F: Warum fällt die Prognose für 2026 so viel niedriger aus als erwartet?
CEO Mike Doustdar: Wir haben seit Monaten deutlich gemacht, dass 2026 mit Preisrückgängen zu rechnen ist, insbesondere in den USA. Die Meistbegünstigungsklausel und niedrigere Preise im Selbstzahlerbereich sind die Hauptursachen dafür. Kurz gesagt, die Prognose spiegelt niedrigere Preise wider.
F: Werden niedrigere Preise Novo langfristig nicht schaden?
Mike Doustdar: Niedrigere Preise verbessern den Zugang für Patienten, und das sehen wir bereits jetzt. Das ist kurzfristig schmerzhaft, aber wir betrachten es als Investition in zukünftiges Volumenwachstum.
F: Wie lange dauert es, bis höhere Volumina die Preissenkungen ausgleichen?
Mike Doustdar: Wir geben keine Prognosen über das Jahr 2026 hinaus ab, aber die ersten Anzeichen sind ermutigend. Nach nur vier Wochen nehmen bereits etwa 170.000 Patienten die Wegovy-Pille ein, was auf ein stärkeres Volumenwachstum als zuvor hindeutet.
F: Ist die Medicare-Versorgung in der Prognose für 2026 enthalten?
CFO Karsten Munk Knudsen: Ja, sie ist enthalten. Die Auswirkungen im Jahr 2026 sind begrenzt, da die Kostenübernahme voraussichtlich erst ab Mitte des Jahres erfolgt, aber sie stützen die Ansicht, dass das Volumen im Laufe der Zeit wachsen und dazu beitragen wird, die niedrigeren Preise auszugleichen.
F: Befindet sich Novo Nordisk derzeit in einer Krise?
Mike Doustdar: Nein.
F: Hat sich der Bieterkampf um Metsera gelohnt, und würde Novo dies wieder tun?
Mike Doustdar: Wir hatten Metsera lange Zeit beobachtet und das erste Gebot abgegeben. Nach 16 Geboten haben wir beschlossen, nicht höher zu gehen, und hatten die finanzielle Disziplin, uns zurückzuziehen. Diese Vermögenswerte waren genau das wert, was wir geboten haben, keinen Cent mehr. |