einsatz von US-Bodentruppen soll es nicht kommen, ist aber nicht ausgeschlossen.

Ob die Ziele ausreichend erreicht werden, kann man jetzt noch nicht beurteilen. Allerdings bis zum Tode zu verhandeln ist für Israel keine Option.  Derartige schräge Ideen herrschen bei uns vor. So stellt unsere Regierung fest, das sei nicht ihr Krieg, der gegen die Ukraine sehr wohl. Beim Iran hätte es nicht mehr allzu lange gedauert - hätte man ihn gewähren lassen - bis er die Fähigkeiten gehabt hätte uns zu bedrohen und gleichzeitig Israel zu vernichten. Russland kann uns schon heute bedrohen und ohne die USA müssten wir aufgeben. Gut dass die USA Europa noch als "Flugzeugträger" brauchen. Ohne diesen täten sie sich schon im Krieg gegen den Iran verdammt schwer.  
17.03.26 20:56 #200511 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 18.03.26 11:28
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Verbreitung von Desinformationen

 

 
17.03.26 22:50 #200512 Trumps brisante Fehleinschätzung

Donald Trump hat im Iran-Krieg eine brisante Fehleinschätzung getroffen. Eine Aussage des US-Präsidenten in diesem Kontext wird als Lüge entlarvt.

Washington – Als Vergeltung auf die seit dem 28. Februar andauernden israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran bombardiert die Islamische Republik die Golfstaaten. US-Präsident Donald Trump behauptete am Montag (16. März), die Reaktion Teherans sei überraschend gewesen. Dabei wurde er offenbar sehr wohl vor diesem Szenario gewarnt.

Trump sagte am Montag zweimal, dass die iranischen Vergeltungsschläge gegen Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Kuwait eine Überraschung gewesen seien. Das erste Mal bei einer Vorstandssitzung des Kennedy Centers im Weißen Haus. Der Iran hatte „nicht vor, all diese anderen Länder im Nahen Osten anzugreifen“, sagte der Präsident. „Niemand hatte das erwartet. Wir waren schockiert.“  ...

https://www.merkur.de/politik/...-auf-niemand-dachte-zr-94221919.html  
17.03.26 22:57 #200513 Krieg ohne Ziel

...Auch wenn die Bilder explodierender iranischer Schiffe, Gebäude und Raketen-Transporter-Aufrichtungs-Startgeräte (TEL) beeindrucken mögen – sie liefern Material für denselben Trugschluss, der bereits frühere Regierungen in die Irre führte: die Annahme, dass sich taktische Erfolge zu strategischem Erfolg summieren.

Doch die Zerstörung militärischer Ausrüstung ist keine Strategie, sondern eine Taktik. Unklar bleibt, welcher politische Endzustand durch diese Angriffe erreicht werden soll.

Das Ergebnis ist, dass die Trump-Regierung die Vereinigten Staaten in einen Zustand endlosen Krieges geführt hat. Eine solche Politik steht nicht nur im Widerspruch zu Trumps Wahlversprechen, sie ist auch materiell und moralisch inakzeptabel – und zur Sicherung der nationalen Interessen Amerikas nicht notwendig. Während seiner ersten Amtszeit erklärte der Präsident: "Große Nationen führen keine endlosen Kriege." Damit hatte er recht. Daran sollte er sich jetzt erinnern. 

https://www.telepolis.de/article/...hrlichste-Strategie-11212310.html  
17.03.26 23:18 #200514 Die Chinesen haben offenbar kapiert, wie m.
... sein Land unabhängiger von Ölimporten macht, die CDU mit Leyen und ihrer Lobby-Wirtschaftsministerin sowie Söder dagegen setzen lieber weiter auf Öl und Gas oder haben völlig unausgegorene Atomkonzepte.

"... China tue der Engpass in den Öl- und Gaslieferungen weh, aber es sei vorbereitet. Die Regierung habe nach dem Zwölftagekrieg im vergangenen Juni angefangen, Ölreserven anzulegen. »Außerdem baut China seine erneuerbaren Energien aus, um sich mehr und mehr unabhängiger von Ölimporten zu machen.« ..."

https://www.spiegel.de/ausland/...48e4932-3432-49aa-af78-69f4531254d0

Der bayr. MP Söder mit seinen Mini-AKWs (SMRs) setzt auf völlig unausgereifte und teure Kernkraftwerke, die absolut nichts an der Abfall- und Sicherheitsproblematik ändern werden und ein solcher Prototyp vielleicht mal in 20 Jahren teuren und hoch subventionierten Strom liefern könnte. Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln. Er stellt sich damit zudem gegen gültige deutsche Gesetze. Bis irgendwo auf der Welt der nächste GAU eines AKW kommt, ist es auch nur eine Frage der Zeit. Dies könnte dann in D. aber natürlich nie passieren oder nur, falls Putin auf die Idee käme, AKWs als Angriffziel zu wählen.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/...5a5a-bc9b-43de-b0bf-16973a7726ac
https://www.spiegel.de/wirtschaft/...64e7-c5f9-4e68-85dd-4c2dcfcc0948
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/...-41d9-b9f6-4ea7200b32dd (Archiv: https://archive.ph/mHQo8)

 
18.03.26 07:52 #200515 'Die Ziele wurden also eindeutig kommunizie.
Manche Konservative bewundern den faschistoiden Kraftmenschen im weissen Haus, denn so energisch durchgreifen wie dieser würden sie auch gerne mal wenn man sie liesse. Um an ihrem Idol angesichts dessen erratischer Bocksprünge nicht irre werden zu müssen, unterstellen sie ihm jene Ratio die sie für sich selbst in Anspruch nehmen. Der Trick, mit dem sie sich dabei selbst täuschen, ist eigentlich ganz simpel: Man nehme einige Sideffects der Trump'schen Bocksprünge, die der eigenen Ratio irgendwie näher kommen oder ihnen zumindest nicht widersprechen und erklären diese zu ihrem 'Ziel', während der ganze übrige Wahnsinn entweder einfach ausgeklammert oder in taktische Raffinésse umgedeutet wird, die den Feind verwirren soll.  
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it's the culture, stupid
18.03.26 09:08 #200517 Europeans
always chicken out...  
18.03.26 09:23 #200518 Sicherlich haben es viele mitbekommen.
Die USS Tripoli ( https://de.wikipedia.org/wiki/Tripoli_(Schiff,_2020) ) mit ihrem Verband rückt aus  der US-Marinebasis im japanischen Sasebo (dort fand ein spezielles Training statt) Richtung Iran vor. Sie wäre das geeignete Schlachtschiff für die Straße von Hormus. Sie könnte mit ihrer spezieller Bewaffnung sowohl Seebereiche aus der Luft schützen als auch Landoperationen durchführen auch ohne klassische Anlandungen. Die Küste ist in diesem Bereich ist nämlich mit vielen Seeminen und Bunker geschützt. Man könnte diese Stellungen von Land aus einnehmen/vernichten. Später könnten dann Landungsboote eingesetzt werden. Diese Armada könnte auch dazu dienen die iranische Insel Charg und so die iranische Ölverladung zu übernehmen.

Trump sprach anfänglich von 4 bis 5 Wochen Kriegsdauer, also  35 Tage. Die US Armee hat sich angeblich die Mittel für 100 Tage genehmigen lassen. Ob wir solange Standhaft gegen diesen Krieg bleiben werden und die Straße von Hormus den Mullahs überlassen werden?

Manche behaupten es gäbe kein Ziel, andere sogar faschistoide Kraftmenschen im Weißen Haus führten ziellos diesen Krieg. Und unsere Regierung lehnt ihn ab. Sie wäre offensichtlich bereit solange zu verhandeln bis Israel von der Landkarte verschwunden ist. MMn eine antisemitische Einstellung welche momentan bei der Linken zur Parteiraison erhoben wird. MMn wird die Trotzreaktion der Europäer die nächsten 14 Tage stückweise zerbröckeln.

Um die Hisbollah ausreichend zu dezimieren wird Israel wahrscheinlich mehr als 100 Tage brachen. Manche Europäer fordern einen Waffenstillstand sind aber selbst nicht bereit die Hisbollah zu entwaffnen.  
18.03.26 10:02 #200519 Regime Change
wird zudem nur gelingen können, wenn eine andere Qualität von Lufthoheit herrscht.
Die Israelis haben zwar längst begonnen mit Drohnen einzelne Checkpoints und Polizeistationen anzugreifen, aber es bedarf in dem Bereich eine totale Kontrolle, um der Opposition sagen zu können:
Die Straße ist frei, ihr werdet vor anrückenden Basidj Milizen, Schlägern und Revolutionsgarden geschützt.
Auch die Kurden im Norden werden erst unter einer totalen Flugverbotszone aktiv werden, wenn sie aus der Luft nichts mehr zu befürchten haben.  
18.03.26 13:58 #200520 andere Qualität von Lufthoheit
Der Himmel über dem Iran gehört heute schon Israel und den USA, allerdings nicht der Boden. Und der wird ihnen die nächsten Monate oder Jahre nie absolut gehören. Es wird immer wieder versprengte Zellen geben welche Drohnen einsetzen können, eventuell sogar Kurzstreckenraketen. Schon vor dem Krieg wurde kolportiert dass ca. 20 % der Bevölkerung Anhänger des Systems wären. Und sicherlich gibt es noch mehr die z.B. nicht mit eigenständige Frauen einverstanden sind. Auf dem Land ist diese Verteilung noch negativer als in den Großstätten. Es können sich also immer wieder Gruppen verstecken welche zu einem genehmen Moment zuschlagen können. Unter den Anhänger des Systems gibt es such viele welche große wirtschaftliche Vorteile haben. Und ein Großteil der Wirtschaft ist im Besitz der Islamischen Revolutionsgarde. Die werden nicht alle freiwillig aufgeben. Nur eine Militärdiktatur könnte Ordnung schaffen und die Anhänger der Mullahs bekämpfen.  Für die Opposition wird es mMn keine  friedliche Übernahme geben. Will sie ans Ruder muss sie auch persönliche Risiken eingehen und "blutig" aufräumen.

Man wird die Straße von Homus schützen können aber nicht die "Opposition". Der Iran wird mMn wirtschaftlich an die Wand fahren und regionale War Lords werden regieren und sich bekämpfen.  
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