Ökonomen streiten über Verteilungsfrage

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03.01.26 12:23 #200076 'Donald Trump wertet US-Einsatz als Erfol.
'Die USA haben Ziele in Venezuela angegriffen. Laut US-Präsident Donald Trump wurde Regierungschef Nicolás Maduro festgenommen und außer Landes gebracht. Alles im Liveblog'

Maduros Grossmäuligkeit scheint sich offenbar umgekehrt proportional zu seinen militärischen Fähigkeiten zu verhalten. Vermutlich ein massgeblicher Unterschied zwischen einem Drittwelt-Diktator und einem der ein Empire anführt. Ein massgeblicher Unterschied zwischen einem Faschisten und einem Bürgerlichen ist die absolute Rücksichtslosigkeit des ersteren gegen die potentielle Konsequenz. Das erlaubt ihm die 'Propaganda der Tat' in Permanenz, zumindest solange bis er an einem Punkt den Bogen überspannt, was letztlich das logisches Ziel seiner Strategie darstellt. Bürgerliche hingegen labern nur, mahnen Rechtsverhältnisse an die gerade effektiv für obsolet erklärt wurden und sorgen sich um Zustände die bereits abgewickelt werden. Deshalb erscheinen sie als so wehrlose wie trostlose Witzfiguren, während der faschistische Imperator als Kraftmensch durchgeht, der einen ganzen Globus in  Szene setzen kann.  
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it's the culture, stupid
03.01.26 14:19 #200077 Bitte ein wenig mehr Nachsicht mit den
"Witzfiguren",
immerhin halten sie noch einen Rest an Zuversicht in mögliche bessere Zukunft bereit.  
03.01.26 18:01 #200078 "Eagle Claw" war ein Desaster
- womöglich spielten trotz globaler Präsenz und Support der Israelis die Entfernungen eine Rolle. Mag sein, dass Grenada eine Blaupause war, aber dieser Coup in einer Zeit, in der es an Warnungen an Maduro definitiv nicht gemangelt hat, kann nicht ohne stillschweigende Zustimmung aus Russland & China abgelaufen sein; denn einen Maduro ohne Leibgarde, ohne Vorwarnungen, mit Gattin entführen  aus Caracas ...sieht eher nach Hollywood aus.
Womöglich hat Maduro das Angebot Trumps angenommen, in ein Land seiner Wahl ausgeflogen zu werden, dies aber nicht als Fahnenflucht aussehen zu lassen.

Ich hätte lieber Schließfächer auf Schalke geknackt.

All dies sind Vermutungen und begründete Überlegungen - keinesfalls aber Desinformationen !!!
 
03.01.26 18:12 #200079 As I said:"There's No Business Like Show .
Dabei sei kein Mitglied der eigenen Kräfte getötet worden, so Trump. Für ihn war der Einsatz nach eigenen Angaben wie eine "Fernsehshow".

https://www.n-tv.de/politik/...der-Maduro-Entfuehrung-id30199948.html  
03.01.26 18:48 #200080 Time will tell
Wenn demnächst China einen "erlaubten" Zugriff auf Formosa erhält und zeitnah Russland einen auf die Ukraine, wissen wir, wie Show Business funzt.  
05.01.26 09:27 #200081 'Nachsicht mit den Witzfiguren'
'Bitte ein wenig mehr Nachsicht mit den "Witzfiguren", immerhin halten sie noch einen Rest an Zuversicht in mögliche bessere Zukunft bereit'.

Die Bürgerlichen dienen sich demonstrativ einem militanten Neoimperialismus an, der sich anschickt ihre Welt mit einem finalen Ar.schtritt aus der Geschichte zu kicken. Ihr taktisches Ziel besteht nicht in einer besseren Zukunft, sondern nur in der  Hoffnung nicht der nächste zu sein der gehen muss. Speziell in Deutschland wollen sie den Binnenmarkt schrumpfen, um jene Exporterfolge wiederholen zu können, deren effektive Verhinderung zum legitimatorisches Kernanliegen des Neoimperialismus geworden ist. Mehr Realitätsverweigerung ist kaum denkbar, was auch den Unterschied zum offenen US-Vasallentum rechts und links verwischt.  
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it's the culture, stupid
05.01.26 14:09 #200082 Ok, einer hat's verstanden.
Spatz1a 33527470  
05.01.26 22:32 #200083 Meinung NOZ 5.1.26.
Ein blutiges Drehbuch, das niemand lesen wollte


Donald Trump hat seinen Worten Taten folgen lassen. Vor zwei Monaten sagte er öffentlich, die Tage des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro seien gezählt – in der Nacht zu Samstag setzten US-Einsatzkräfte Maduro und dessen Frau in einem spektakulären Angriff auf die Hauptstadt Caracas fest und flogen ihn aus dem Land.
Es ist der Kulminationspunkt einer Eskalation, die nach Drehbuch vorangetrieben wurde – vor den Augen einer Weltöffentlichkeit, die sich in weiten Teilen zum Nicht-so-genau-hinsehen-Wollen entschieden hat.

Caracas schuld an US-Drogentoten?

Da war der Vorwurf, Maduro sei Teil eines Drogenkartells, weshalb die USA ihn zum Terroristen erklärt und ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt haben. Da waren die gezielten Angriffe auf zivile Motorboote, die angeblich Drogen transportiert haben sollen. Da waren die Enterungen von Öltankern, der massive Militäraufmarsch vor der Küste des südamerikanischen Landes – und da waren die immer schärferen Drohungen Washingtons und das kollektive Achselzucken seiner Verbündeten angesichts dieses unerklärten Kriegs.
Die US-Lesart ist die folgende: Drogen töten Zehntausende Amerikaner, Maduro gilt als Kopf eines Drogenkartells, also wird Maduro eben festgenommen. Wie man das mit Verbrechern nun mal macht. Die Beweislage ist indes dünn, und die Rolle Venezuelas im internationalen Drogenhandel so marginal, dass sie kaum einen solchen Angriff rechtfertigt. Ginge es wirklich darum, die Einfuhr von Drogen zu verhindern, müssten die USA, überspitzt gesagt, eher Kolumbien oder Mexiko angreifen.

Ankläger, Richter und Henker in eigener Sache

Nein, die alibihafte Erzählung über ein Narco-Terrorregime in Caracas ist leicht zu durchschauen. Angesichts des immer schärfer werdenden globalstrategischen Ringens um Rohstoffe ist es weit realistischer, dass es um den Einfluss auf das ölreichste Land der Erde geht. Nur klingt das als Motiv nicht so ehrenhaft. Und auch wenn das offensichtliche Ende von Maduros diktatorischer Herrschaft ja begrüßenswert ist, muss der Weg dorthin die Welt beunruhigen.
Denn dafür, dass die USA als Ankläger, Richter und Henker in eigener Sache über Wochen mehr als 100 Menschen auf See töteten, müssen sie keine spürbaren Konsequenzen fürchten, auch nicht für den gewaltsamen Einsatz in Caracas. Von wem denn auch? Den UN? Der EU? Lachhaft. „Wir dürfen das“, stellte Trump einmal vor laufenden Kameras zur Versenkung der Boote klar. Das Recht, auf das er sich damit beruft, ist allerdings schlicht das Recht des Stärkeren – und dessen Anwendung hat die Welt leider nur selten verbessert.  
06.01.26 11:42 #200084 'Ankläger, Richter und Henker in eigener S.
'Das Recht, auf das er (Trump) sich damit beruft, ist allerdings schlicht das Recht des Stärkeren'

Interessant ist allerdings, dass die Rechtsform bislang gewahrt wurde. Maduro hätte auch einfach gekillt oder an einen unbekannten Ort bzw nach Guantamo vebracht werden können. Man legt Wert auf eine rechtsförmliche Anklage und Verurteilung, wegen eines angedichteten  'Narcoterrorismus' und nicht etwa aufgrund der nachgewiesenen exzessiven Menschenrechtsverletzungen. Theoretisch könnte Maduro sogar freigesprochen werden, denn er war Diktator und kein Drogenhändler.  
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it's the culture, stupid
06.01.26 17:58 #200085 ..."dass die Rechtsform bislang gewahrt w.
Man denkt unwillkürlich an die ikonische Zeichnung von mobilen Giftgas-LKW im Irak und anderen hiebfesten Beweisen gegen andere Staatsführer ölreicher Länder.

 
07.01.26 12:36 #200086 Löschung

Moderation
Zeitpunkt: 07.01.26 17:35
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Unbelegte Aussage

 

 
07.01.26 12:43 #200087 Man legt Wert auf eine rechtsförmliche A.
Verurteilung. Wieso? Weil man haufenweise Beweise und Zeugen hat. Schon unter Biden wurden fleißig Beweise gesammelt und ein Haftbefehl ausgestellt und Maduro angeklagt. Nur war Biden nicht in der Lage ihn festzusetzen.  
08.01.26 12:00 #200088 'ein Haftbefehl ausgestellt'
Um Maduro kaltzustellen, haben sich seine Internen Konkurrenten um die Macht des trumpschen Bedürfnisses bedient, tagtäglich ein Spektakel inszenieren zu müssen und dabei als Tatmensch von geradezu ausserirdischer Brillanz performen zu können. Beide Seiten haben gewonnen, Trump hatte seine Show und das System inklusive seiner Figuren kann bleiben, ausgenommen Maduro selbst und seine kubanische Garde, die - nicht eingeweiht - als einzige Widerstand geleistet hatte. Diese Version ist wesentlich plausibler als 'hier waltet die US-Justiz ihres Amtes'.  
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